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Baugebiet „Jahnwiese“ kurz vor der Vermarktung

„Ist doch eine schöne Wohnlage hier“, stellt Stadtbaurat Andreas Mentz beim Vor-Ort-Termin an der Jahnwiese fest und freut sich, dass das neue Baugebiet wahrscheinlich Mitte September in die Vermarktung gehen kann. Zehn Grundstücke werden dann zum Kauf angeboten.

„Dann ist das gesamte Gebiet altlastenfrei und die Bodenaustauscharbeiten abgeschlossen“, gibt der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe Bernd Döding das Ziel vor. Bei ersten Tiefbauarbeiten im vergangen Jahr waren erhebliche Altlasten im Erdreich unter dem ehemaligen Sportplatz gefunden worden. Da habe man damals alles reingepackt, was irgendwie zur Stabilisierung und zum Ausgleich von Höhenunterschieden der Sportanlage dienen konnte, erklärt Frank Feldmann von den Ahlener Umweltbetrieben. „Damit haben wir nicht gerechnet“, so Andreas Mentz. „Zwischen 40 und 110 cm beträgt die Dicke des belasteten Bodens, so dass am Ende über 10.000 m³ Erdreich abgetragen und ausgetauscht werden muss“, macht Frank Feldmann die Dimension der Arbeiten deutlich.

Nach umfassenden Untersuchungen und Aufstellung eines Sanierungskonzeptes geht es jetzt sichtbar weiter im Baugebiet „Jahnwiese“, wo nun der Bodenaustausch gestartet ist. Der belastete Boden wird in der Nähe der ehemaligen Zeche Westfalen zunächst zwischengelagert und soll für die geplante Osttangente unter geschlossener Oberfläche als Füllmaterial wieder eingebaut werden. „Dadurch entfällt die Entsorgung, und wir können die Kosten letztlich auf ein Drittel reduzieren“, zeigt sich Bernd Döding am Ende dieser nicht vorhersehbaren Maßnahme letztlich doch zufrieden. Da das neue Füllmaterial des Baugebietes aus der Renaturierung der Werse stammt, können die geleerten Lastwagen in Zechennähe gleich wieder neu beladen werden, so Frank Feldmann, Leerfahren würden so vermieden. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Bodenaustausch auf ca. 380.000 Euro.

„Ab Mitte September wird es dann zügig weitergehen“, stellt Andreas Mentz in Aussicht. Von den insgesamt zehn Baugrundstücken ist die eine Hälfte ausdrücklich für Familien vorgesehen, die andere für die Allgemeinheit. Bei größerer Nachfrage werden die Grundstücke dann per Los vergeben, so der Stadtbaurat, und ein wenig rechnet er auch damit, denn wie stellte er zu Beginn des Termins fest? - „Ist doch eine schöne Wohnlage hier.“

Foto: (v.l.) Stadtbaurat Andreas Mentz sowie Bernd Döding und Frank Feldmann von den Ahlener Umweltbetrieben auf der "Jahnwiese"

(v.l.) Stadtbaurat Andreas Mentz sowie Bernd Döding und Frank Feldmann von den Ahlener Umweltbetrieben auf der "Jahnwiese"


Foto: Das Abtragen des belasteten Erdreichs ist bereits zügig vorangeschritten.

Das Abtragen des belasteten Erdreichs ist bereits zügig vorangeschritten.


Foto: Mitte September sind die Bodenaustauscharbeiten abgeschlossen.

Mitte September sind die Bodenaustauscharbeiten abgeschlossen.