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Für mehr Parkplätze und neue Kanäle: Schützenstraße wird saniert

Eine „relativ große Maßnahme“ sei es, die nach Worten von Robert Reminghorst zurzeit die Ahlener Umweltbetriebe an der Schützenstraße umsetzen. Auf 500 Meter Länge werden nicht nur die aus den 1960er-Jahren stammenden Kanäle erneuert, auch die Fahrbahnoberfläche bekommt eine neue Asphaltschicht.

Im südlichen Abzweig zum Zechenbahnradweg wird die Schützenstraße zudem erstmalig ausgebaut, unter anderem mit einem befestigten Gehweg entlang des Spielplatzes.

„Insgesamt ist bis jetzt alles ruhig verlaufen“, zieht Reminghorst nach der Hälfte der Bauarbeiten ein positives Zwischenfazit. Schon seit April laufen die Arbeiten, die im nördlichen Abschnitt zwischen Ostberg und Daimlerstraße begonnen haben. Im Laufe der nächsten Woche werde dort schon die Asphaltschicht gezogen. Mit Fertigstellung des Endausbaus im südlichen Abschnitt, der an der Daimlerstraße beginnt und bis zur Beckumer Straße reicht, rechnet die Stadt bis zum Jahresende, „wenn keine Komplikationen auftreten“, so Reminghorst vorsichtig.

Die Notwendigkeit der Sanierung zeigt Stadtbaurat Andreas Mentz auf. „Der Kanal war an einigen Stellen schon eingebrochen“. Zugleich habe die Frage angestanden, was man mit der Straße machen wolle. Immenser Parkdruck herrsche schon seit vielen Jahren auf der Schützenstraße. Der ist so groß, dass das mit den Bauarbeiten beauftragte Unternehmen Altefrohne sogar einen Ausweichparkplatz für die Monate eingerichtet hat, in denen sich die Bagger auf der Straße drehen. Klar sei gewesen, so Mentz, „dass die Umgestaltung nicht zulasten der Parkplätze gehen darf.“ Künftig werde im südlichen Abschnitt die Schrägaufstellung das gängige Modell für Anwohner, die ihre Autos parken müssen.

„Aus geübter Praxis wird damit organisierte Realität“, nimmt Mentz ironisch die Art und Weise aufs Korn, wie bislang Parkplatzprobleme findig gelöst worden sind. Ursprünglich war Parkraum nämlich von der Wohnungsbaugesellschaft, die die Siedlung errichtete, auf der Straße gar nicht vorgesehen. „Autos sollten auf den Grundstücken parken“, beschreibt Mentz die früheren Planungen, die dann aber doch nicht umgesetzt worden seien.

Statistik:

Das Auftragsvolumen beträgt 858.600 Euro. Dafür werden

  • ca. 500 Meter Steinzeugrohre DN 250 und 504 Meter Stahlbetonrohre DN 400 erneuert,
  • 19 Schachtbauwerke errichtet,
  • ca. 1750 m² mineralische Tragschicht erstellt,
  • ca. 2590 m² Asphalt aufgebrochen und verwertet,
  • ca. 2590 m² Asphalt erneuert,
  • ca. 225  m Bord und Randsteine neu gesetzt,
  • ca. 360 m² Pflasterfläche erstellt.
Foto: Erläutern vor dem „Baggerballett“ die Baumaßnahme an der Schützenstraße: v.l. Andreas Mentz, Robert Reminghorst, Dieter Sievers (Bauleiter Umweltbetriebe), Torsten Havers (Altefrohne Bau).

Erläutern vor dem „Baggerballett“ die Baumaßnahme an der Schützenstraße: v.l. Andreas Mentz, Robert Reminghorst, Dieter Sievers (Bauleiter Umweltbetriebe), Torsten Havers (Altefrohne Bau).


Foto: Offener Kanalbau