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11.08.10 10:31

Besuchen Sie unsere Helden

Das LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen stellt "Helden - von der Sehnsucht nach dem Besonderen" aus. Die VHS Ahlen bietet am Samstag, 16. Oktober eine Tagesexkursion zu unseren Helden an. Nach dem Besuch der Ausstellung erfolgt noch eine Führung über die Henrichshütte.

Foto: Schimanski

Schimanski - "Ein Held - von der Sehnsucht nach dem Besonderen"

Ob Herkules oder Schimanski, Jeanne d'Arc oder Lara Croft - jede Zeit macht ihre Helden. Das zeigt die große Ausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Heldenverehrung, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen präsentiert. 850 hochkarätige Exponate laden ein zu einer Reise von Rom bis ins Revier. Die Spannweite ist groß: vom antiken Heldenmythos, der Jahrhunderte überdauert, bis zum TV-Helden für einen Abend, von den Anfängen europäischer Kultur bis zu den Helden des Ruhrgebietes. Die Ausstellung leistet damit einen besonderen Beitrag zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

Die Henrichshütte hat eine eigene Helden-Geschichte: Vor 20 Jahren kämpfte hier eine ganze Region gegen das Aus der Stahlhütte und feierte ihre Anführer. Im Schatten des ältesten Hochofens im Revier erzählt die Ausstellung auf einer Fläche von 1.200 Quadratmetern Geschichten von Machern und Medien, von kampfbereiten Arbeitern und stolzen Unternehmern, religiösen Vorbildern, gefeierten Sportlern und engagierten Helfern.

Die Ausstellung zeigt, wie Helden funktionieren, wer sie macht und warum sie offenbar gerade in Zeiten des Wandels gebraucht werden. Dabei setzt die Schau auf starke Bilder und die Aura der Exponate. Die Ausstellungsarchitektur zieht die Besucher mit spannenden Inszenierungen in ihren Bann.

Am Schluss des Rundgangs können Besucher selbst auf den Helden-Sockel steigen oder sich in der Videoinstallation "Standing Ovations" als Held feiern lassen.

Der zweite Teil der Exkursion stellt die Geschichte der Henrichshütte selber vor. 150 Jahre lang sprühten Funken, wenn die Hochöfen der Henrichshütte das flüssige Eisen ausspuckten. Heute wird an diesem einzigartigen Originalschauplatz die Geschichte von Eisen und Stahl lebendig. 10.000 Menschen arbeiteten auf dem riesigen Industrieareal. Sie produzierten Koks, Eisen und Stahl, gossen, walzten und schmiedeten das Metall. Gegen großen Widerstand wurde 1987 der letzte Hochofen in Hattingen ausgeblasen. Er ist heute der älteste noch erhaltene Hochofen im Revier und zugleich das größte Ausstellungsstück im LWL-Industriemuseum. Ein gläserner Aufzug führt hinauf auf den 55 Meter hohen Riesen. Von oben genießt man den atemberaubenden Blick auf Geschichte und Gegenwart der Region.

Die Reiseleitung übernimmt Martina Bäcker.

Abfahrtzeiten: Sendenhorst, Lambertiplatz: 8:30 Uhr, Ahlen, Busbahnhof: 8:50 Uhr, Drensteinfurt, Marktplatz: 9:10 Uhr, Rückfahrt ab Henrichshütte: ca. 16:30 Uhr

In den Gebühren in Höhe von 44,00 € sind die Fahrt im modernen Reisebus, 2 Führungen, Eintritte und die Reiseleitung enthalten.

Anmeldung in der VHS, Altes Rathaus am Markt, T: 02382/59436 oder im Internet www.vhs-ahlen.de