Rathaus & Politik
- 1 Bürgermeister.
- 1.1 Grußwort des Bürgermeisters.
- 1.2 Vita des Bürgermeisters.
- 1.3 Sprechstunde des Bürgermeisters.
- 1.4 Reden 2010.
- 1.5 Reden 2009.
- 1.5.1 11.01.2009 Neujahrsempfang.
- 1.5.2 11.01.2009 Ehrung von Schulen.
- 1.5.3 27.03.2009 Eröffnung der 3. Neuen Ahlener Woche.
- 1.5.4 08.04.2009 Gegen rechtsradikale Umtriebe.
- 1.5.5 26.06.2009 Eröffnung des Stadtfestes.
- 1.5.6 27.10.2009 Antrittsrede zur 1. Ratssitzung nach der Kommunalwahl.
- 1.5.7 29.10.2009 Verleihung des Wirtschaftspreises 2009.
- 1.5.8 08.11.2009 Jubilarehrung des Sängerkreises Emsland.
- 1.5.9 08.11.2009 Silberjubiläum "Museum im Goldschmiedehaus".
- 1.5.10 09.11.2009 Kundgebung am Jüdischen Mahnmal.
- 1.5.11 15.11.2009 Gedenkfeier zum Volkstrauertag.
- 1.5.12 17.12.2009 Einbringung des Haushaltes 2010.
- 1.5.13 20.12.2009 Verleihung der Augustin-Wibbelt-Plakette.
- 2 Virtuelles Rathaus.
- 3 Ortsrecht.
- 4 Verwaltung.
- 5 Finanzen.
- 6 Sitzungsdienst.
- 7 Formulardepot.
- 8 Ausbildung.
- 9 Ausschreibungen.
- 10 Bekanntmachungen.
- 11 Heiraten in Ahlen.
- 12 Sauberes Ahlen.
- 13 Politik.
14 Service
15 Externe Links
16 Stadtnetz Ahlen
Neujahrsempfang der Stadt Ahlen am 11.01.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich begrüße ich Sie alle zu diesem Neujahrsempfang! Ich freue mich sehr darüber, dass Sie so zahlreich meiner Einladung gefolgt sind. Damit bringen Sie Ihre freundschaftliche Verbundenheit zur Stadt Ahlen zum Ausdruck, und diese Verbundenheit weiß ich sehr zu schätzen.
Vor allen anderen möchte ich die jungen Leute im Saale begrüßen; quasi unsere Zukunft. Es sind heute erfreulich viele Jugendliche da! Ich danke denen, die uns diesen Empfang gestalten. Die musikalische Umrahmung übernimmt ein junges Ensemble der Realschule. Die Schülerinnen und Schüler aus der Musikklasse 7 unter der Leitung von Karin Wamba und Stefan Harder haben uns schon mit "Zarathustra" einen Beweis ihres musikalischen Könnens geliefert.
Vom Gymnasium St. Michael kommen die Jugendlichen, die uns unter der Leitung von Dietmar Hecht in zwei Teilen eine multimediale Präsentation bieten, eine szenische Darstellung nach Gedanken unseres Ehrenbürgers Imo Moszkowicz. Auf diese Darbietung sind wir sehr gespannt! Sie schlägt thematisch eine Brücke zu den heutigen Ehrungen. Ich möchte drei Schulen würdigen, die sich besonders in der manchmal sehr schwierigen, sogar schmerzhaften Erinnerungsarbeit engagieren. Die Delegationen dieser Schulen heiße ich ebenfalls herzlich willkommen.
Gegenüber der anwesenden Jugend mussten nun diejenigen, die eigentlich vorneweg zu nennen sind, einmal etwas zurückstehen. Das gilt sogar für unseren hochverehrten Ehrenbürger! Ich freue mich allerdings sehr darüber, dass Sie, Herr Herbert Faust, bei uns sind. Damit beweisen Sie erneut Ihre unverbrüchliche Verbundenheit zu unserer Stadt.
Nicht bei uns sein kann leider Herr Imo Moszkowicz. Er ließ mir gestern durch seine Frau Renate seine Grüße und besten Wünsche an Sie ausrichten. Imo Moszkowicz ist schwer erkrankt, und seine Frau ist zurzeit ebenfalls bettlägerig. Sie hoffen jedoch auf baldige Genesung. Diese Genesung und ein langes glückliches Leben wünschen wir dem Ehepaar Moszkowicz sehr!
Herzlich begrüße ich diejenigen, die uns politisch in Berlin, Düsseldorf oder Warendorf vertreten: die Abgeordneten des Bundes-, des Land- und des Kreistages, namentlich "unseren" Vize-Landrat Franz Josef Buschkamp sowie unseren Ahlener Ratskollegen und MdL Berni Recker. Ein immer wieder gern gesehener Gast sind Sie, liebe Frau Resi Gerwing, die stellvertretende Bürgermeisterin von Beckum. Ich freue mich über die Teilnahme von vielen Mitgliedern unseres Stadtrates sowie des Ausländerbeirates, des Bauerschaftsbeirates und des Beirates für Menschen mit Behinderung. In diese Begrüßung schließe ich die Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung, unsere Personalvertretung sowie die Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaften ein.
Alle hier, die sich politisch engagieren, setzen sich das ganze Jahr lang in unzähligen Sitzungsstunden, Gesprächsrunden, in Debatten, Telefonaten oder auch am Schreibtisch für Stadt und Land und besonders für die speziellen Interessen Ahlens ein. Diese oft sehr aufwändige, aber oft auch undankbare Arbeit fürs Gemeinwohl verdient, zumal wenn sie ehrenamtlich ausgeübt wird, mindestens zur Jahreswende ein dickes Dankeschön.
Eigentlich müsste ich nun zahlreiche Persönlichkeiten begrüßen, die sich in den verschiedenen Lebensbereichen unserer städtischen Gesellschaft intensiv engagieren und dabei große Verdienste erwerben. Ich sehe hier namhafte Vertreter der Wirtschaft, von Industrie, Handwerk und Handel, von der Landwirtschaft, der Gastronomie, den Geldinstituten, aus den wirtschaftlichen Verbänden sowie Gewerkschaften. Ihnen allen danke ich für Ihren Einsatz und Ihr Wirken an diesem Standort. Bei der dritten Neuen Ahlener Woche im März dieses Jahres werden Sie uns eine beeindruckende Leistungsschau der Ahlener Wirtschaftskraft präsentieren und deutlich machen, dass diese Stadt ein dynamischer, aufstrebender, zukunftsträchtiger Standort ist.
Namentlich erwähnen möchte ich in Zusammenhang mit der Wirtschaft eine Dame und ihr stellvertretend meine Anerkennung und guten Wünsche aussprechen: Frau Hannelore Weber-Michels. Sie kann an diesem Empfang zwar nicht teilnehmen; ich möchte gleichwohl daran erinnern, dass wir ihr vor wenigen Wochen in festlichem Rahmen den Ahlener Wirtschaftspreis 2008 – das berühmte Ahlener Mammut – verliehen haben. Sie wurde damit als eine der starken Frauen in der hiesigen Wirtschaft gewürdigt. Frau Weber-Michels steht ebenso wie ihre Preisträger-Vorgänger Hans Heitkamm und Heinrich Winkelmann dafür, dass die Ahlener Wirtschaft auf gutem Wege ist und auch Schwierigkeiten erfolgreich zu bewältigen versteht.
Ich begrüße die Vertreter von Arbeitsagentur und Verbraucherberatung, von der Polizei, dem DRK und MHD sowie von unserer nunmehr 125jährigen Freiwilligen Feuerwehr. Ich danke Ihnen allen für Ihre Einsatzbereitschaft, Tatkraft sowie die stets angenehme und zielführende Zusammenarbeit. Gemeinsam machen wir uns für das Wohl und die Sicherheit der Mitbürgerinnen und Mitbürger stark!
Ein herzliches Willkommen gilt Frau Brigitte Wettengel-Wigger. Sie begrüße ich heute leider letztmalig als Direktorin unseres Amtsgerichtes, denn Sie werden am 1. April in den beruflichen Ruhestand gehen. Jetzt schon danke ich Ihnen für Ihren Einsatz für Recht und Gerechtigkeit in Ahlen und schließlich auch dafür, dass Sie mir 2008 eine hervorragende Mitarbeiterin für mein Vorzimmer überlassen haben.
Ein Feld der engen Zusammenarbeit zwischen Amtsgericht und Stadtverwaltung ist das Schiedswesen. Ich begrüße die Schiedsmänner, die in Ahlen, Dolberg und Vorhelm ehrenamtlich erheblich zur Erhaltung des gesellschaftlichen Friedens beitragen. Leider kann Herr Erich May nicht hier sein. Er ist einer unser ältesten und besonders erfahrenen Schiedsmänner. 2008 wurde Herr May für seine vielfältigen Verdienste mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. Dafür möchte ich ihm in Abwesenheit nochmals gratulieren.
Mit Frau Maria Huse wurde einer weiteren verdienten Ahlener Persönlichkeit im letzten Jahr der Bundesverdienstorden verliehen. Sie wurde vom Bundespräsidenten zu Recht für ihr langjähriges und umtriebiges ehrenamtliches Engagement in der Seniorenarbeit und rund um Mittrops Spieker gewürdigt. Auch Frau Huse nochmals die Gratulation im Namen der ganzen Stadt sowie unser aller Dank für ihr emsiges und unablässiges Wirken!
Ich danke all den unzähligen Menschen, die sich in und für Ahlen in verschiedenster Hinsicht ehrenamtlich engagieren. Solches Engagement – modern auch "Freiwilligenarbeit" genannt – treffen wir hier in nahezu allen Lebensbereichen an. Unsere gesellschaftlichen Strukturen wären ohne dieses Engagement gar nicht mehr zu halten. Deshalb ist es auch so wichtig, immer wieder für ehrenamtliche Betätigung zu werben.
Dieses Werben muss zunehmend der älteren Generation gelten. Denn wir sind darauf angewiesen, dass sich auch die Menschen in höherem Lebensalter und im beruflichen Ruhestand mit ihren Kompetenzen für unser Gemeinwesen einsetzen. Wir sind in Ahlen bekanntlich schon außergewöhnlich gut darin, die ältere Generation zu motivieren und zu aktivieren und in das gesellschaftliche Leben einzubeziehen. Das hat Ursula von der Leyen erkannt. Die Bundesseniorenministerin hat den Ahlener Modell-Seniorensportler Dieter Massin zu einem von sechs Gesichtern der Bundes-Kampagne "Zähl Taten, nicht Falten" berufen. Massins Gesicht wird bald bundesweit plakatiert Mehr darüber erfahren Sie im Internet unter "alter-schafft-neues.de". Ich will hier nur zitieren, wie Seniorensportler-Model Dieter Massin dort im Interview das Ehrenamt zutreffend würdigt: "Ohne Ehrenamt würde unsere Gesellschaft zusammenbrechen."
Neben allen ehrenamtlich tätigen Menschen danke ich den vielen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Institutionen, die mit finanziellen Zuwendungen vieles in Ahlen ermöglichen, was die Stadt und der Staat nicht bezahlen können. Ich danke allen Spendern und Sponsoren, Mäzenen und Stiftungen. Die von mir angekündigte Bürgerstiftung befindet sich in sehr konkreter Vorbereitung und wird 2009 öffentlich vorgestellt.
Die Bedeutung des Ehrenamtes wie der finanziellen Unterstützung gilt besonders für die sozialen Dienste, die gerade auch in Ahlen so vielfältig und hilfreich unterwegs sind. Ich begrüße unter den Vertretern der Kirchen und Wohlfahrtsverbände Frau Barbara Reining, mit der eine wiederum sehr taffe Frau der Caritas Ahlen vorsteht. Dieser Caritasverband hat 2008 an der Rottmannstraße ein neues, schönes und zweckmäßiges soziales Zentrum geschaffen.
Der Kinderschutzbund – ich begrüße den Kreisvorsitzenden Henrich Berkhoff – hat sich an der Warendorfer Straße neu etabliert. Die Wohnstätte "Vinzenz am Stadtpark" – mitten in der Stadt gelegen – wurde kürzlich erheblich erweitert; ich begrüße die Leiterin Anett Gräfe. Mit Herrn Damian Stampa heiße ich den Chef des neuen Pflegeheimes "Gezeitenland" willkommen. Dieses stellt eine beachtliche städtebauliche Bereicherung sowie eine wertvolle Ergänzung des offensichtlich blühenden und expandierenden sozialen Angebotes in Ahlen dar.
Mit dem zweiten Ahlener Aufstieg in die zweite Fußball-Bundesliga und dem ersten Medaillensieg bei olympischen Spielen war 2008 eines der spektakulärsten Sport-Jahre für diese Stadt, die schon über eine außergewöhnlich ruhmreiche Sportgeschichte verfügt und sich zu Recht "Sporthauptstadt des Münsterlandes" nennt. Die Kicker von Rot-Weiß, daneben natürlich die ASG-Handballer, unser Tischtennis-Crack Christian Süß und viele andere Athletinnen und Athleten geben uns reichlich Grund, sportlich stolz zu sein.
Mein Dank gilt heute besonders denen, die hinter den Erfolgen stehen, die ehrenamtlich in den Vereinen und dort vor allem in der Jugendarbeit mitwirken und so die spitzensportlichen Erfolge erst ermöglichen. Dank auch dem rührigen Stadtsportverband, ein hilfreicher Partner der kommunalen Sportpolitik. – 2009 wird neben anderen Sportanlagen wie zum Beispiel dem Lindensportplatz endlich auch das bisherige Freizeitbad am Berliner Park erneuert und zu einer gesunden, modernen Sportanlage umgestaltet.
Das Kulturjahr 2008 war natürlich ganz besonders geprägt von dem 20jährigen Bestehen des KunstVereins. Dieser hat uns mit einer ungemein spannenden Veranstaltungsreihe beschenkt. Überhaupt hat sich das Kulturleben in Ahlen prächtig entwickelt und wird uns von vielen außerhalb der Stadtgrenzen geneidet. Dies ist vielleicht auch der vor wenigen Jahren wieder eingeführten Kulturprogrammkonferenz zu danken.
Mit der künstlerisch verzierten Bronze-Platte auf dem historischen Marktplatz-Brunnen erlebte die rührige Ahlener Heimatpflege – namentlich Sie, Herr Heinrich Kemper – im letzten Jahr einen lange angestrebten Erfolg. 2009 können wir uns auf die künstlerische Gestaltung des Kreisverkehrs "Europaplatz" freuen. Dort werden sich der Bildhauer Ulrich Möckel und die Sparkassenstiftung der Sparkasse Münsterland Ost engagieren.
2009 werden wir das 60jährige Bestehen der Kulturgesellschaft sowie das 25jährige Jubiläum des Bürgerzentrums "Schuhfabrik" freuen. Dieses soziokulturelle Zentrum hat sich inzwischen zu einem wichtigen Partner der Stadt gemausert, und zwar sowohl in kulturellen und sozialen Angelegenheiten als auch in der Jugendarbeit. Dafür danke ich dem Vorsitzenden Guido Heinrich und allen Beteiligten! Ich bin sehr froh darüber, dass wir einmütig beschlossen haben, dem BüZ ab 2009 einen höheren Zuschuss zukommen zu lassen.
An dieser Stelle gestatten Sie mir bitte eine kleine Werbeeinlage in Sachen Kulturförderung. Ich bin ebenso wie Sie alle sehr froh darüber, dass es 2008 auch gelungen ist, einen der renommiertesten Ahlener Kulturträger wieder auf die Beine zu stellen und ans Laufen zu bringen. Damit meine ich unseren Mädchenchor "Westfälische Nachtigallen". Dieses traditionsreiche, weithin bekannte und einst so erfolgreiche Ensemble ist auf gutem Wege, das einstige Format eines Bundesliga-Chores wieder zu erlangen. Dafür bedarf es jedoch weiterer Unterstützung. Deshalb finden Sie draußen auf den Stehtischen ein kleines Formular, mit dem Sie sich bitte als Mitglieder im Förderkreis der Westfälischen Nachtigallen anmelden.
Ahlen ist eine regional sehr bedeutsame Schulstadt. Nur wenige Städte dieser Größenordnung verfügen über eine solche Vielfalt und Qualität an Bildungsinstituten. Ich behaupte: Nur wenige Städte überhaupt messen der Schul- und Bildungspolitik einhellig eine so große Bedeutung zu, wie wir dies in Ahlen halten. Nehmen wir als Beweis nur die schmucke und praktische Erweiterung der Geschwister-Scholl-Hauptschule, die wir 2008 eingeweiht haben!
Wir wissen: Ein gutes Bildungsangebot ist für den Einzelnen, seine Persönlichkeitsentwicklung und beruflichen Perspektiven unabdingbar. Aber eine gute Bildung ist auch für die gesamte gesellschaftliche Verfassung und wirtschaftliche Entwicklung unverzichtbar. Deshalb steht die Förderung der Schulen im Fokus unserer Kommunalpolitik, und wir lassen sie uns viel kosten. Dies gilt selbstverständlich für die Erhaltung und Verbesserung des bestehenden Angebotes, darüber hinaus für die Schaffung der Ganztagsschulen, womit wir jetzt an den Start gehen, und schließlich für das Angebot einer Fachhochschule im technischen Bereich, womit wir den speziellen Bedürfnissen der Betriebe gerecht werden wollen.
Ich begrüße in diesem Saal viele Leiterinnen und Leiter von Ahlener Schulen und heiße namentlich den Neuen an unserer Realschule, Herrn Ulrich Vornholt, herzlich willkommen. Ich freue mich über die Verbundenheit, die Sie alle mit Ihrer Anwesenheit unserer Stadt bekunden. Wir werden unsere Zusammenarbeit und die städtische Unterstützung im Interesse Ihrer Schülerinnen und Schüler, unser Kinder und Jugendlichen mit Nachdruck fortsetzen.
Verehrtes Publikum, mit Blick auf diesen großen Saal voller Ehrengäste und hochverdienter Persönlichkeiten möchte ich nur noch ganz wenige Anwesende besonders hervorheben. Das gilt zunächst für die beiden gekrönten Häupter im Saale, den Stadtschützenkönig Ludger Markenbeck und den Karnevalsprinzen Dietmar Kupfernagel. Der jecke Prinz steht jetzt vor einer sehr anstrengenden Zeit, wofür wir ihm viel Freude und Gelingen wünschen. – Uns besuchen übrigens später noch einige weitere Majestäten, nämlich die Sternsinger von der Bartholomäus-Gemeinde, die ich jetzt schon Ihrer Großzügigkeit empfehle.
Ich heiße schließlich den Kommandeur des Sanitätsregiments 22 in unserer Westfalenkaserne, Herrn Oberfeldarzt Dr. Johannes Grohmann, und seinen Stellvertreter Oberstleutnant Jörn Wiemer herzlich willkommen. Wir haben gemeinsam ein wichtiges Jahr vor uns. Es wird leider auch zu Einsätzen von Soldaten aus der Westfalenkaserne bei internationalen Friedensmissionen kommen; dafür wünschen wir viel Soldatenglück. Das Besondere des neuen Jahres liegt jedoch in dem Doppel-Jubiläum: Sowohl das Sanitätsregiment 22 als auch unsere Westfalenkaserne können 2009 ihr 50jähriges Bestehen feiern.
Aus diesem Anlass werden wir gemeinsam am 19. März den Großen Zapfenstreich auf unserem Ahlener Marktplatz veranstalten. Mehr noch: Am selben Tag wird dem Sanitätsregiment der Ehrentitel "Westfalen-Regiment" verliehen. "Westfalen-Regiment" – das ist ein großer und ehrwürdiger Name. Dieser Ehrenbezeichnung haben der Bundesverteidigungsminister und unser Ministerpräsident zugestimmt.
"Westfalen-Regiment" – mit diesem Titel wird zum einen die tiefe Verwurzelung der aus Hamm zu uns gekommenen Sanitäter in dieser Region unterstrichen. Zum anderen wird damit die nunmehr ein halbes Jahrhundert währende verdienstvolle Geschichte der Ahlener Kaserne gewürdigt. Zu dem Festakt am 19. März sind Sie alle jetzt schon herzlich eingeladen!
Ich finde es angesichts des Unfriedens in vielen Ländern unserer Erde und der zunehmenden, teilweise gefährlichen Anforderungen an unsere Bundeswehr, besonders an die Sanitäter, sehr angebracht, dass wir immer wieder unsere Verbundenheit mit den Soldaten zum Ausdruck bringen. Vor allem denen, die weltweit gefahrvolle Friedenseinsätze leisten, gelten unsere Anerkennung und besten Wünsche.
Es ist sicher in Ihrem Sinne, wenn ich nun der großen Versuchung widerstehe, Ihnen die nach meiner Meinung sehr positive Entwicklung Ahlens 2008 zu schildern. Ich mache es Ihnen und mir an dieser Stelle einfach, indem ich Sie nur bitte, die außerordentlich wichtigen Beschlüsse der letzten Ratssitzung am 16. Dezember zu rekapitulieren.
Da haben wir die Realschule und das Gymnasium in den Ganztagsbetrieb geschickt sowie die Weichen für ein neues großes Gewerbegebiet am blauen Wasserturm gestellt. Wir haben einen Besuchsdienst für jeden Haushalt, in dem ein Kind geboren wird, auf den Weg gebracht und einen Integrationspreis ausgelobt. Mit diesem Preis sollen die schon erheblichen Anstrengungen zur Integration der Bevölkerung mit Zuwanderungsgeschichte noch gefördert werden. Wir haben die beiden Schachtgerüste gerettet und die Planung des Zechengeländes voran getrieben, nachdem dort endlich der Hochwasserschutz gewährleistet ist. Wir haben ein Einkaufscenter am Rosenbaumplatz angeschoben, das berühmte "Mühlencenter" in die Ausschreibung gegeben und schließlich schon den Haushalt 2009 beschlossen. Hoffen wir nur, dass er genauso erfolgreich abschließen wird wie der Haushalt 2008, nämlich mit einem erheblichen Überschuss – Dank der bisher sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung, die 2009 ungeachtet all der Krisenbefürchtungen anhalten möge.
Ich begrüße Sie alle zu diesem Neujahresempfang! Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie allen Freundinnen und Freunden dieser Stadt von ganzem Herzen Frieden, Gesundheit und Tatkraft, Zuversicht, Gottes Segen und Glückauf!


