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4.01.10 08:29

Neujahrs-Grußwort von Bürgermeister Benedikt Ruhmöller

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Gäste der Stadt Ahlen! Am Jahreswechsel möchte man die Ereignisse und Entwicklungen der letzten zwölf Monate auf die Waagschale legen. Ich hoffe sehr, dass bei den meisten Ahlenerinnen und Ahlenern die angenehmen Erinnerungen überwiegen und Sie zufrieden auf das abgelaufene Jahr zurückblicken können. Es war ein in mancherlei Hinsicht schwieriges Jahr. Im privaten wie im städtischen Leben wechseln Höhen und Tiefen einander ab.

Welche Höhepunkte erlebte Ahlen 2009? Ich möchte nur an wenige außergewöhnliche Ereignisse aus Sicht der Stadt erinnern: Im März feierten wir das Doppeljubiläum „50 Jahre Westfalenkaserne – 50 Jahre Sanitätsregiment 22“ im Beisein des Bundesverteidigungsminister mit einem beeindruckenden Großen Zapfenstreich auf dem Marktplatz. Der Herbst stand im Zeichen des Films „Unter Bauern“, zu dem ich das ganze Star-Ensemble im CinemAhlen begrüßen durfte.

Wir erlebten 2009 die Errichtung eines neuen großen Unternehmens unter dem blauen Wasserturm an der Guissener Straße, den Erhalt und die Beleuchtung der beiden Fördertürme auf der ehemaligen Zeche sowie umfangreiche Baumaßnahmen am Städtischen Gymnasium und an unserer Realschule. Der neue Flächennutzungsplan, ein grundlegendes Instrument für die Entwicklung Ahlens in den nächsten zwanzig Jahren, ist weitgehend fertig gestellt und kann in Kürze endlich beschlossen werden.

Auch als ein Jahr wichtiger Wahlen wird 2009 in die Geschichte eingehen. Für mich war natürlich die Kommunalwahl am 30. August von besonderer Bedeutung. Über meine Wiederwahl freue ich mich sehr! Es bedeutet mir eine überaus große Ehre und Verpflichtung, weiterhin als Bürgermeister für Ahlen und für die hier lebenden Menschen tätig sein zu dürfen. Mein Dank gilt allen, die mich gewählt haben, und ebenso den vielen, die mich fortwährend bei meiner Arbeit unterstützen.

„Mich interessiert vor allem die Zukunft, denn das ist die Zeit, in der ich leben werde“, sagte Albert Schweitzer. Was wird die Zukunft, was das neue Jahr uns in Ahlen bringen? 2010 wird ein Jahr großer Herausforderungen. Wir müssen die höchst prekäre finanzielle Situation unserer Stadt und die Folgen der internationalen Wirtschaftskrise bewältigen. Wir müssen unseren Ahlener Beitrag zur „Bildungsrepublik Deutschland“ sowie zum globalen Klimaschutz leisten.

Ich habe schon in der Sitzung des Stadtrates am 17. Dezember betont: Aufgrund der finanziellen und wirtschaftlichen Probleme sind unsere städtischen Handlungsmöglichkeiten sehr gering geworden. Wir müssen sie jetzt weitgehend auf die Bildungsförderung und Schulpolitik konzentrieren. Dies bedeutet: Wir müssen die wenigen verfügbaren Mittel vor allem für das U3-Angebot in den Kindergärten, die Ausstattung von Realschule und Gymnasium für den Ganztagsbetrieb, die Sanierung und Verbesserung all’ unserer Schulen einsetzen. Denn nur dadurch sorgen wir dafür, dass auch unsere Kinder und Enkel eine gute Zukunft erleben werden.

Wir können in Ahlen auf einige gute Jahre zurückschauen. Darauf sollten wir aufbauen. Auch 2009 bescherte uns wirtschaftliche Erfolge, phantastische kulturelle sowie spannende sportliche Erlebnisse, glanzvolle Feste und wohltuende persönliche Begegnungen. Deshalb haben wir allen Grund zu Zuversicht und Gottvertrauen, auch wenn uns manche Sorgen bedrücken.

Zum Jahreswechsel danke ich besonders den vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich ehrenamtlich für unser Gemeinwesen einsetzen. In der sozialen Arbeit und den Rettungsdiensten, in der Kommunalpolitik, im Sport und der Kultur, in den Kirchengemeinden, Vereinen und Gewerkschaften herrscht ein großartiges ehrenamtliches Engagement. Ohne dieses Engagement würde unsere Gesellschaft sehr verarmen. Es stimmt mich sehr froh, dass sich in dieser Stadt inzwischen auch viele Menschen mit Migrationshintergrund ehrenamtlich für andere einsetzen.

Mit meinem Dank an alle, die sich ehrenamtlich betätigen, verbinde ich die Hoffnung, dass sich viele – jüngere wie ältere – zusätzlich zum Einsatz für den Mitmenschen und die Gesellschaft gewinnen lassen. Denn Ahlen ist deshalb so lebens- und liebenswert, weil sich so viele uneigennützig füreinander einsetzen.

Unsere Solidarität und unser Engagement sind jedoch nicht nur in der eigenen Stadt gefordert. Wir müssen dankbar dafür sein, dass wir hier in Sicherheit und Frieden leben, dass wir im Gegensatz zu den meisten Menschen auf der Erde Wohlstand genießen dürfen. Dieses Geschenk, das ist meine Bitte an Sie, sollte uns zu großzügiger Hilfe auch für die Not leidenden Mitmenschen in fernen Ländern veranlassen.

Herzlich wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ahlen sowie unseren Gästen einen freudvollen, hoffnungsfrohen Jahreswechsel und ein friedliches, gesundes, erfülltes Jahr 2010!

Ihr Bürgermeister
Benedikt Ruhmöller