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Auf Schutzstreifen sicher durch Einbahnstraßen

Gewöhnen müssen sich Radfahrer und Autofahrer ab sofort auf fünf innerstädtischen Einbahnstraßen an die neuen Regelungen zum Radverkehr. Am Mittwoch haben die Umweltbetriebe begonnen, Markierungen auf die Straßen zu bringen, die das gegenläufige Befahren durch Radfahrer anzeigen.

Bis Donnerstagabend sollen die Markierungen auf Wallstraße, Nordenmauer, Ostenmauer, Moltkestraße und Holzweg „stehen“. Ergänzt werden die Markierungen durch entsprechende Beschilderungen, die Autofahrer auf entgegenkommenden Radverkehr aufmerksam machen.

Die Freigabe der Einbahnstraßen für Radfahrer ist ein zentraler Bestandteil des Radverkehrskonzeptes „PedAhlen“, das die Innenstadt attraktiver machen will für den Zweiradverkehr. Im inneren Stadtkern hat die Stadt Ahlen in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht mit dem Befahren der Einbahnstraßen in beide Richtungen. Mit dem jetzt erfolgten Schritt gilt in nahezu der kompletten Ahlener Innenstadt: Freie Fahrt für Fahrradfahrer in alle Richtungen. Die Stadt will damit einen Beitrag leisten, um Ahlen durchgängiger zu machen für Radfahrer.

Ein separater Schutzstreifen mit Piktogramm und Richtungspfeil schafft neben der Tempo-30-Beschilderung und dem Hinweis auf entgegenkommende Radfahrer den sicheren Rahmen. Sämtliche Markierungsarbeiten werden in sogenannter „Heißplastik“ ausgeführt, die bis zu vier Millionen „Überrollungen“ standhalten. „Wo die Reduzierung auf 30 noch nicht gilt, wird sie auf jeden Fall vor Freigabe für die Radfahrer noch angeordnet“, sagt Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Umweltbetriebe. Um die Umgewöhnung zu erleichtern, wird die Stadt Flyer verteilen, die für die neuen Verkehrsregeln werben. „Gemeinsam geht es besser“, lautet der Appell an die gegenseitige Rücksichtnahme.

Nach Ansicht von René Bushuven, Mitarbeiter der Ahlener Umweltbetriebe, werde der vorhandene Verkehrsraum mit der Öffnung der Einbahnstraßen nun wesentlich gerechter aufgeteilt. „Das wird sich schnell einspielen“, gibt sich Bushuven optimistisch. Wie bei allen Veränderungen brauche es etwas Zeit, bis sich Autofahrer und Radler auf die neue Situation eingestellt haben. Bei defensiver und respektvoller Fahrweise, die grundsätzlich sinnvoll sei im Straßenverkehr, würden auch zunächst noch skeptische Verkehrsteilnehmer schon in Kürze die Vorteile erkennen.  

Foto: René Bushuven macht es vor: Auf der Moltkestraße dürfen Radfahrer auf einem Schutzstreifen nun auch stadteinwärts fahren.

René Bushuven macht es vor: Auf der Moltkestraße dürfen Radfahrer auf einem Schutzstreifen nun auch stadteinwärts fahren.