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Grundschulkinder werden mit Schutzwesten besser gesehen

„Es macht einfach Spaß, die Sonne auf dem Sattel zu genießen“, sagt Ahlens Mobilitätsmanager Lukas Ossenbrink und wundert sich nicht, dass mit den ersten frühlingshaften Tagen in großer Zahl Radfahrende zurückgekehrt sind auf Straßen und Wege in und um Ahlen. Das Fahrrad sei nun einmal wichtigstes Verkehrsmittel im Freizeitbereich als auch auf Kurzstrecken innerorts.

Damit das Radfahren nicht nur Spaß macht, sondern Radler auch immer sicher an ihr Ziel kommen, ist gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr unverzichtbar. „Das gilt vor allem auch für Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Schule“, betont Ossenbrink. 

An Kinder aus den Klassen 3 und 4 hat er jetzt Sicherheitswarnwesten in fünf verschiedenen Farben verteilt. Jede Weste ist mit zwei Reflektionsstreifen versehen, um die Sichtbarkeit im Dunkeln zu erhöhen. Bereits im letzten Herbst nahmen die Grundschulkinder an einem Radparcours-Training teil, das an vier Ahlener Grundschulen Sicherheit beim täglichen Radfahren schulte. „Dabei ging es darum, das Fahrrad auch in schwierigen Situationen gut zu beherrschen“, so Ossenbrink. Bei Fahrten über Wippen oder durch Kegellabyrinthe merkten die Jungen und Mädchen, dass es nicht immer einfach ist, in der rechten Spur zu bleiben. Elke Walter, Leiterin der Mammutschule, findet das Fahrtraining absolut wichtig. „Manche unserer Kinder sind motorisch instabil. Solche Konzentrationsübungen auf dem Rad helfen enorm, das Gleichgewicht zu halten und damit sicher unterwegs zu sein.“ 

Klaudia Froede leitet die städtische Stabsstelle für Klimaschutz und Mobilität. Das Fahrrad sei für viele Kinder das am besten geeignete Verkehrsmittel, um morgens zur Schule zu kommen. „Das ist nicht nur gesünder, sondern auch ökologischer“, findet sie. Zahlreiche „Elterntaxis“ auf kurzen Wegen verstopften regelmäßig am Morgen die Straßen vor den Schulen. Schlimmer noch sei der Schaden für die Umwelt. „Dabei wird nämlich unnötig CO2 in die Atmosphäre geblasen, worauf ohne viel Aufwand verzichtet werden könnte.“

Hintergrund:
Teilgenommen am Radparcours-Training haben Mammutschule, Paul-Gerhard-Schule, Diesterwegschule und Lambertischule. Die Kinder der 3. und 4. Klassen lernten, mit dem Fahrrad auch anspruchsvolle Hindernisse zu überwinden.  Die Übungen stärkten ihr Sicherheitsempfinden auf dem Rad und bereiteten praktisch auf das alltägliche Radfahren im Straßenverkehr vor. Angeleitet wurden sie von Fachberatern. Lehrkräfte und Eltern gaben zunächst bei den schwierigsten Hindernissen Hilfestellung. Gefördert wurde die Aktion über das Landesprogramm „Förderung örtlicher Verkehrssicherheitsaktionen der Kommunen“. Die Warnwesten sind angeschafft worden mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Öffentlichkeit für die Nahmobilität“.

Foto: Mit neuen Schutzwesten sind jetzt unter anderem Schülerinnen und Schüler der Mammutschule auf dem Fahrrad unterwegs.

Mit neuen Schutzwesten sind jetzt unter anderem Schülerinnen und Schüler der Mammutschule auf dem Fahrrad unterwegs.


Foto: Praktische Übung: Überfahren eines Hindernisses beim Radparcours 2019 an der Martinschule.

Praktische Übung: Überfahren eines Hindernisses beim Radparcours 2019 an der Martinschule.