Zum Hauptinhalt springen

Engagiert und meinungsstark – Zum Tode von Hans-Jürgen Vicariesmann

Als einen herausragenden Vertreter des Ehrenamts, „dessen Wort bei Bürgerinnen und Bürgern und in der Politik Gewicht hatte“, bezeichnet Bürgermeister Dr. Alexander Berger den früheren stellvertretenden Vorsitzenden des Beirats für Behinderte, Hans-Jürgen Vicariesmann. Am 15. Juli ist er im Alter von 73 Jahren verstorben. Mit Vicariesmann verliere laut Berger die Stadt Ahlen einen ebenso engagierten wie im besten Sinne streitfreudigen Experten für die Belange behinderter Menschen.

„Ich habe ihn sehr geschätzt, zum Beispiel als meinungsstarken Ratgeber in der Diskussion um den barrierefreien Umbau des Marktplatzes“, erinnert sich der Bürgermeister. In der Stadtgesellschaft habe der Verstorbene hohes Ansehen genossen. Bergers Mitgefühl gilt Ehefrau Wally Vicariesmann, die viele Jahre lang ihren auf den Rollstuhl angewiesenen Ehemann auch bei öffentlichen Terminen begleitet hatte.
   
„Die Stadt Ahlen hat einen versierten Fachmann und herzlichen Menschen verloren“, reagiert Friedel Passmann, Vorsitzender des Behindertenbeirats, auf die Nachricht vom Tode seines früheren Stellvertreters. „Wir waren enge Freunde“. Als Beiratsmitglied habe Vicariesmann unerschöpflich Ideen gehabt und das Gremium immer unterstützt. Hartnäckigkeit und Emotionalität seien herausstechende Charaktereigenschaften des Mannes gewesen, der seit 1987 dem Beirat angehörte und im letzten Jahr aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärte. Bis zu dessen Auflösung im Jahre 2016 war Hans-Jürgen Vicariesmann zudem Vorsitzender des Freundeskreises Behinderter und Nichtbehinderter.

Foto: Engagierte Diskussion um das neue Marktplatzpflaster: Hans-Jürgen Vicariesmann mit Ehefrau Wally, Stadtbaurat Andreas Mentz und Fritz Neumann (Blindenverein)

Engagierte Diskussion um das neue Marktplatzpflaster: Hans-Jürgen Vicariesmann mit Ehefrau Wally, Stadtbaurat Andreas Mentz und Fritz Neumann (Blindenverein)