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Kompostierbare Plastiktüten im Biomüll: Gut gemeint, aber nicht erlaubt

Bioabfälle zu kompostieren ist der richtige Weg in jedem Haushalt. Problematisch wird es jedoch, wenn aus guter Absicht Küchenabfälle in kompostierbaren Plastiktüten verpackt werden. „Unsere Mitarbeiter finden davon immer mehr bei Biomüllkontrollen in den Tonnen“, sagt Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe.

Diese Tüten sind für die Biomüllabfuhr nicht zugelassen und gelten als sogenannte Störstoffe bei der Kompostierung. Gedacht sind sie für die Eigenkompostierung im Garten.

Angenommen werden die Ahlener Bioabfälle im Kompostwerk Ennigerloh. Dort beträgt bei der industriellen Kompostierung die Verweildauer der Bioabfälle von der Anlieferung bis zum fertigen Kompost nur vier bis sechs Wochen. Döding macht darauf aufmerksam, „dass diese kurze Zeit nicht ausreicht, die kompostierbaren Plastiktüten zu zersetzen.“ Außerdem lassen sie sich im verschmutzten Zustand, wenn sie aus dem Müllfahrzeug abgeladen werden, nicht mehr von sonstigen Plastiktüten unterscheiden.

Bernd Döding empfiehlt deshalb, die Tüten ausschließlich zur Vorsammlung in der Küche zu benutzten. „Deren Inhalt dann bitte in die Biotonne entleeren und die Tüte gesondert über den Restmüll entsorgen.“ Alternativ eignen sich Papiertüten oder Zeitungspapier ideal, um Bioabfälle in der Küche zu sammeln. Weitere Auskünfte erteilt Marianne Dams bei den Ahlener Umweltbetrieben unter Tel. 02382 985828 (damsm@stadt.ahlen.de).

Mehr zum Thema Biomüll auch hier: www.wirfuerbio.de

Foto: Nicht verrotten können kompostierbare Plastiktüten in industriell arbeitenden Kompostwerken. Dort stören sie die Abläufe und verteuern das Verfahren.

Nicht verrotten können kompostierbare Plastiktüten in industriell arbeitenden Kompostwerken. Dort stören sie die Abläufe und verteuern das Verfahren.