Zum Hauptinhalt springen

Eingeschränkte Ferienbetreuung ruht auf drei Säulen

Auf digitale Mammutjagd begeben sich in den Sommerferien Ahlener Schulkinder mit der städtischen Ferienbetreuung. Zugleich gibt es an vier Standorten dezentrale Angebote für Kinder im Grundschulalter und auch die Jugendzentren öffnen wieder. Auf diesen drei Säulen ruht das Konzept, das in diesem Jahr bewusst nicht als Ferienspiel tituliert wird.

Aufgrund vieler Corona bedingter Einschränkungen bezeichnet es sich schlicht als Ferienbetreuung der Stadt Ahlen. Anmeldungen sind ab dem 2. Juni möglich. Bürgermeister Dr. Alexander Berger und das Orga-Team aus dem Jugendamt haben das Betreuungsangebot jetzt vorgestellt. Während der beiden ersten Ferienwochen (29. Juni bis 10. Juli) bietet die Stadt 120 betreute Plätze für Kinder der Eltern, die die Kriterien für die Inanspruchnahme schulischer Notbetreuungsangebote erfüllen.

„Mammutspiele und Mammutstadt waren während der Ferien immer Magnete für Hunderte von Kindern“, erinnert Berger an vergangene Bilder von quirligen „Mammutianern“, die den Sportpark Nord oder das Gelände des JuK-Hauses bevölkerten. Es bedrücke ihn sehr, dass in den kommenden Ferien alles eine Nummer kleiner ausfallen müsse, zumal die letzten Wochen schon von Verzicht und reduzierten Kontakten bestimmt waren. Räumliche und hygienische Bedingungen erlaubten in diesem Jahr leider nur ein abgespecktes Programm. „Dafür wird das Engagement der Betreuenden so groß sein wie immer“, verspricht das Stadtoberhaupt. 30 bis 40 werden es sein, die an Barbaraschule, Mammutschule, Martinschule und Don-Bosco-Schule die dezentral eingerichteten Betreuungsorte bespielen. Gruppenleiterin Anna Baumeister freut sich auf die Unterstützung durch ein eingespieltes Team: „Alles alte und liebe bekannte Gesichter aus den früheren Ferienspielen.“ Zur Seite stehen ihnen an jedem Standort zwei hauptamtliche bzw. Fachkräfte der Sozialen Arbeit. Das JuK-Haus ist im Betreuungskonzept vorgesehen als Koordinierungsstelle für Organisatorisches.

Jeweils 25 bis 30 Kinder können pro Schulstandort betreut werden, ihnen stehen ohne Einschränkung auch die Außenspielflächen der Schulen zur Verfügung. „Gegenseitige Besuche können wir aus hygienischen Gründen leider nicht ermöglichen“, bedauert Markus Beckmann vom Orga-Team. Zum Austausch unter den Betreuungsgruppen soll es aber dennoch kommen, nämlich auf digitalem Wege. „Wie das genau funktioniert, daran arbeiten wir zurzeit noch.“ Dass die Betreuung nicht den Standard früherer Ferienspiele haben kann, zeigt der Verzicht auf beliebte Programmpunkte: Nicht machbar sind in diesem Jahr Ausflüge in Zoos oder Ferienparks, auch die Abstecher ins Freibad fallen ins Wasser, genauso wie der Bring- und Abholdienst mit Bussen. Eltern müssen selbst dafür sorgen, dass ihre Kinder morgens den Schulstandort erreichen und am Nachmittag nach Hause kommen. Von 08:00 bis 16:00 Uhr reicht die tägliche Betreuungszeit. In der Betreuungsgebühr, die pro Kind 50 Euro für zwei Wochen beträgt, ist ein Lunchpaket am Mittag enthalten, das morgendliche Frühstück ist mitzubringen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, für nur eine Woche die Betreuung zu buchen (25 Euro).      

Jagd auf das Mammut
Digital können sich während der zweiwöchigen Ferienbetreuung auch die Kinder beteiligen, die nicht zum teilnahmeberechtigten Kreis der stationären Ferienbetreuung zählen. Der rote Faden ist eine spannende Geschichte um das Wahrzeichen von Ferienbetreuung und Ferienspiel: Das Mammut ist verschwunden und kann nur mit tatkräftiger Hilfe aller Ahlener Kinder wiedergefunden werden. Zu einer abenteuerlichen Suche kommt es so auf der städtischen Internetseite www.mammutstadt.de. „Kinder können sich auf der Seite in ein einem internen Bereich einloggen, um bestimmte digital gestellte Aufgaben zu erfüllen“, erklärt Anna Baumeister das Spielprinzip. Auf der Seite begegnen die Ferienkinder auch bekannten Elementen aus Ferienspielen. Markus Beckmann zählt auf: „Das sind die tägliche Begrüßung, das Warming Up mit Tobi und Miri, Abschlussaktionen zum Tagesende und noch einiges mehr.“ Betreut wird das im JuK-Haus produzierte und von dort ins Internet eingestellte Angebot von einem mehrköpfigen Team.

Jugendzentrum Ost und JuK-Haus
In die städtischen Jugendzentren kehrt nach der Corona-Zwangspause allmählich das Leben zurück. „Damit bekommen wir wieder persönlichen Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen, was sehr wichtig ist“, betont Fachbereichsleiterin Ulla Woltering. In der Zwischenzeit haben eine gut angenommene Telefonhotline und Internetaktionen dafür gesorgt, dass der Draht nicht abriss. Ab dem 2. Juni sollen die Einrichtungen wieder schrittweise und unter zwingend erforderlichen hygienischen Regeln von Dienstag bis Freitag zwischen 16 und 20 Uhr (JuK-Haus auch am Samstag) geöffnet werden. Eine generelle Beschilderung mit Abstandsregeln, Handwaschanleitungen, Desinfektionshinweisen, Ein-und Ausgängen und Verhaltensregeln wird in den Einrichtungen an relevanten Stellen ausgehängt. „Einfach in den Gebäude herumlaufen, wird nicht gehen“, schränkt Markus Beckmann die Hoffnung auf sofortige Rückkehr alter Zeiten ein wenig ein. Die Personenzahl ist eingeschränkt, so dass nur mit vorheriger Anmeldung per Telefon (JZ-Ost: 02382 60878, JuK-Haus: 02382 60146) Zutritt zu bestimmten Angeboten besteht. Die Jugendzentren wenden sich an Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, auch in den Ferien. Schrittweise folgen sollen die Jugendräume Dolberg und Vorhelm.

Anmeldungen
Die Anmeldung zur Ferienbetreuung erfolgt ausschließlich nach telefonischem Vorgespräch oder nach einer Mail an die Jugendförderung, in der die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme glaubhaft gemacht werden. Im Anschluss versendet die Stadt Anmeldebögen und Nachweisvordrucke. In einem persönlichen Gespräch kann auch geklärt werden, ob ein Kind mit nachgewiesenem Förderbedarf in der Ferienbetreuung aufgenommen werden kann. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Eltern weitere Informationen über den Ablauf der Ferienbetreuung.

Kontakt:
Fachbereich Jugend, Soziales und Integration der Stadt Ahlen
Veronika Bockelmann
T. 02382 59283
bockelmannv@stadt.ahlen.de
www.mammutstadt.de

Foto: Das Mammut findet nach intensiver Suche zurück ins Rathaus: Das Programm der eingeschränkten Ferienbetreuung haben vorgestellt (v.l.) Ulla Woltering, Markus Beckmann, Anna Baumeister und Dr. Alexander Berger.

Das Mammut findet nach intensiver Suche zurück ins Rathaus: Das Programm der eingeschränkten Ferienbetreuung haben vorgestellt (v.l.) Ulla Woltering, Markus Beckmann, Anna Baumeister und Dr. Alexander Berger.