Hexenverfolgung im geistlichen Staat - Das Kurfürstentum Köln in der Frühen Neuzeit (16./17. Jahrhundert)


Vortrag von Dr. Peter Arnold Heuser

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Aufarbeitung der Hexenverfolgung ist am Donnerstag, 8. November, Dr. Peter Arnold Heuser vom Zentrum für Historische Friedensforschung der Universität Bonn im Barthelhof in Ahlen zu Gast.

In seinem Vortrag führt Dr. Heuser in Geschichte, Stand, Tendenzen und Perspektiven der Hexenprozessforschung in Mitteleuropa ein:
Die Hexenlehre des ausgehenden Mittelalters war die ideologische Basis für die große europäische Hexenverfolgung. Diese ist mithin kein Phänomen eines "finsteren" Mittelalters, sondern fand ihren Höhepunkt in der europäischen Frühneuzeit, in Mitteleuropa zwischen 1560 und 1650, also im Zeitalter der Religions- und Konfessionskonflikte, die im Gefolge der Reformation auftraten.

Dr. Heuser richtet seinen Blick speziell auf die Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit im Kurfürstentum Köln, dessen Territorium sich über Teile des Mittel- und Niederrheins (Rheinisches Erzstift), des heutigen Ruhrgebiets (kurkölnisches Vest Recklinghausen) und des Sauerlandes (kurkölnisches Herzogtum Westfalen) erstreckte. Regiert wurde der geistliche Staat von Erzbischöfen und Kurfürsten, die ab 1583 mehrheitlich zugleich auch Fürstbischöfe von Münster waren, und damit auch die Landesherren von Ahlen.

Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Barthelhof.

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