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Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel 2018/2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Zum Jahreswechsel blicken wir auf zwölf arbeitsintensive und erfolgreiche Monate zurück, die Ahlen auf dem beständigen Weg der Entwicklung ein gutes Stück nach vorne gebracht haben. Ich ertappe mich selbst immer wieder dabei: In der täglichen Routine, die bisweilen den Blick auf das Ganze vernebelt, führen schon kleine Störungen im erwarteten Ablauf zu übereilter Emotion.

Bei besonnener Rückschau jedoch ist alle Aufgeregtheit oftmals den Staub nicht wert, den sie unter lautem Getöse aufwirbelt. Ein wenig mehr entspannte Gelassenheit und Geduld sowie eine Portion optimistische und wohl begründete Zuversicht können wir bei allem Temperament ganz gut vertragen.

Es war mutig und richtig, dass wir die vielen innerstädtischen Straßenbaustellen, die uns in diesem Jahr begleiteten, auf einen Schlag abgearbeitet haben. Die Ergebnisse lassen sich mehr als sehen. Durch die Bank zufriedene Stimmen sind zu vernehmen, spreche ich mit Bürgerinnen und Bürger über die Begegnungszone auf der Weststraße oder den innovativen Kreisverkehr am Gebrüder-Kerkmann-Platz. Auch wächst mehr und mehr das Verständnis für unser ambitioniertes Radverkehrskonzept. Ich gebe gerne zu: Manches finde auch ich gewöhnungsbedürftig. Aber ich bin noch mehr davon überzeugt, dass auch in Ahlen nach einer Phase des Übergangs gelingt, was andernorts schon lange den Radverkehr belebt.

Die heißen und viel zu trockenen Sommermonate haben uns spüren lassen, wie sehr der Klimawandel schon heute Ahlen im Griff hat. Mich hat berührt, wie Menschen sich um das Wohl junger Bäume in der Nachbarschaft sorgten. Ohne Aufforderung griffen sie zu Gießkanne und Wasserschlauch, damit die anhaltende Dürre keine zu großen Schäden anrichten konnte. Das Beispiel zeigt uns, dass wir nicht nur aus Verantwortung für folgende Generationen den Kohlendioxidausstoß nachhaltig bremsen müssen. Das Umsatteln aufs Fahrrad und die Renaturierung kommunaler Flächen ist hierzu ein wichtiger Baustein, den wir auch 2019 weiter forcieren werden. Ich will nicht verschweigen, der „Super-Sommer“ hatte auch sein Gutes: Mehr als 70.000 Besucherinnen und Besucher fanden Abkühlung im Freibad. In Ahlen lässt sich eben gut die Freizeit verbringen, wir „können“ Sommer.

Endlich barrierefrei und insgesamt viel freundlicher geworden ist eine weitere frühere Baustelle: Der gut besuchte „Ahlener Advent“ gab schon einen Vorgeschmack davon, wie der Marktplatz mit Beginn der ersten wärmeren Tage zu dem Treffpunkt in der City wird. Besonders freue ich mich darauf, den Marktplatz im Sommer zu genießen. Mit Wasserspiel und Bänken verdient die „gute Stube“ endlich ihren Namen. Vom neuen Museumsplatz im Westen bis zum Einzelhandelszentrum „Kerkmann-Platz“ im Osten ist die Fußgängerzone nun gut vorbereitet, eine wahre Erlebniszone zu werden.

Gebaut worden ist aber nicht nur an Straßen und Gebäuden wie dem JuK-Haus, das in wenigen Tagen seine Pforten nach zweijähriger Bauzeit als Mehrgenerationenhaus für den Ahlener Süden wieder öffnet. Mit Fleiß und Disziplin haben Verwaltung und Stadtrat einen konsolidierten Haushalt auf die Beine gestellt, der uns echte Gestaltungsspielräume verschafft. Ahlen muss auch in Zukunft der Lieblingsort aller Menschen sein, die hier leben und arbeiten. Während woanders noch darüber diskutiert wird, haben wir schon die Digitalisierungsoffensive an unseren Schulen gestartet. Einzug erhält das digitale Zeitalter auch im Straßenverkehr mit dem Handyparken. In verschiedenen Bauprojekten entstehen bezahlbare und moderne Wohnungen in sämtlichen Teilen der Stadt. Wir werden auch unsere Linie fortsetzen, die Parks als wichtige Erholungsorte behutsam aufzufrischen. Am Stadtpark und im Sidney-Hinds-Park wird man das in 2019 sehen und erleben können.

Ja, die Zeichen stehen gut, um optimistisch und zuversichtlich ins neue Jahr zu gehen. Deswegen sollten wir auch allen Kleinmut überwinden und zupackend die Rathausfrage angehen, die – wieder einmal - die Diskussionen bestimmen wird. Nicht mehr lange wird es dauern, bis wir wissen, ob der Weg der Sanierung beschritten oder der eines Neubaus eingeschlagen wird. Mit Ihnen zusammen, liebe Ahlenerinnen und Ahlener, werde ich zügig und sorgfältig diese neue Baustelle angehen, denn Zeit ist nun wirklich schon mehr als genug verstrichen.

Allen, die sich im abgelaufenen Jahr für das menschliche Miteinander und den gesellschaftlichen Zusammenhalt eingebracht haben, möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen! Ob in Institutionen, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Glaubensgemeinschaften oder Nachbarschaften, sei es im Stadtgebiet, in Vorhelm oder in Dolberg: Der Einsatz für das Gemeinwesen genießt in unserer Stadt einen hohen Stellenwert und das über kulturelle Grenzen hinweg. Mit der „DJK Vorwärts“ und dem Heimatverein Ahlen feiern im kommenden Jahr gleich zwei bedeutende Vereine ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum. Darüber freue ich mich sehr, sind doch beide gute Beispiele dafür, mit welch stabiler Kontinuität ehrenamtliches Engagement zum Wohle unserer Stadt wirkt.

Von Herzen wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ahlen einen friedvollen Jahreswechsel sowie ein gesundes und hoffnungsfrohes Jahr 2019!

Ihr Bürgermeister
Dr. Alexander Berger

Foto: Bürgermeister Dr. Alexander Berger

Bürgermeister Dr. Alexander Berger