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20.08.10 07:24

Kinder in Ameland-Ferienlagern „rundum zufrieden“

Bestens zufrieden sind die Kinder in den beiden Ahlener Ferienlagern, die zurzeit auf der niederländischen Insel Ameland stattfinden. Davon überzeugte sich Benedikt Ruhmöller bei seinem Besuch in dieser Woche. Der Bürgermeister übermittelte den Lagern der Kirchengemeinden St. Bartholomäus und St. Bonifatius die Grüße aus der Heimat und hatte daneben auch noch einige Post und eine kleine finanzielle Zuwendung im Gepäck.

„Hollywood – 14 Tage ganz großes Kino“ lautet das Motto des Ferienlagers, das von der Kirchengemeinde St. Bartholomäus – genauer: vom Gemeindezentrum St. Ludgeri – im „Molenhof“ im Amerländer Hauptort Nes veranstaltet wird. Dieses Motto regt offensichtlich zu allerlei originellen und unterhaltsamen Programmpunkten an. So erlebten die 50 Mädchen bereits einen Galaabend und eine Beachparty, jedoch auch eine Show unter dem Titel „ASDS – Ameland sucht den Superstar“. Für besondere Verdienste – etwa gewonnene Spiele – können sich die Kinder Sterne auf dem lagereigenen „Walk of Fame“ erarbeiten. Und natürlich fehlen auch nicht Ameland-typische Aktivitäten wie die Kutterfahrt oder die Radtour zum Leuchtturm.



Die Mädchen, die am kommenden Samstag nach Ahlen zurückkehren, fühlen sich jedenfalls „rundum wohl“, stellte Bürgermeister Ruhmöller fest. Er dankte ausdrücklich den neun Betreuerinnen und vor allem den Lagerleiterinnen Ann-Kristin Lünnemann und Katharina Pollex. Ein besonderes Kompliment galt jedoch dem Küchenteam Bärbel und Hubert Aperdannier, das die ganze Lager-Belegschaft mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnt.



Dass es am leiblichen Wohl in keiner Weise fehlt, davon überzeugte sich Ruhmöller auch in dem Jungen-Lager der Kirchengemeinde St. Bonifatius auf dem Hof „Noorderlicht“ in der Ortschaft Buren. Hier sorgen Brigitte Günnemann und Anja Wichmann für die Mahlzeiten, und zum Besuch des Bürgermeisters tischten sie gar leckere Struwen auf, die von den 45 Jungen im Alter von 8 bis 15 Jahren mit Heißhunger verzehrt wurden.



Die elf Betreuer unter der Leitung von Stephan Baukmann, Markus Kleier und Patrick Wasin kümmern sich derweil um ein abwechslungsreiches, spannendes Programm. Auf dem Plan stehen allerlei sportliche Veranstaltungen. So wird auf „Noorderlicht“ traditionell der „Ameland-Cup“ zwischen mehreren Ferienlagern ausgetragen. Doch neben dem Sport kommt auch die Unterhaltung nicht zu kurz: „Schlag den Betreuer“ lautet das Nachspiel einer Fernsehsendung, ebenso gibt es „Wetten dass“ und das berühmte Betreuersuchspiel am nächsten Sonntag. Dazu verkleiden und verstecken sich die Betreuer von vielen Ferienlagern in Nes, und die Kinder – einige Hunderte – müssen sie ausfindig machen.

Ruhmöller würdigte bei seiner zweitägigen Stippvisite auf der niederländischen „Kinderinsel“ ausdrücklich das großartige ehrenamtliche Engagement, das von den Betreuern und Küchen-Teams in den Ferienlagern erbracht werde. Viele der teilnehmenden Kinder kämen aus sozial benachteiligten Familien, und in den Lager-Gemeinschaften würden manche erstmals geregelte Mahlzeiten bekommen und ein soziales Miteinander erleben. Deshalb müssten solche Ferien-Veranstaltungen auch weiterhin vom städtischen Jugendamt unterstützt werden, meinte der Bürgermeister.