"Luna Papa"


Nazanins Weltenkino

Schauspieler Moritz Bleibtreu und ein lustig-tragischer Roadmovie aus Tadschikistan. Wer solch eine ungewöhnliche Kombination spannend findet, sollte sich „Luna Papa“ auf keinen Fall entgehen lassen.

Mit dem Film aus Tadschikistan startet “Nazanins Weltenkino” am Freitag, 16. Februar, ab 19.00 Uhr im Saal der Schuhfabrik in das neue Jahr.

Die 17-jährige Mamlakat ist auf der Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Babys. Mamlakat lebt mit ihrem geistig behinderten Bruder, welcher von Bleibtreu verkörpert wird und verwitweten Vater, in einem kleinen Dorf und träumt von einer Schauspielkarriere. Als eine reisende Theatergruppe die Nachbarstadt besucht, trifft Mamlakat dort auf einen Fremden der sie schwängert und die beiden gehen auseinander, ohne dass sie die wahre Identität des Fremden kennt. Um ihre Ehre zu retten, starten Tochter, Vater und Bruder auf eine lebhafte Verfolgungsjagt um den Fremden „Mondschein-Papa“ zur Ehe mit Mamlakat zu zwingen. Diese interessante und lebhafte Mischung aus Märchen und Satire, Komödie und Tragödie katapultiert den Zuschauer in eine surreal schöne Bilderwelt direkt in die Steppe, die sich zwischen China und Afghanistan schmiegt. Neben Bleibtreu dürfte auch die weibliche Hauptdarstellerin einem deutschen Publikum nicht unbekannt sein. Tschulpan Chamatowa spielte an der Seite von Daniel Brühl in „Goodbye Lenin“.

In Kooperation mit dem CinemAhlen präsentiert die Schuhfabrik mit „Nazanins Weltenkino“ den filmischen Reichtum aus Ländern, die hier selten mit Kino und Kunst verbunden werden, sondern die in den Medien meistens in Zusammenhang mit Entbehrung und Flucht auftauchen.

Alle Filme wurden von Nazanin Asgari ausgewählt und werden an den einzelnen Abenden von ihr vorgestellt. Zusätzlich gibt es zu Beginn eine kleine Einleitung zu dem jeweiligen Land. Die Filme werden alle in deutscher Sprache gezeigt und der Eintritt ist frei. Nazanin Asgari legt besonderen Wert auf das gemeinsame Kinoerlebnis und den anschließenden, interessierten Austausch miteinander, zu dem sie jeweils landeskundliche Kenner einlädt.

Das Projekt wird im Rahmen des Interkultur Projektes „Kulturelle Vielfalt - Gelebte Diversität“ vom Bundesministerium des Innern gefördert. Mehr Infos unter www.schuhfabrik-ahlen.de.