Zum Hauptinhalt springen

Ab Mittwoch: Land hebt Lockdown für den Kreis Warendorf auf

Die Landesregierung hebt den Lockdown und die Beschränkungen des öffentlichen Lebens für den Kreis Warendorf mit Ablauf Dienstag, 30. Juni, um Mitternacht auf. Das hat die Landesregierung am Nachmittag verkündet. Seit letztem Mittwoch galten für den Kreis Warendorf verschärfte Sicherheitsvorschriften, um die Bevölkerung vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu schützen.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger nennt die Aufhebung des Lockdowns auch für Ahlen „die einzig richtige Entscheidung, nachdem sich gezeigt hat, dass das Virus nicht in die Bevölkerung übergesprungen ist.“ Die letzte Woche sei für die Menschen in Ahlen erheblich belastend gewesen. „Das betrifft sowohl die Beschränkungen am Ort als auch die nicht hinnehmbaren Diskriminierungen, die von außen kamen.“

In einer Telefonkonferenz am frühen Montagnachmittag mit Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann haben Bürgermeister und Landräte aus den betroffenen Kreisen Warendorf und Gütersloh „mit kritischen Worten nicht gespart“, so Berger. Die Vertreter des Landes hätten sich „einiges anhören dürfen.“ Wenn auch der Vollzug des Lockdowns nicht ohne Kritik hätte bleiben können, stehen Land und Kommunen in der gemeinsamen Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung dennoch Seite an Seite.

Dass das Land die regional angeordneten Schutzvorschriften für den Kreis Warendorf lockern konnte, sei laut Berger nur möglich gewesen, weil sich viele Menschen haben testen lassen. Nur so sei ein objektives Bild vom tatsächlichen Infektionsgeschehen zu gewinnen gewesen. „Es war goldrichtig, auch in Ahlen eine Teststation einzurichten“, sieht sich der Bürgermeister in seiner Haltung bestätigt und dankt nochmals den freiwilligen Helferinnen und Helfern des DRK für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Die Teststation im DRK-Heim am Henry-Dunant-Weg wird noch bis zum Wochenende in Betrieb bleiben. Berger hofft, dass sich die Nachricht vom Ende der Sondervorschriften für den Kreis Warendorf schnell verbreitet. „Vor allem für die Urlaubsreisenden ist es wichtig, jetzt nicht ständig am Ferienort darauf angesprochen zu werden.“ Für den Kreis Gütersloh werden die bestehenden Regelungen und Beschränkungen um eine Woche bis zum 7. Juli verlängert. Um Solidarität bittet Berger für die Menschen im Nachbarkreis: „Hoffentlich ist auch für sie der Spuk so schnell wie möglich vorbei.“

Ab Mittwoch, 1. Juli, gilt im Kreis Warendorf wieder:

-      Kitas kehren zurück in den eingeschränkten Regelbetrieb,

-      die Ferienbetreuung des Jugendamtes kann im geplanten Rahmen stattfinden,

-      Kontaktsport im Freien ist erlaubt, Bolzplätze sind freigegeben,

-      Sporthallen sind nicht mehr geschlossen,

-      Fitnessstudios dürfen öffnen,

-      private Feiern und Feste mit geselligem Charakter wie Hochzeits-, Kommunion- oder Abschlussfeiern dürfen mit bis zu 50 Personen stattfinden.

Ebenso ist wieder die Bewirtung an Theken in Gaststätten erlaubt und auch in Restaurants darf man wieder mit mehr als nur einer haushaltsfremden Begleitperson gehen. Bürgermeister Berger appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, Abstands- und Hygieneregeln weiterhin diszipliniert zu befolgen. Diese würden aus gutem Grund und auf unabsehbare Zeit zum Alltag der Menschen gehören.

Foto: Pressekonferenz in Düsseldorf: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (Mitte) gemeinsam mit den Landräten der Kreise Gütersloh (rechts) und Warendorf (Foto: Land NRW)

Pressekonferenz in Düsseldorf: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (Mitte) gemeinsam mit den Landräten der Kreise Gütersloh (rechts) und Warendorf (Foto: Land NRW)