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15.07.10 08:04

Integration vom ersten Tag an

Migration und Integration war das Thema der nun fünften Station der Ausbildungstour der Agentur für Arbeit Ahlen. Nun besuchten Bürgermeister Benedikt Ruhmöller und Joachim Fahnemann, Leiter der Ahlener Arbeitsagentur den Automobilzulieferer Winkelmann Powertrain Components um sich über Chancen und Anforderungen von Bewerbern mit Migrationshintergrund zu informieren.

Foto: Samat Maskar (2. v. r.), macht seine Ausbildung zum Industriemechaniker nach wie vor Spaß. Joachim Fahnemann (v. l.), Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Ahlen, und Bürgermeister Benedikt Ruhmöller besuchten den Azubi und seinen Ausbilder Joachim Kwikert (r.) im Rahmen der Ausbildungstour in der Lehrwerkstatt des Ahlener Automobilzulieferers Winkelmann Powertrain Components.

Samat Maskar (2. v. r.), macht seine Ausbildung zum Industriemechaniker nach wie vor Spaß. Joachim Fahnemann (v. l.), Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Ahlen, und Bürgermeister Benedikt Ruhmöller besuchten den Azubi und seinen Ausbilder Joachim Kwikert (r.) im Rahmen der Ausbildungstour in der Lehrwerkstatt des Ahlener Automobilzulieferers Winkelmann Powertrain Components.

Winkelmann Powertrain blickt auf eine über hundertjährige Firmengeschichte zurück und ist zu einem international agierenden Unternehmen gewachsen. Zurzeit beschäftigt die Firma 47 Auszubildende in den Berufen Industriekaufmann /-frau, Fachinformatiker für Systemintegration oder im gewerblich-technischen Bereich. Unter Ihnen fünf mit Migrationshintergrund. „Es bietet sich an, möglichst früh eine Bewerbung zu schicken, denn wir bekommen jedes Jahr hunderte Bewerbungsmappen“, erklärt Joachim Kwikert, Ausbildungsleiter bei Winkelmann. „Unsere Auszubildenden müssen motiviert sein, teamfähig und zielstrebig. Der kulturelle Hintergrund spielt bei der Auswahl der Bewerber keine Rolle! Unentschuldigte Fehlstunden können hingegen ein Grund sein, nicht zum Einstellungstest eingeladen zu werden“ erläutert Kwikert.

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller begrüßt das Engagement des Unternehmens. „Gerade in einer Stadt wie Ahlen, mit einem relativ hohen Ausländeranteil ist es wichtig, dass auch Jugendliche mit Migrationshintergrund eine faire Chance auf eine Ausbildungsstelle bekommen“, so Ruhmöller.

Im Agenturbezirk Ahlen ist in diesem Jahr jeder zehnte Ausbildungssuchende ausländischer Herkunft. 23,6 Prozent von Ihnen haben mindestens das Fachabitur, 41 Prozent einen Realschulabschluss und 33,6 Prozent haben die Hauptschule erfolgreich beendet. „Gerade in internationalen Firmen, können Jugendliche mit Migrationshintergrund Vorteile bei der Bewerbung haben, wenn sie zweisprachig aufgewachsen sind. Die Jugendlichen müssen nur wissen, was ihre Stärken sind und diese entsprechend anpreisen“, weiß der Agenturleiter.

Da es vielen jungen Leuten schwer fällt die eigenen Stärken und auch Schwächen richtig einzuschätzen, rät Fahnemann sich rechtzeitig bei der Arbeitsagentur zu melden und sich beraten zu lassen. „Unsere Berufsberater gehen im Gespräch auf die Interessen und Stärken der Jugendlichen ein und geben natürlich auch Tipps für die Bewerbung. Ziel ist hierbei immer, Bewerber und Ausbildungsbetrieb passgenau zusammen zu bringen“.


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