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Jugendliche denken Ahlen neu!

Jugendliche trinken seltener Alkohol und rauchen weniger als noch vor einigen Jahren - in diesem Punkt sei die Jugend laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation besser als ihr Ruf. Dafür bietet ihre Ernährung Anlass zur Sorge, ebenso der Einfluss des sozialen Status auf die Gesundheit. Genau um diese Themen ging es auch bei der 3. Jugendkonferenz „Ahlen neu denken!“, die im November 2018 im Ahlener Rathaus stattfand.

Zweimal im Jahr lädt die Stadtverwaltung alle interessierten Jugendlichen zum gemeinsamen Nachdenken, Wünschen, Spinnen, Diskutieren und Entwickeln ein. „Die Vorgehensweise ist immer gleich: Wir haben ein wichtiges Thema, das in der Stadtverwaltung bearbeitet werden muss und wünschen uns von der Runde gute Ideen, wie man es auch mit Vorteilen für Jugendliche tun sollte“, erklärt Marina Bänke die Verbindung  zu der Ahlener Präventionskette und dem Ziel, für notwendige Rahmenbedingungen zu sorgen, damit alle Kinder in Ahlen gut und gesund aufwachsen können.

Rund 40 Jugendliche von der Sekundar-, Fritz-Winter-Gesamt- und der Overbergschule sowie vom Städt. Gymnasium und dem Gymnasium St. Michael beteiligten sich diesmal und beschäftigten sich mit Fragen rund um das Thema Gesundheit: Wie können Jugendliche mit psychischem Stress umgehen und wo finden sie Hilfe, wenn die eigene Kraft nicht mehr ausreicht? Kann gesundes Essen auch lecker sein? Sind die Beratungsstellen für Sucht- und Drogenprävention bekannt? Welche Angebote und Anbieter für Sport, Fitness und Bewegung vor Ort kennen Jugendliche?

„Ziel war es, erste Erkenntnisse zur Bekanntheit von und zum Interesse an präventiven Gesundheitsangeboten zu sammeln und herauszufinden, was aus Sicht der jungen Menschen an präventiven Gesundheitsangeboten in der Stadt noch fehlt“, so Daniela Noack, Koordinatorin des dreijährigen Programms „Vitale Stadt Ahlen“, das durch das Landeszentrum Gesundheit NRW gefördert wird.

Freundlich, spritzig und kurzweilig führten die jungen Macher des Polit-Cafés Ahlen, Zainab Madmar und Vladyslav Baranyuk, durch die Veranstaltung. Einen inhaltlichen Einstieg in die Konferenz machte Buchautor und Langstreckenläufer Hermann Wenning mit seiner eigenen Lebensgeschichte. Sehr berührend und aufrüttelnd erzählte er von seiner Alkohol- und Drogenabhängigkeit sowie krimineller Vergangenheit und wie er durch seine Kindheitsleidenschaft, das Laufen, den Weg zurück in ein Leben ohne Drogen fand. Anschließend arbeiteten die Jugendlichen an vier thematischen Stationen mit Begleitung von Experten: Hermann Wetterkamp, Sucht- und Drogenberater, Christian Buchweitz, Ernährungsberater und Fitnesstrainer, Esther Galler, psychologische Beraterin und Kommunikationstrainerin sowie Lisa Kalendruschat aus dem Projekt „Demokratie leben“, die zudem leidenschaftlich Hand- und Fußball spielt. Dabei gab es zu allen Themen sehr viele Ideen und Anregungen. Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung, Daniela Noack, Marina Bänke und Annika Neumann, sicherten zu, die Vorschläge auf Finanzierbarkeit und Umsetzbarkeit zu prüfen. Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier

Auch die junge Redaktion „Mammutreport“ war wieder vor Ort. Der Bericht ist hier zu lesen:

http://www.mammutreport.de/jugendkonferenz-thema-gesundheit/

Foto: Christian Buchweitz

Foto: Esther Galler

Foto: Fitness und Sport

Foto: Hermann Wenning und Daniela Noack

Foto: Hermann Wenning

Foto: Hermann Wetterkamp