INTERMEZZO 2017: Farbe und Körper im Raum, Teil 2


INTERMEZZO 2017: Farbe und Körper im Raum, Teil 2-1

Michael Cleff: Impromptu Nr. 60, 2016, Steinzeug, Länge: 46 cm, Foto: Christian Schlüter

INTERMEZZO 2017: Farbe und Körper im Raum, Teil 2-2

Werner Pokorny: Haus/Welle 1, 2016, Khaja, z.T. schwarz gebrannt, 52 x 82 x 11 cm, WVZ 1060, Foto: Werner Pokorny © VG Bild-Kunst, Bonn 2017


Michael Cleff: An den Rändern und Werner Pokorny: Skulptur & Zeichnung

Haus und Behausung sind zentrale Themen im Werk von Michael Cleff und Werner Pokorny.

Im zweiten Teil des INTERMEZZO 2017: Farbe & Körper im Raum präsentieren wir vom 6.8.-1.10.2017 parallel zueinander die Ausstellungen Michael Cleff: An den Rändern und Werner Pokorny: Skulptur & Zeichnung.

Eine reduzierte Formensprache, die dem Material seinen Eigenwert belässt, und teils monumentale Dimensionen zeichnen die Skulpturen von Werner Pokorny aus, ehemals Professor an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart. Vor allem das Haus als Urform und Metapher ist ein wesentliches Motiv innerhalb seines künstlerischen Schaffens.

Auch Michael Cleff versteht sich als Bildhauer, doch birgt sein Material Ton besondere Erfordernisse. System und Abweichung, weiße Glasur und farbige Akzentuierung sowie eine spielerische Konkretion sind die vornehmlichen Qualitäten seiner sensiblen Skulpturen, die häufig architektonische Anmutung besitzen.
In der Gegenüberstellung der Keramik von Michael Cleff im Altbau des Kunstmuseums und den Holz- und Stahlskulpturen von Werner Pokorny im Neubau stellen sich grundsätzliche Fragen nach unserem Dasein in einem architektonisch definierten Raum.

Werner Pokorny, geboren 1949 in Mosbach, hat von 1971-1976 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Hans Baschang, Horst Egon Kalinowski und Günther Neusel studiert. 1988 war er Gast der Villa Romana. Von 1998-2013 hatte Pokorny eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart inne. Seine Skulpturen sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen sowie im öffentlichen Raum im In- und Ausland vertreten.

Michael Cleff, geboren 1961 in Bochum, hat von 1990-1996 ein Bildhauerstudium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf bei Fritz Schwegler absolviert. Für sein keramisches Werk hat er wichtige Auszeichnungen im In- und Ausland erhalten und gilt als hervorragender Keramikkünstler in Deutschland; zahlreiche Arbeiten sind v.a. in deutschen, amerikanischen und japanischen Sammlungen vertreten. Cleff unterhält ein Atelier in Mülheim/Ruhr.

Das INTERMEZZO präsentiert seit 2013 in den Sommermonaten nach- und nebeneinander Einzelausstellungen zeitgenössischer künstlerischer Positionen unter einer übergeordneten Thematik, in diesem Jahr Farbe & Körper im Raum. Die parallel im Alt- und Neubau gezeigten Ausstellungen von Michael Cleff und Werner Pokorny folgen vom 6. August bis 1. Oktober 2017 auf den ersten Teil des INTERMEZZO 2017 mit Christoph Dahlhausen und Peter Stohrer (21.5.-16.7.), deren Werke sich durch den Umgang mit Farbe und Licht als Material im Raum unterschieden. Im Gegensatz dazu ist der Blick in Teil 2 auf die Relationen von skulpturalen Körpern im Raum fokussiert.