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Besuch des Bienenmuseums Duisburg - Auseinandersetzung mit der Historie der Imkerei

Im Bienenmuseum Duisburg machen sich die Schülerinnen und Schüler der Bienen-AG der Fritz-Winter-Gesamtschule ein Bild von historischen Imkergeräten und alten Betriebsweisen der Imkerei.

Das Bienenmuseum Duisburg ist eines der größten seiner Art und dennoch in einigen Bereichen nicht vergleichbar mit einem üblichen Museum. So hatte es extra nur für den Besuch der Bienen-AG der Fritz-Winter-Gesamtschule geöffnet. In den vergangenen Wochen hatten sich einige Schüler der AG mit der Geschichte der Imkerei beschäftigt. René Poloczek, Betreuer der AG, nahm dies zum Anlass, um mit den Schülerinnen und Schülern das Museum zu besuchen. „Die Auseinandersetzung mit den historischen Exponaten und das vor Ort von Experten vermittelte Wissen ist immer deutlich eindrucksvoller als das aus dem Internet zusammengetragene Wissen“, so Poloczek.

Da die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld schon einiges über die Entwicklung der Imkerei in Erfahrung gebracht hatten, konnten sie gezielte Fragen stellen. Unter anderem erfuhren sie von Josef Mrosek im Rahmen einer Führung, wie man vor über hundert Jahren an den Honig kam. So wurde noch bis vor etwa zweihundert Jahren die sogenannte Zeidlerei betrieben, wobei die Imker ihre Völker nicht am Haus stehen hatten, sondern zu ihnen in den Wald gingen. Dort mussten sie mit großem Aufwand in die Bäume steigen, um zu den Bienenvölkern zu gelangen. Erst seit etwa 130 Jahren werden Bienen in den heutigen Bienenkästen mit Holzrähmchen gehalten.

Während es heute üblich ist den Honig aus den Waben zu schleudern, gab es noch vor einigen Jahrzehnten das Verfahren die Waben übereinander zu legen und durch ein Tuch zu pressen. Josef Mrosek hatte auch zahlreiche Anekdoten und Geschichten zu alten Bienenkörben zu erzählen.

Der älteste Bienenkorb in dem Museum ist etwa zweihundert Jahre alt und besteht aus Weidenzweigen, Kuhmist und Lehm. In vielen Ländern wird heute noch in ähnlichen Behausungen geimkert. In Teilen von Afrika ist die Imkerei mit Bienenbehausungen aus gebranntem Ton üblich.

Die Honigernte konnte aufgrund gezielter Züchtung der Bienenköniginnen vor allem nach dem zweiten Weltkrieg deutlich gesteigert werden. Davor lag sie bei 5 bis 10 kg pro Volk und Jahr, während heute im Schnitt 35 kg möglich sind.

Foto: Zu Besuch im Bienenmuseum Duisburg war die Bienen-AG der Fritz-Winter-Gesamtschule mit Lehrer René Poloczek.

Zu Besuch im Bienenmuseum Duisburg war die Bienen-AG der Fritz-Winter-Gesamtschule mit Lehrer René Poloczek.