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Einschränkungen bei allgemeinmedizinischer Notfalldienstpraxis endgültig vom Tisch

Es war ein gewichtiges Paket, das Bürgermeister Dr. Alexander Berger jetzt nach Dortmund gebracht hat. Mehr als 3000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die in Ahlener Arztpraxen gesammelt wurden, sowie eine einstimmige Resolution des Rates der Stadt Ahlen überreichte er am Sitz der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) deren Vorstandvorsitzenden Dr. Gerhard Nordmann.

Die Forderung war eindeutig: Die Menschen in Ahlen wünschen den unveränderten Erhalt der allgemeinmedizinischen Notfalldienstpraxis der niedergelassenen Ärzte im St.-Franziskus-Hospital. Auch an Wochenenden und in der Woche nach Praxisschluss wollen sie bei leichteren Beschwerden einen Arzt konsultieren können. Die gute Nachricht gab Dr. Nordmann dem Ahlener Bürgermeister in einem längeren Gespräch mit auf den Heimweg: „Es bleibt alles so wie es ist.“ Die vorübergehend für Verunsicherung sorgende Nachricht, montags, dienstags und donnerstags werde die Notfalldienstpraxis geschlossen, ist damit vom Tisch.

„Für uns als KVWL ist die Zufriedenheit und Versorgungssicherheit der Ahlener Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig“, bekräftigte Nordmann in der Unterredung, an der auch die Koordinatorin des städtischen Projekts „Vitale Stadt Ahlen“, Daniela Noack, teilnahm. Er bedauerte die Unruhe, die wegen der befürchteten Reduzierung der Sprechzeiten kurz vor Weihnachten in Ahlen entstand und zahlreiche Menschen besorgte. „Zu keiner Zeit waren Sprechzeiten bzw. der Bestand der Notfalldienstpraxis ernsthaft gefährdet“, sagte der KVWL-Vorsitzende und erklärte, dass offensichtlich Missverständnisse in der Kommunikation zwischen KVWL, St.-Franziskus-Hospital und Ahlener Ärzteschaft zu diesem Eindruck beigetragen hätten.

Bürgermeister Berger dankte dem KVWL-Chef für die unzweideutige Klarstellung, auf die viele Menschen gewartet haben. In zwei Schreiben hatte sich Ahlens Bürgermeister an die Kassenärztliche Vereinigung gewandt, um die befürchtete Verknappung der Sprechzeiten zu verhindern. Auch die Konferenz der Bürgermeister im Kreis Warendorf hatte sich für die Beibehaltung ausgesprochen. Berger lobte ausdrücklich das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie der Vertreter aus kommunaler Politik und des Landes, die sich für die medizinische Versorgung in Ahlen stark gemacht haben.

Foto: 3000 Unterschriften und eine Ratsresolution nahm die KVWL in Dortmund entgegen: (v.l.) Martin Neubürger (Geschäftsbereichsleiter Notfalldienst), Dr. Gerhard Nordmann, Dr. Alexander Berger, Daniela Noack

3000 Unterschriften und eine Ratsresolution nahm die KVWL in Dortmund entgegen: (v.l.) Martin Neubürger (Geschäftsbereichsleiter Notfalldienst), Dr. Gerhard Nordmann, Dr. Alexander Berger, Daniela Noack