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Gemeinsam sieht man mehr: Kinder- und Jugendarztpraxis ist Partner der Prävention

Mit dem gemeinsamen Pilotprojekt „Soziale Prävention in Kinder- und Jugendarztpraxen“ haben der Caritasverband, die Stadt Ahlen, die Kinder- und Jugendstiftung des Rotary Club Ahlen sowie die Kinderarztpraxis Dres. Hüttermann/Licht ein niedrigschwelliges Beratungsangebot etabliert und soziale Zugangsbarrieren abgebaut. Seit Ende Mai bietet die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Caritasverbands alle 14 Tage feste Sprechzeiten in den Räumlichkeiten der Kinderarztpraxis an.

„Wir haben festgestellt, dass wir die ganz Kleinen, sprich Kinder vor dem Kita-Einstieg, bislang nicht gut erreicht haben. Die Kinderärzte dagegen sehen bei den U-Untersuchungen alle“, erklärt Melanie Buzug von der Beratungsstelle. Zuvor seien Eltern und Kinder trotz Information und Weiterleitung durch die Kinderärzte nicht bei der Caritas angekommen. „Dank der kurzen Wege jetzt glauben wir, eine Hemmschwelle genommen zu haben.“ Einer der beteiligten Ärzte, Dr. Roland Licht, bestätigt den Eindruck und lobt das begonnene Projekt: „Damit sind wir sehr einverstanden und bekommen bereits viele positive Rückmeldungen von den Familien.“ Die Gruppenleiterin für Kinder, Jugendliche und Familien sowie Koordinatorin der Präventionskette, Marina Bänke, macht deutlich, wo der Schwerpunkt liegt: „Es geht nicht nur um tatsächliche Probleme, die Prävention steht für uns im Vordergrund.“

Dem Zusammenspiel verschiedener Akteurinnen und Akteure ist es zu verdanken, dass das Projekt zustande kam, erläutert Daniela Noack aus der Gesundheitsförderung der Stadt Ahlen: „Die Kinder- und Jugendstiftung des Rotary Club Ahlen war an den Fachbereich Jugend, Soziales und Integration herangetreten mit der Frage, wie man bestmögliche Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche ermöglichen könne. Gleichzeitig haben wir von der Caritas gehört, dass sie sich Gedanken machen, wie man Familien noch besser erreichen könne. Von den Kinderärzten wissen wir, dass sie die ersten Ansprechpartner, gerade für Familien mit jungen Kindern sind.“

Mehr als überzeugt von dem neuen Konzept ist die Kinder- und Jugendstiftung des Rotary Club Ahlen: „Wir haben mit der Stadt über fünf verschiedene Projekte gesprochen. Dieses war sofort unser Lieblingsprojekt“, betont Vorstandsmitglied Dr. Peter Lucke. Die Kinder- und Jugendstiftung leistet finanzielle Unterstützung für den gestiegenen Personalaufwand bei der Caritas. Auch im Rahmen des Projekts „Vitale Stadt Ahlen“, das das Landeszentrum Gesundheit NRW fördert, wird die Maßnahme positiv bewertet: „Mit Blick auf gesundes Aufwachsen findet hier ganzheitliche Arbeit statt, die die Familien unterstützt“, so Daniela Noack.

Foto: Ziehen eine erfreuliche erste Bilanz des Pilotprojekts: (v.l.) Marina Bänke (Stadt Ahlen), Marie-Luise Bonkamp-Austermann (Beratungsstelle Caritas), Dr. Peter Lucke (Kinder- und Jugendstiftung), Dr. Roland Licht, Melanie Buzug (Beratungsstelle Caritas), Christian Becker (Kinder- und Jugendstiftung), Daniela Noack (Stadt Ahlen) und Olaf Rittmeier (Kinder- und Jugendstiftung)

Ziehen eine erfreuliche erste Bilanz des Pilotprojekts: (v.l.) Marina Bänke (Stadt Ahlen), Marie-Luise Bonkamp-Austermann (Beratungsstelle Caritas), Dr. Peter Lucke (Kinder- und Jugendstiftung), Dr. Roland Licht, Melanie Buzug (Beratungsstelle Caritas), Christian Becker (Kinder- und Jugendstiftung), Daniela Noack (Stadt Ahlen) und Olaf Rittmeier (Kinder- und Jugendstiftung)