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18.11.10 16:49

Erfahrung(s)Rausch - Mitmachparcours gegen Sucht

„Es sind teilweise schlimme Erfahrungen, von denen hier erzählt wird“, berichtete Sandra Bothe, die Suchtpräventionsbeauftragte der Kreispolizeibehörde Warendorf, über dramatische Erlebnisse, die schon Jugendliche mit Alkohol gemacht haben. Erfahrungsaustausch und die Förderung von Selbsterkenntnis sind die Ziele des interaktiven Mitmachparcours auf der Sitzungsetage des Rathauses.

Mittleres Foto (von links) Dr. Heike Paterak u. Klaus Marquardt (Jugendamt der Stadt Ahlen), Alfred Feldhues (Bundespolizei), Sandra Bothe (Suchtprävention Kreispolizei Warendorf), Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Hans Röhl (Ordnungsamt der Stadt Ahlen), Bodo Kowatz (Polizei), Manfred Gesch (Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf)

Mittleres Foto (von links) Dr. Heike Paterak u. Klaus Marquardt (Jugendamt der Stadt Ahlen), Alfred Feldhues (Bundespolizei), Sandra Bothe (Suchtprävention Kreispolizei Warendorf), Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Hans Röhl (Ordnungsamt der Stadt Ahlen), Bodo Kowatz (Polizei), Manfred Gesch (Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf)

Stadtverwaltung, Polizei und Suchtberatungsstellen aus dem Kreis Warendorf haben ein Programm entwickelt, dass die Folgen insbesondere von Alkoholkonsum drastisch vor Augen führen soll. Die Schulen nehmen das Angebot dankbar an, jeden Vormittag besuchten diese Woche rund 60 Schüler vorwiegend weiterführender Schulen den Parcours. Besonders beliebt ist bei den Schülern die „Rauschbrille“. Sie simuliert aus dem Stand einen Alkoholpegel von 0,8 Promille – eine „umwerfende“ Erfahrung!  

Die Polizei, so Sandra Bothe, will dabei als Helfer wahrgenommen werden. „Wenn jemand nach zu viel Alkohol das Bewusstsein verliert, ist es wichtig, bei ihm zu bleiben und Hilfe zu rufen“, fordert sie zum Handeln auf. Weglaufen sei die falscheste Lösung. Und vor einem sollten sich Jugendliche ganz besonders hüten: „Auch die Alkoholabgabe von Jugendlichen an Jugendliche kann als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden, das ist keine Bagatelle“. Das Ordnungsamt der Stadt Ahlen habe in solchen Fällen bereits Gebrauch von dieser Möglichkeit gemacht.

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller betonte, wie wichtig die präventive Aufgabe sei, die sich die Partner gestellt haben. Er verbinde damit die Hoffnung, dass das Thema in den Schulen weiter vertieft werde.

Das Programm im Rathaus wird um Veranstaltungen wie einem mitternächtlichen Basketballturnier ergänzt.