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Familienzentrum bringt Schule und Eltern zusammen

Beeindruckt zeigte sich in der letzten Woche der Jugendhilfeausschuss der Stadt Ahlen von der Arbeit des Familienzentrums Mammutschule. Die laufenden Projekte und Konzepte finden auch andernorts Beachtung. Vertreter der „Wübben Stiftung“ kamen aus Düsseldorf und ließen sich die Organisation, Arbeit und Erfolge des ersten Familienzentrums an einer Grundschule in Ahlen erklären.

„Mit unserer Arbeit stehen wir für mehr Bildungsgerechtigkeit von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen. In diesem Zusammenhang setzen wir auf das Modell der Familienzentren an Grundschulen“, erklärte Geschäftsführer Dr. Markus Warnke die Aufgabe der Stiftung und zugleich den Anlass seines Besuches in Ahlen. Als Pionier erprobt seit nun rund drei Jahren die Stadt Gelsenkirchen das Konzept von Familienzentren an Grundschulen. Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit der Stiftung haben sich in der Ruhrgebietsstadt mittlerweile sechs Familienzentren an Grundschulen etabliert.

Aber auch weitere Kommunen haben sich mit dem Konzept befasst und sich ganz konkret auf den Weg gemacht – so wie Ahlen mit dem ersten städtischen Familienzentrum an der Mammutschule. In einem zweistündigen Gespräch erläuterten die Gastgeberinnen, Ursula Woltering (Fachbereichsleitung Jugend, Soziales und Integration), Marina Bänke (Koordination der Präventionskette), Elke Walter (Schulleitung) und Denise Runge (Koordination des Familienzentrums) die Ziele und die vielfältigen Aktivitäten des Familienzentrums. „Es geht darum, Schule und Eltern zusammenzubringen, im Sinne der Kinder“, brachte Denise Runge ihre Arbeit auf den Punkt. Von Gelsenkirchen könne in Ahlen viel gelernt werden. „Wir profitieren von deren Erfahrungen und tauschen uns mit ihnen aus“, so Ursula Woltering.

Bei der Gelegenheit sprachen die Gäste ihre Einladung zum NRW-weiten Austausch-Treffen aus. „Wir möchten für die Kommunen einen Raum ermöglichen, um Erkenntnisse und Erfahrungen zu reflektieren, konzeptionelle Ansätze und Beispiele guter Praxis zu diskutieren und Fragen miteinander zu teilen“, erläuterte Britta Engling, Projektreferentin der „Wübben Stiftung“. Die Gäste aus Düsseldorf bedankten für die Möglichkeit, die Arbeit des Familienzentrums persönlich kennenzulernen und waren von der Arbeit sichtlich beeindruckt.

Hintergrund:
Das Familienzentrum an der Mammutschule ist ein Ort der Begegnung, Bildung und Beratung  für Eltern und Familien. Das Modellprojekt ist ein Baustein der Ahlener Präventionskette und orientiert sich an deren Leitzielen:
- Gestaltung von Übergängen,
- Verstärkung der Elternarbeit,
- Ausbau der Vernetzung,
- Förderung der ganzheitlichen Bildung.
Seit Juni 2018 ist Denise Runge mit einer halben Stelle Koordinatorin des Familienzentrums. Dessen Leistungsspektrum umfasst: Hochwertige Betreuungsangebote für Familien, Treffpunktmöglichkeiten, Familienbildungs- und Beratungsangebote für Eltern mit Schwerpunkten wie Erziehungskompetenz, Haushaltskompetenz, Gesundheitsförderung und Bildung. Das Familienzentrum wirkt präventiv und beugt vielen Krisensituationen (u.a. Kindeswohlgefährdung) vor. Organisiert werden sowohl Einzelfallhilfe wie beispielsweise Hausbesuche und regelmäßige Sprechstunden als auch Gruppenangebote und gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, Basteln, Spielfeste, Elternfrühstück, Themenabende etc. Die Angebote sind niederschwellig, d.h. ohne formale Hürden und interkulturell.

Foto: (v.l.) Elke Walter (Schulleitung), Britta Engling (Projektreferentin der Wübben Stiftung), Denise Runge (Koordination des Familienzentrums), Marina Bänke (Koordination der Präventionskette), Ursula Woltering (Fachbereichsleitung Jugend, Soziales und Integration), Dr. Markus Warnke (Geschäftsführer der Wübben Stiftung)

(v.l.) Elke Walter (Schulleitung), Britta Engling (Projektreferentin der Wübben Stiftung), Denise Runge (Koordination des Familienzentrums), Marina Bänke (Koordination der Präventionskette), Ursula Woltering (Fachbereichsleitung Jugend, Soziales und Integration), Dr. Markus Warnke (Geschäftsführer der Wübben Stiftung)