Rathaus & Politik
- 1 Bürgermeister.
- 1.1 Grußwort des Bürgermeisters.
- 1.2 Vita des Bürgermeisters.
- 1.3 Sprechstunde des Bürgermeisters.
- 1.4 Aufgaben außerhalb der Stadtverwaltung.
- 1.5 Reden 2012.
- 1.5.1 15.01.2012 Neujahrsempfang der Stadt Ahlen.
- 1.5.2 15.01.2012 Ehrung Ehrenamtlicher.
- 1.5.3 30.04.2012 Begrüßung zum 27. Ahlener Arbeitnehmer/innen-Empfang.
- 1.6 Reden 2011.
- 1.7 Reden 2010.
- 1.8 Reden 2009.
- 2 Virtuelles Rathaus.
- 3 Ortsrecht.
- 4 Verwaltung.
- 5 Finanzen.
- 6 Sitzungsdienst.
- 7 Formulardepot.
- 8 Ausbildung.
- 9 Ausschreibungen.
- 10 Bekanntmachungen.
- 11 Heiraten in Ahlen.
- 12 Sauberes Ahlen.
- 13 Politik.
- 14 Foto-Galerien.
15 Bürgerservice online
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17 Externe Links
18 Stadtnetz Ahlen
Neujahrsempfang der Stadt Ahlen am 15. Januar 2012: Begrüßungsansprache von Bürgermeister Benedikt Ruhmöller
Sehr geehrte Damen und Herren,
es stand vor kurzem in einer Ahlener Zeitung: Bis Mitte Januar dürfe man noch gute Wünsche zum neuen Jahr anbringen; gegenüber Freunden allemal. Dies stellte ein internationales Etikette-Netzwerk fest. So ist es durchaus etikettegerecht, wenn ich Sie an diesem 15. Januar herzlich zum Neujahrsempfang der Stadt Ahlen begrüße und Ihnen – allesamt gute Freunde unserer Stadt – die besten Wünsche für 2012 entbiete.
Ich freue mich sehr, dass so viele nette Gäste den Weg hierher gefunden haben. Sie beweisen damit Ihre freundschaftliche Verbundenheit mit Ahlen. Für diese Verbundenheit, für Ihr vielfältiges Engagement und unsere oft sehr gedeihliche Zusammenarbeit danke ich Ihnen ausdrücklich!
Es ist inzwischen schon gute Tradition, dass wir beim Neujahrsempfang Persönlichkeiten ehren, die sich langjährig in besonderem Maße in einem Aufgabenfeld ehrenamtlich bewährt haben. So wollen wir es auch heute halten. Diesmal stehen Personen im Mittelpunkt, die sich für Geschichtsforschung und Denkmalschutz, Heimat- und Brauchtumspflege einsetzen. Ferner möchte ich frühere Ratsmitglieder für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement ehren. Doch unser Neujahrsempfang soll auch dazu dienen, dass wir alle aufs Neue miteinander ins Gespräch kommen und uns für 2012 auf weitere gute Zusammenarbeit verständigen.
Angesichts dieses Programms ist es sicher in Ihrem Sinne, wenn ich mich bei meiner Begrüßung kurz zu halten versuche. Doch es geziemt sich, Ihnen allen „Willkommen“ zu sagen und Ihnen für Ihr fortwährendes Engagement für Ahlen zu danken. In diesem Sinne begrüße ich mit herzlichem „Dankeschön“ für ihren politischen Einsatz die anwesenden Landtagsabgeordneten, unseren stellvertretenden Landrat Franz-Josef Buschkamp und die weiteren Ahlener Kreistagsabgeordneten.
Ich freue mich darüber, dass viele Mitglieder unseres Stadtrates meiner Einladung zu diesem Empfang gefolgt sind. Ich danke Ihnen ebenfalls sehr für die ehrenamtliche Arbeit, die Sie für unsere Stadt leisten. Es ist in aller Regel eine emsige, mühevolle, zeitaufwendige und manchmal ziemlich undankbare Arbeit in unzähligen Gremiensitzungen und Bürgergesprächen, in vielerlei Veranstaltungen und am häuslichen Schreibtisch. Dabei leisten wir unterm Strich eine durchaus erfolgreiche Arbeit.
Die Ahlener Kommunalpolitik ist bekanntermaßen von einer besonderen Note: geprägt von außergewöhnlicher Meinungsvielfalt, von zahlreichen Auseinandersetzungen und manchem Streit. So sieht es jedenfalls von außen aus. Deshalb möchte ich einmal ausdrücklich betonen, dass wir viele bedeutende Entscheidungen in großer Einmütigkeit treffen. So war es beispielsweise bei der ungemein erfolgreichen Entwicklung der früheren Zeche und bei vielen anderen Beschlüssen zur Stadtentwicklung, so ist es bei der grundlegenden Neugestaltung unserer Schullandschaft, und die jüngsten, sehr wichtigen Personalentscheidungen wurden sogar einstimmig getroffen – was manchen erstaunte.
Vielen Außenstehenden, auch professionellen Beobachtern ist gar nicht bewusst, dass die Ahlener Kommunalpolitik bei aller Streitlust durchaus auch über eine gute Gesprächskultur verfügt. Wir werden im Grunde doch alle von dem übereinstimmenden Bestreben geleitet, die bestmöglichen Entscheidungen und Entwicklungen für unsere Stadt herbeizuführen. Dafür und für viele gute Gespräche, Anregungen, konstruktive Kritik danke ich den Ratskolleginnen und Ratskollegen ausdrücklich! Daran schließe ich die Bitte an, dass wir unsere Zusammenarbeit für Ahlen möglichst sachlich, harmonisch und konsensorientiert fortsetzen.
Mein Willkommen gilt unseren Ehrenbürgern Herbert Faust und Horst Jaunich, mit erneutem herzlichem Dank für Ihr fortwährendes Interesse und Engagement. Trotz Ihres hohen Alters sind Sie sehr präsent und bringen sich häufig mit klugen Ratschlägen oder auch Ermahnungen in die Kommunalpolitik ein. Gerne überbringe ich den Gruß von Frau Renate Moszkowicz, der Gattin unseres am 11. Januar 2011 verstorbenen Ehrenbürgers Imo Moszkowicz. Sie versicherte mir kürzlich die unverbrüchliche Freundschaft ihrer Familie zu unserer Stadt.
Zwei Persönlichkeiten im Saale wurden letztes Jahr in den Kreis der Ahlener Bundesverdienstorden-Träger aufgenommen: Frau Luise Dettki wurde von der Ministerpräsidentin mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet; Herrn Hermann Vienhues heftete der Landrat das Verdienstkreuz am Bande ans Revers. Beide wurden für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Sport gewürdigt. Ich möchte Ihnen heute nochmals im Namen der Stadt Ahlen zu der verdienten Auszeichnung gratulieren und Ihnen für Ihr großartiges Engagement danken.
Nun war 2011 in sportlicher Hinsicht für Ahlen allerdings nicht das beste Jahr. Nach einem Jahrzehnt in der Bundesliga mussten wir den ehrenvollen Titel „Sporthauptstadt des Münsterlandes“ leider abgeben. Gleichwohl – bezogen auf andere Geschehnisse – können wir mit dem letzten Jahr weithin zufrieden sein.
Man erinnere sich nur an das großartige Ereignis unserer Bewerbung um die Landesgartenschau 2017! Eine fantastische Geschichte, selbst wenn sie letztlich nicht mit dem LaGa-Zuschlag belohnt und gekrönt wurde. Nachdem der Stadtrat – natürlich wiederum einstimmig – die Bewerbung beschlossen hatte, entstand eine wahre Volksbewegung, und es zeigte sich, was man bis dahin kaum glauben, allenfalls ahnen konnte:
Wir Ahlener sind unglaublich begeisterungsfähig, ideenreich, solidarisch, enthusiastisch. Wir stehen zueinander – über alle Unterschiede hinweg – und setzen uns stark für unsere Stadt ein. Tausende Bürgerinnen und Bürger brachte der Besuch der LaGa-Jury am 4. Mai auf die Beine, alle aktiv und euphorisch, voller Bewegung und Musik. Was an diesem Tag an Lebensfreude, Zusammenhalt, Tatkraft und vor allem auch Selbstbewusstsein bewiesen wurde, müssen wir uns unbedingt bewahren und immer wieder zum Ausdruck bringen.
Ein zweiter Aspekt von vielen, der mich zufrieden aufs letzte Jahr zurückblicken lässt, sind die wirtschaftliche Entwicklung Ahlens und die außerordentlich positiven Auswirkungen auf die Stadtkasse. Unsere Unternehmen haben – Dank der Klugheit und des Geschicks der dort Verantwortlichen – die Krise weitgehend unbeschadet durchstanden und machen einen guten Lauf. Wir können nur sehr froh darüber sein, dass wir hier über eine vielfältige, innovative, dynamische, übrigens enorm exportorientierte, größtenteils inhabergeführte Realwirtschaft verfügen.
Deren positive Entwicklung wirkt sich schon nachhaltig auf die Beschäftigung aus. Die Zahl der arbeitslosen Menschen sank hier von Januar bis November 2011 von 2.855 auf 2.409. Das sind immer noch viel zu viele, vor allem zu viele Langzeitarbeitslose; aber der Trend ist doch höchst erfreulich.
Und der Stadtsäckel profitiert erheblich von den guten Unternehmenserträgen. 2011 wird als das Jahr mit der Rekordeinnahme aus der Gewerbesteuer in die Geschichte eingehen: über 40 Millionen Euro! Das ist eine gewaltige Hausnummer. Ein traumhafter Ausstand für unseren Finanzexperten Klaus Muermans, der nach 25jähriger verantwortlicher und erfolgreicher Tätigkeit bald endgültig in den verdienten Ruhestand wechseln darf. Die Verbesserung unserer Finanzlage verpflichtet uns allerdings, kommunalpolitisch weiterhin unablässig sparsam und solide mit aller Kraft die Konsolidierung des städtischen Haushaltes anzustreben.
Herzlich heiße ich jene Gäste willkommen, die von außerhalb angereist sind, die in verschiedenen regionalen Institutionen die Zusammenarbeit mit uns pflegen und sich für Ahlener Belange stark machen. Aus der Region wie aus der Stadt begrüße ich die Repräsentanten vieler Einrichtungen und Vereinigungen, von Behörden und Verbänden, aus Wirtschaft und Kultur, Sport und Wohlfahrt, von Glaubensgemeinschaften, Migrantenorganisationen und Gewerkschaften.
In treuer nachbarschaftlicher Verbundenheit begrüße ich die stellvertretende Bürgermeisterin von Beckum, Frau Resi Gerwing. Als wertvolle Partner von Rat und Verwaltung heiße ich in Anerkennung ihres umtriebigen Wirkens den Beirat für behinderte Menschen und den Integrationsrat unserer Stadt willkommen
Aus der großen Schar unserer Gäste kann ich leider nur wenige namentlich hervorheben. So begrüße ich den neuen Pfarrer von „St. Ahlen“ (übrigens eine Bezeichnung, die ich sehr sympathisch finde), Herrn Pfarrer Dr. Ludger Kaulig. Ich wünsche Ihnen im Zusammenführen der größten Glaubensgemeinschaft unserer Stadt gutes Gelingen und überhaupt segensreiches Wirken!
Ich begrüße den neuen Chef-Wirtschaftsförderer von Ahlen, Herrn Jörg Stegemann, und spreche Ihnen für Ihren dynamischen Start als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mein Kompliment aus. Mögen Sie bei Ihrer für unsere Stadt überaus wichtigen Tätigkeit stets eine glückliche Hand beweisen! Ebenso heiße ich Frau Karin Rodeheger willkommen, die am 1. Februar als meine neue Stellvertreterin in der Verwaltungsleitung antritt und auch die Verantwortung als Kämmerin übernehmen wird. Sie beide, Frau Rodeheger und Herr Stegemann, wurden von den zuständigen Gremien einstimmig gewählt. Dies bedeutet für Sie einen starken Rückhalt in Ihren bedeutenden Positionen.
Bemerkenswert finde ich, dass unser Neujahrsempfang alle Jahre wieder ein beeindruckendes Stelldichein vieler Schulleiterinnen und Schulleiter aus Ahlen darstellt. In Ihrer Anwesenheit und Vielzahl verkörpern Sie, dass Ahlen ein regional starker Bildungsstandort ist. Ich werde nicht müde zu betonen: Die Förderung der Bildung, und zwar im ganzheitlichen Sinne von der U-3-Betreuung über die allgemeinbildenden Schulen, die Berufsorientierung bis zur lebenslangen Weiterbildung, zählt für die Ahlener Kommunalpolitik zu den allerwichtigsten Aufgaben. Auch darin sind wir uns unglaublich einig, darin investieren wir außergewöhnlich viel, und wir haben Ahlen in den letzten Jahren gemeinsam zu einer modellhaften Bildungshochburg entwickelt. Diese städtischen Anstrengungen werden von den Verantwortlichen in den Bildungsstätten aktiv unterstützt, dafür danke ich Ihnen. Ich versichere Ihnen, dass wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit weiterhin fortsetzen wollen.
Ahlen ist eine erfolgreiche Schulstadt! Dies beweisen nicht zuletzt die jüngeren und jüngsten Gäste dieses Neujahrsempfanges. Damit meine ich einerseits das musikalische Ensemble, das diese Festveranstaltung so gekonnt harmonisch umrahmt, eine Musikklasse des siebten Jahrgangs der Realschule unter der Leitung von Karin Wamba und Stephan Herder.
Zum anderen meine ich die Einser-Abiturienten des letzten Jahres, die ich zum wiederholten Male als Ehrengäste eingeladen habe. Fast dreißig junge Leute haben an den Gymnasien, den Berufskollegs oder der Gesamtschule ihren Abschluss mit einer Eins vor der Gesamtnote abgelegt. Manche von ihnen mussten sich wegen Studium, Berufsausbildung oder Auslandsaufenthalt entschuldigen. Den heute Anwesenden entbiete ich umso herzlicher mein Willkommen und meine Anerkennung für ihre schulischen Leistungen, verbunden mit der Bitte, dass Sie auch zukünftig Ihrem Heimat- und Schulort Ahlen treu bleiben.
Einen Gast begrüße ich mit gewisser Wehmut, nämlich den Chef unserer Westfalenkaserne und des dort stationierten Sanitätsregimentes 22 „Westfalen“, Herrn Oberfeldarzt Dr. Johannes Grohmann. Sie haben gerade im letzten Jahr eine außergewöhnliche Verbundenheit mit der Garnisonstadt Ahlen bewiesen, als Sie sich mit viel Geschick und Nachdruck so erfolgreich für den Erhalt der Westfalenkaserne einsetzten. Sie haben dafür gekämpft und gewonnen – und doch gehen Sie leider als Verlierer aus der Strukturreform der Bundeswehr hervor. Denn während unsere Kaserne auch Dank Ihres Einsatzes erhalten bleibt, wird Ihr Sanitätsregiment aufgelöst. Dies ist auch für die Stadt Ahlen sehr bedauerlich, denn wir haben uns mit Ihrem Regiment sehr angefreundet.
Ich danke Ihnen, Herr Oberfeldarzt Dr. Grohmann, für unsere gute Zusammenarbeit und besonders für Ihr Eintreten für unsere Kaserne, und ich hoffe auf viele weitere gute, freundschaftliche Kontakte bis zur Umsetzung der Strukturreform. Unsere Verbundenheit gilt vor allem jenen Soldaten, die sich in einem der weltweiten gefährlichen Friedenseinsätze Deutschlands befinden. Ihnen gelten unsere Solidarität und die besten Wünsche für reichlich Soldatenglück!
Abschließend möchte ich die beiden Regenten in der großen Gästeschar begrüßen, nämlich den Stadtschützenkönig Stefan Schlautmann und den Karnevalsprinzen Christian I. Weirowski. Mögen das derzeitige närrische Treiben und die bald folgenden Schützenfeste vielen Menschen in unserer Stadt ein harmonisches, heiteres Miteinander schenken!
Stichwort Schenken: Einige kleine gekrönte Häupter werden gleich noch zu uns stoßen, nämlich Heilige Drei Könige. Diese Sternsinger sammeln hier wie jedes Jahr für notleidende Kinder. Bitte machen Sie von den Sammelbüchsen reichlich Gebrauch!
Ich möchte jetzt nur nochmals „Danke“ sagen und meine damit alle, die sich in irgendeiner Weise für Ahlen und die Menschen hier einsetzen. Dieser Dank gilt besonders den vielen ehrenamtlich engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern, jedoch auch den professionell für unsere Stadt tätigen, nicht zuletzt meinen vielen kompetenten, fleißigen und erfolgreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Ich wünsche uns nun ein paar frohe Stunden des Miteinanders auf diesem Empfang sowie Ihnen wie allen, die sich der Stadt Ahlen verbunden fühlen, für das ganze Jahr 2012 Gesundheit und Wohlergehen, Gottes Segen und Glückauf!


