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Gesundheit & Soziales

11.02.10 10:46

„Alkohol? Nicht witzig“ – Jugendschutz im Karneval

Wer kennt sie nicht? Die Schreckensmeldungen über die Folgen von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen. „Tod nach Komatrinken“ oder der dramatische Unfallbericht über den 17-Jährigen aus Beckum, der vor zwei Jahren im Karneval unter Alkoholeinfluss in der Werse ertrunken ist.

Foto: Die Allianz gegen besinnungsloses Trinken im Sinne der Brauchtumspflege. Markus Beckmann (Fachbereich Jugend), Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Klaus Marquardt (Fachbereich Jugend), Uwe Alteheld (Poizei), Hans Röhl (Fachbareich Ordnung) und Volker Engeland (BAS)

Die Allianz gegen besinnungsloses Trinken im Sinne der Brauchtumspflege. Markus Beckmann (Fachbereich Jugend), Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Klaus Marquardt (Fachbereich Jugend), Uwe Alteheld (Poizei), Hans Röhl (Fachbareich Ordnung) und Volker Engeland (BAS)

Verschärfte Kontrollen und als Anlaufpunkt eine eigens eingerichtete Jugendschutzstelle sollen am Rosenmontag in Ahlen dabei das Schlimmste – besonders bei Kindern und Jugendlichen - verhindern.

In einer konzertierten kreisweiten Aktion unter dem Motto „Alkohol? Nicht witzig!“ ziehen dabei die Polizei und die Jugend- und Ordnungsämter des Kreises an einem Strang.

Mit intensiven Kontrollen sollen die Jugendlichen vor dem Konsum von Wein, Bier und Schnaps und den verheerenden Folgen geschützt werden. „Die größte Baustelle ist dabei der Rosenmontagsumzug mit seinen rund 22.000 Besuchern“, so Markus Beckmann vom Jugendamt der Stadt Ahlen. Damit die Kids sich erst gar nicht herausreden können, sind die Teams mit Teststreifen ausgerüstet, die Alkohol im Getränk und im Speichel messen können. Alkoholisierte Jugendliche – im letzten Jahr waren es zwei - werden direkt in Gewahrsam genommen und in die eigens eingerichtete Jugendschutzstelle an der VHS gebracht. Bei schweren Ausfallerscheinungen geht es direkt ab ins Krankenhaus. Leicht angetrunkene Jugendliche bleiben in der Jugendschutzstelle, bis sie von ihren Eltern abgeholt werden.

„Dabei geht es immer nur um den Schutz der Jugendlichen“, erklärt Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, “feiern in angemessenem Maße ist in Ordnung“. Wichtig sind auch die Vorbildfunktion der Erwachsenen und die Pflichten der Kneipenbesitzer. „Auch diejenigen, die Alkohol verkaufen, müssen sich auf verschärfte Kontrollen einstellen“, warnt Hans Röhl von der Ordnungsabteilung.

Vorbildlich ist auch das Verhalten das BAS. „Alle Vereine haben beschlossen, dass es keinen Alkohol mehr für die Jecken und auf den Wagen nur noch in Maßen gibt“, spricht Volker Engeland für die Karnevalisten.