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Der Netzwerker für das Klima: Frank Buntrock koordiniert den Klimaschutz für die Stadt
„Als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen kann, die Funktion eines Klimaschutzmanagers zu übernehmen, war ich erst einmal skeptisch“, erinnert sich Frank Buntrock. Seit der Jahreswende ist er Klimaschutzmanager der Stadt Ahlen. Der Begriff „Manager“ löse bei ihm wie bei vielen Deutschen den Reflex aus, dass es sich dabei um eine hoch bezahlte Person mit schlechtem Image handelt.
Nach kurzer Bedenkzeit aber entschloss sich der 46-jährige dann doch, die wichtige Aufgabe zu stemmen. „Die Themen Klimaschutz und Energieeinsparung liegen mir sehr am Herzen“, sagt der Bauingenieur, der auch privat klimabewusst lebt. „Meine Familie fährt nur ein Auto, und das hat Erdgasantrieb.“ Den täglichen Arbeitsweg sowie Fahrten zwischen den städtischen Dienststellen erledige er fast ausschließlich mit dem Fahrrad.
Seit September 2004 ist der gebürtige Thüringer bei den Ahlener Umweltbetrieben in verschiedenen Funktionen und Projekten tätig. Vier Jahre lang organisierte er den Bereich der städtischen Entsorgung. Ab 2008 folgten fachbereichsübergreifend Projekte wie die Sportplatzsanierungen am Lindensportplatz und am Sportpark Nord (Kunststofflaufbahnen und Kunstrasen), die Neuaufstellung von Müllabfuhr und Winterdienst sowie die Mitwirkung am Planfeststellungsverfahren für die Osttangente.
In seinem jetzigen Aufgabengebiet sieht er sich als Vermittler und Brückenbauer. Der vielleicht treffendere Begriff für seine neue Funktion sei die des „Klimaschutznetzwerkers“, so Buntrock. „Ich sehe mich hauptsächlich in der Pflicht, Fachabteilungen und Gesellschaften der Stadt Ahlen, interessierte und engagierte Bürger, bestehende und ansiedlungswillige Gewerbetreibende, Partnerkommunen, übergeordnete Gebietskörperschaften und Fachleute auf dem Gebiet erneuerbare Energien und Energieeffizienz zusammenzubringen“, beschreibt er seine Absichten.
Leitlinie wird für Frank Buntrock das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Ahlen sein, welches „mit Leben erfüllt werden“ müsse. Dazu wird die Stadt den Prozess des EEA (European Energie Award) fortführen und regelmäßig Kohlendioxid-Bilanzen erstellen, die ein wichtiges Steuerungsinstrument für Sanierungsmaßnahmen sind. Ein weiterer bedeutsamer Baustein ist die Förderung von erneuerbaren Energien im städtischen und privaten Bereich.
„Wir müssen uns noch sehr anstrengen, das Klimaschutzziel der Bundesregierung zu erreichen, bis 2020 die Treibhausgasemissionen um vierzig Prozent der Menge von 1990 zu senken“, ist Buntrock zuversichtlich, „dieses auch zu schaffen, wenn es alle ernsthaft wollen.“ Auch kleine Schritte in Richtung Klimaschutz schonten unsere Umwelt und nicht zuletzt den städtischen Haushalt.
Am kommenden Wochenende wird der Klimaschutzmanager auf der Umweltmesse am gemeinsamen Stand von Stadt Ahlen und Stadtwerken Ahlen zu finden sein. Die Visitenkarten hat er schon zurecht gelegt. „Die Messe auf der Zeche Westfalen bietet vielfältige Möglichkeiten, das Klimaschutznetzwerk noch enger zu knüpfen“, hofft Buntrock auf interessante Gespräche und neue Kontakte.


