Sie sind hier: Startseite » Rathaus & Politik » Bürgermeister » Reden 2011 » 27.10.2011 Verleihung des Wirtschaftspreises - Begrüßung

Verleihung des Wirtschaftspreises der Stadt Ahlen am 27.10.2011 - Begrüßung durch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Festversammlung!

Es ist schon eine gute alte Tradition, nämlich das sechste Mal, dass wir uns zur alljährlichen Verleihung des Ahlener Wirtschaftspreises in unserer Stadthalle versammeln. Dazu begrüße ich Sie alle auch im Namen des Stadtrates, des Vorstandes von Pro Ahlen e. V., des Aufsichtsrates der WFG sowie des Verleihungsgremiums. Dieses Gremium, davon bin ich überzeugt, hat mit der Auswahl des Preisträgers erneut eine sehr gute Entscheidung getroffen. Ich hoffe, dass Sie diese meine Überzeugung spätestens nach meiner Laudatio teilen werden.

In dieser Zuversicht möchte ich zuallererst Sie, lieber Herr Fischer, sowie Ihre verehrte Frau Gemahlin namentlich willkommen heißen. Ihre Anwesenheit ist uns eine sehr große Freude und Ehre! Mein Willkommen gilt ebenso Ihren Angehörigen, Freunden und Weggefährten, die Ihnen auch an diesem besonderen Abend ihr Geleit geben und damit ihre persönliche Verbundenheit beweisen.

Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens sind heute gekommen, um in diesem festlichen Rahmen den Preisträger des Ahlener Wirtschaftspreises 2011 zu würdigen. Ihnen allen gilt mein herzlicher Gruß. Namentlich hervorheben möchte ich unseren Landtagsabgeordneten Bernhard Recker, den stellvertretenden Landrat Franz-Josef Buschkamp, unsere Ehrenbürger Herbert Faust und Horst Jaunich sowie die anwesenden Mitglieder des Stadtrates.

Mit großer Freude begrüße ich unseren Festredner: den Präsidenten der Handwerkskammer Münster, Herrn Hans Rath. Sie, sehr geehrter Herr Präsident, haben in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, dass Sie sich dem Wirtschaftsstandort Ahlen sehr verbunden fühlen. Immer wieder machen Sie sich für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt stark, die ja auch ein starker Handwerksstandort ist. Deshalb auch und in Ihrer Anerkennung für den Empfänger des Wirtschaftspreises 2011 übernehmen Sie heute die Festrede, wofür ich Ihnen sehr dankbar bin.

Ich habe eingangs erwähnt, dass wir bereits mehrere Persönlichkeiten bzw. Unternehmen mit dem zwar noch jungen, aber doch schon traditionsreichen Ahlener Wirtschaftspreis ausgezeichnet haben. Sicher nicht nur zu meiner Freude darf ich mehrere dieser Preisträger zu unserem heutigen Festakt begrüßen. Sie bekunden mit Ihrer Teilnahme Ihre fortwährende Verbundenheit zur Stadt Ahlen sowie auch Ihre Anerkennung für den heutigen Preisträger.

Gestatten Sie, dass ich auch meine heutigen Begrüßungsworte für ein paar sachliche Ausführungen nutze. Denn es wäre ein fast sträfliches Versäumnis, wenn ich bei dieser Gelegenheit nicht darauf hinweisen würde, dass die Wirtschaftsförderung nach wie vor eine überaus wichtige kommunalpolitische Aufgabe in Ahlen darstellt. Eine Aufgabe, die aus intensiver und freundschaftlicher Partnerschaft zwischen der Kommune und der örtlichen Wirtschaft heraus bewältigt werden muss.

Denn Ahlen befindet sich nach wie vor in einem umfassenden, tiefgreifenden wirtschaftlichen Strukturwandel. Wir müssen vor allem alles daran setzen, um den wachsenden Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Stadt beruflich wie gesellschaftlich zu integrieren.
 
Dies erfordert unseren unablässigen kommunalpolitischen Einsatz für bestmögliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie für bestmögliche Bildungschancen. Dies erfordert ein dezidiert unternehmensfreundliches Verhalten von Rat und Verwaltung sowie eine enge, ja freundschaftliche Verbundenheit zwischen den Akteuren der Stadt und der Wirtschaft. Besonders in Anbetracht des durchgreifenden demografischen Wandels müssen wir gemeinsam alles daran setzen, möglichst alle Menschen in das aktive Berufs- und Wirtschaftsleben zu integrieren.

Der 2005 ins Leben gerufene Ahlener Wirtschaftspreis stellt ein überzeugendes Symbol für die Verbundenheit zwischen der Stadt und ihren Unternehmen dar. In einer künstlerischen Darstellung des Ahlener Mammuts, des ältesten und kraftvollsten Einwohners unserer Stadt nimmt der Preis eindrucksvoll Gestalt an.

Doch das Miteinander zwischen Kommune und Wirtschaft, zwischen Politik und Unternehmen dürfen wir nicht nur bei Festveranstaltungen und Preisverleihungen beschwören. Es muss vielmehr den Alltag prägen. Dabei kommt unserer gemeinsamen Wirtschaftsförderungsgesellschaft eine entscheidende, ja zentrale Funktion zu. Hier bündeln wir die Kräfte der Stadt und der örtlichen Wirtschaft, um unseren Wirtschaftsstandort nach vorne zu bringen.

Die WFG wurde 2002 vom damaligen Wirtschaftsminister des Landes als „hoch intelligent und kreativ“ gewürdigt. Dieses von mir schon oft zitierte, weil sehr zutreffende Kompliment bezog sich vor allem darauf, dass in der WFG die Stadt und der Wirtschafts-Verband „Pro Ahlen“ sowie inzwischen auch die Volksbank und die Sparkasse gemeinsam, vertrauensvoll und erfolgreich agieren. Gemeinsam, quasi Schulter an Schulter kümmern wir uns um die Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing.

„Hoch intelligent und kreativ“ – so müssen wir sein und bleiben, wenn wir die Wirtschaft und namentlich den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Ahlen im Wettbewerb der Städte und Regionen voran bringen wollen. Dazu müssen wir weiterhin unablässig den Schulterschluss und die gemeinsame Kraftanstrengung üben. Dass uns dies in der WFG nun fast zehn Jahre lang gelungen ist, verdanken wir zuvörderst dem rührigen Gründungsgeschäftsführer Peter Vaerst. Er hat ja nicht nur den Wirtschaftspreis ersonnen, sondern auch die WFG mit Leben erfüllt und ans Laufen gebracht. Dafür wird ihm nach seinem Ausscheiden zum Jahresende noch zu danken sein.

Als seinen Nachfolger darf ich heute bereits Herrn Jörg Stegemann begrüßen. Er wird, davon bin ich wiederum überzeugt, die Geschäfte der WFG erfolgreich fortführen. Seine einstimmige Berufung durch die Ratsfraktionen sowie die Gesellschafter und den Aufsichtsrat der WFG beweisen, dass wir mit Herrn Stegemann die enge Liaison zwischen Kommune und Wirtschaft unter dem Dach unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft einvernehmlich, vertrauensvoll und weiterhin erfolgreich fortsetzen werden.

Denn gemeinsam und miteinander können wir erheblich besser weite Ziele und hohe Gipfel erreichen, als dies im Alleingang möglich wäre.

Wenn wir heute zum sechsten Mal den Ahlener Wirtschaftspreis verleihen, setzen wir eine uneingeschränkt begrüßenswerte Initiative unserer WFG um. Wir sollten den Abend nutzen, um das Miteinander zwischen Stadt und Wirtschaft, wie es gerade in der WFG so überzeugend und erfolgreich zum Ausdruck kommt, zu erneuern und zu vertiefen. Dazu wünsche ich Ihnen im Anschluss an den Festakt viele gute Gespräche und gesellige Stunden.

Bevor wir dazu kommen, überlasse ich das Mikrofon unseren Grußrednern: Zunächst spricht Herr Landrat Buschkamp, anschließend der Vorsitzende von Pro Ahlen e. V., Peter Schmidt, sowie WFG-Geschäftsführer Peter Vaerst. Danach bitte ich Herrn Handwerkskammerpräsidenten Hans Rath um seine Festrede. Meine Herren, Sie haben das Wort!