Zum Hauptinhalt springen

Eine Ahlenerin an der Spitze der Volkshochschule

Nadine Köttendorf tritt zum 1. Dezember in die Nachfolge von VHS-Leiter Rudolf Blauth ein. Blauth, der am 31. Januar 2019 seinen letzten Arbeitstag hat wird dann nach sechzehn Jahren in den wohlverdienten Ruhestand wechseln und den Staffelstab an die gebürtige Ahlenerin abgeben.

„Ich freue mich vor allem, dass wir mit Nadine Köttendorf eine waschechte Ahlenerin für diese anspruchsvolle Aufgabe gewinnen konnten“, sagte Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Aus mehr als dreißig Bewerbungen, die aus dem gesamten Bundesgebiet eingegangen seien,  habe die bislang für Bildung, Beratung und Migration beim DRK im Kreis Borken verantwortliche Diplom-Pädagogin „herausgestochen und auf voller Länge überzeugt.“ Positive Akzente erwartet sich Berger auch von der Besetzung der Leitungsposition mit einer Frau. „Das eröffnet sicherlich ganz neue Blickwinkel, von der die Volkshochschule, aber auch die Stadt profitieren wird.“ Zu ihrer neuen Aufgabe gratulierte Berger Nadine Köttendorf,  der er „viel Kraft und Erfolg sowie eine glückliche Hand bei allen Entscheidungen“ wünschte.  

Die 41-Jährige versteht ihre berufliche Rückkehr nach Ahlen auch als Bekenntnis zur Heimatstadt. „Es macht einfach Freude, die Gesellschaft dort mitzugestalten, wo man lebt.“ An der Volkshochschule ist Nadine Köttendorf kein gänzlich neues Gesicht. Zur Jahrtausendwende absolvierte die Mutter von zwei Kindern ein studienbegleitendes Praktikum in der Weiterbildungseinrichtung, bevor es sie beruflich in das Westmünsterland und nach Aachen verschlug. Die Fülle an unterschiedlichen Kursen, Projekten und Maßnahmen, die die VHS Ahlen durchführt, findet sie „ausgesprochen spannend und interessant“. Ob Qi Gong, politische Bildung, Excel- oder Gitarrenkurse: „Ich habe die ganze Bandbreite selbst schon organisiert und begleitet“, fürchtet sie sich nicht angesichts des umfangreichen Kurs- und Semesterprogramms.

Als besondere charakteristische Eigenart bezeichnet die künftige VHS-Leiterin „mein Gefühl für das Praktische und die Fähigkeit, Menschen zu-zuhören und so zu erfahren, was ihre Wünsche und Bedürfnisse sind“. Das Coaching mit unterschiedlichsten Menschen habe sie gelehrt, Ressourcen ganz unterschiedlicher Menschen zu entdecken. „Was sind die verborgenen Stärken, die eine Person ausmachen“, sei die Schlüsselfrage, um Menschen zu motivieren. In einer so bunten und vielfältigen Stadt wie Ahlen liege großes Potenzial, „um Dinge gesellschaftlich zu bewegen.“

In der Startphase, die sie noch gemeinsam mit Rudolf Blauth erleben wird, heißt es für Nadine Köttendorf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkshochschule an den drei Standorten in Ahlen, Sendenhorst und Drensteinfurt kennenzulernen. Mit den Beschäftigten gemeinsam wolle sie behutsam überlegen, „wo Bewährtes gestärkt und Neues entwickelt werden kann.“ Ihr gesellschaftliches Engagement will Köttendorf nicht nur auf die Tätigkeit als Leiterin der VHS beschränken. Schon geraume Zeit ist sie aktives Mitglied in der Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende im Kreis Warendorf. „Das ist wichtige Lobbyarbeit“, sagt sie und macht deutlich, was es ihr bedeutet, „die Gesellschaft dort mitzugestalten, wo man lebt.“  

Berufliche Tätigkeiten:

Seit 2016 Fachbereichsleiterin für den Bereich Bildung, Beratung und Migration, DRK gemeinnützige Gesellschaft für Sozialen Service und Bildung im Kreis Borken mbh

2008 – 2015   Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Arbeitswissenschaft (IAW) der RWTH Aachen

2001 – 2008   DRK gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Arbeit und Bildung im Kreis Borken mbH

Foto: Beglückwünscht hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger Nadine Köttendorf: Zum 1. Dezember tritt sie in die Nachfolge von VHS-Leiter Rudolf Blauth ein.

Beglückwünscht hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger Nadine Köttendorf: Zum 1. Dezember tritt sie in die Nachfolge von VHS-Leiter Rudolf Blauth ein.