„Aktionsradius“ von Marita Bullmann


„Aktionsradius“ von Marita Bullmann-1

„Aktionsradius“ von Marita Bullmann (Foto: Florian Wagner)


Ausstellung in der Reihe „Was fehlt?“

Kultur ist seit 14 Wochen im Lockdown und findet, wenn überhaupt, zum großen Teil nur noch online statt. Das Bürgerzentrum Schuhfabrik in Ahlen hat einen Weg gefunden, Kultur auch in diesen Zeiten erfahrbar zu machen und eine künstlerische Auseinandersetzung damit zu ermöglichen.

Die Ausstellungsfläche des soziokulturellen Zentrums im Herzen der Stadt, ist von außen einsehbar und somit völlig sicher zu besuchen. Bereits drei Ausstellungen wurden unter der Überschrift „Was fehlt?“ präsentiert. Das Bürgerzentrum Schuhfabrik lädt zu dieser Fragestellung Künstlerinnen und Künstler ein, sich damit auseinanderzusetzen. 

Die nächste Ausstellung ist vom 18. bis zum 28. Februar im „Raum der Veränderungen“ von außen zu sehen. Eine unmittelbare Antwort auf die Frage „Was fehlt?“ gibt schon der Titel der vierten Ausstellung: „Aktionsradius“. 

Die Antwort kommt von der Künstlerin Marita Bullmann: „Meine Arbeiten sind Auseinandersetzungen mit alltäglichen Dingen: vertrauten Materialien, Handlungen, Räumen und Orten. Meine Arbeitsweise kann als zeitlich ephemerer, orts- und situationsspezifischer Prozess verstanden werden."

Marita Bullmann lebt und arbeitet als Künstlerin in Essen. Ihre Arbeiten wurden in ganz Europa, Nord- und Südamerika und Asien gezeigt. Sie ist Mitbegründerin des Performance und Aktionslabors PAErsche. Seit 2013 ist sie Organisatorin der Performance Kunst Plattform INTERVAL. „Ich suche eine direkte Begegnung zwischen Körper und Raum“, so Bullmann. In diese prozessorientierte Begegnung entführt Bullmann den Betrachter mit einer Rauminstallation und einer körperlichen Intervention. 

Die Historie dieses kleinen ca. 10 qm Raumes erzählt vom Öffnen und Schließen von Räumen in dieser Zeit. Ursprünglich als Kickerraum genutzt, war der Raum mit dem Beginn von Corona ein unbelebter Raum. Jetzt eröffnet er sich als Ausstellungsraum, der das Potenzial in sich trägt, die künstlerischen Positionen, egal welche Maßnahmen gerade gelten, immer in die Öffentlichkeit wirken zu lassen. Er liegt direkt neben der Kneipe/Gastronomie und ist von dort aus zugänglich. Er hat zwei große Fenster, die direkt nach außen in den öffentlichen Raum wirken. Mit dieser niedrigen Schwelle zum Alltäglichen eröffnet die Schuhfabrik diesen „Raum der Veränderungen“ immer analog und digital. 

„Was fehlt?“ ist ein Projektbaustein 2020 im Rahmen der Konzeptförderung der Schuhfabrik Ahlen „Willkommen im echten Leben – Digitalisierung und analoge Räume“ und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

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