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Land NRW verbreitet PhänomexX-Idee

Die Botschaft, dass naturwissenschaftliches Lernen mehr ist als stupides Büffeln von Formeln und Gleichungen, verbreitet sich von Ahlen hinaus in die Regionen. Mit allen Sinnen lässt sich die Faszination der Technik im PhänomexX begreifen.

Eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen nutzt jetzt die im Schülerlabor auf der Ahlener Zeche Westfalen gewonnenen Erfahrungen, wie in Lernlandschaften spielerisch und experimentell Begeisterung für MINT-Fächer entfacht werden kann. Unter den Augen von Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller und Bürgermeister Dr. Alexander Berger haben der PhänomexX-Verein und die „matrix GmbH“ eine strategische Partnerschaft geschlossen.

Das Team von „matrix“ ist Landesgeschäftsstelle für die Landes-Initiative „Zukunft durch Innovation, ZDI“. Junge Menschen für MINT – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zu begeistern und so einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist Ziel der Landesregierung. Um dies zu erreichen, wurde im Jahr 2004 die Initiative „ZDI“ gegründet. Von Beginn an war „matrix“ Teil der Geschäftsstelle, die sowohl den Auf- und Ausbau von regionalen MINT-Netzwerken als auch die Kommunikationsarbeit und die Begleitung von Förderprogrammen übernimmt.

Bürgermeister Berger freut sich über die Wertschätzung und Anerkennung, die PhänomexX nun auch von Seiten des federführenden Wissenschaftsministeriums erfährt: „Allein in Ahlen haben schon mehr als 23.000 Schülerinnen und Schüler im PhänomexX-Schülerlabor getüftelt und mit Freude gelernt, dieser Erfahrungsschatz muss auch anderen Projekten zugutekommen.“ Der im Frühjahr 2016 gegründete Verein PhänomexX ist Träger der Schülerlabore an den Standorten Ahlen, Billerbeck, Bocholt, Emsdetten und Ibbenbüren. Ziel des Vereins ist die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der am Standort Ahlen erarbeiteten MINT-Konzeption. Für ihre Umsetzung an allen PhänomexX-Standorten setzt sich seit 2012 Regierungsvizepräsidentin Feller als Schirmherrin ein.

Angelegt ist die vereinbarte Kooperation von „matrix“ und PhänomexX auf fünf Jahre. „Dies wird zu einem landesweiten Ausrollen des PhänomexX-Konzeptes führen“, sieht Vorsitzender Reinhardt Böhm in der Zusammenarbeit mit dem neuen Partner großes Potenzial. Das ZDI verfüge über ein stabiles Netzwerk mit solider Partner- und Finanzstruktur in fast allen Kreisen und Städten in NRW. PhänomexX verspreche sich von der Kooperation eine konzeptionelle Weiterentwicklung, „die seine Strukturen festigt und die Bekanntheit in der Region steigert“, so Böhm.

Gestärkt geht aus der Kooperationsvereinbarung der Standort Ahlen hervor. „Um alle PhänomexX-Schülerlabore mit professionell hergestellten Forschermaterialien ausstatten zu können, wird auf dem Gelände der Zeche Westfalen eigens eine Werkstatt in Betrieb genommen“, kündigt Anna Weber an. Seit seinen Anfängen ist die Lehrerin mit dem Lernlabor verbunden und heute als dessen didaktische Leiterin für die Inhalte verantwortlich. Ein Schreiner und ein Elektromeister, die ebenfalls schon seit der Gründung im Jahre 2006 mit PhänomexX vertraut sind, werden hier mit großer Sachkunde die notwendigen Arbeiten verrichten.

Hintergrund:

PhänomexX-Schülerlabore sind außerschulische Lernorte, in denen Schülerinnen und Schüler von der dritten bis zur siebten Klasse in vorbereiteten Lernlandschaften vielfältige Experimente selbstständig durchführen können. Zur Dokumentation ihrer Ergebnisse nutzen sie das begleitende Forscherheft. Ihre Lehrkräfte bereiten sie nach einer Lehrerfortbildung auf den PhänomexX-Besuch vor und besprechen im nachfolgenden Unterricht die in den Forscherheften aufgeschriebenen Ergebnisse.

PhänomexX will Interesse und Begeisterung für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) vermitteln und so die Berufs- und Studienwahl in diesen Bereichen fördern. Ein Netzwerk von Kommunen, Unternehmen und Verbänden unterstützt PhänomexX e.V. in seiner Arbeit. 

Foto: hintere Reihe (v.l.): Anna Weber (didaktische Leiterin Phänomexx), Karl-Heinz Siehoff (Schreiner PhänomexX-Werkstatt), Roland Klein (Sparkasse Münsterland Ost), Berthold Hufnagel (Phänomexx Ibbenbüren), Stephan Krems (Bezirksregierung Münster), Cornelia Ebert (Beigeordnete der Stadt Ibbenbüren), Bernd Kemper (Geschäftsführer des Verbandes Münsterländischer Metallindustrieller/VMM), Sandra Schulz Kügler (Phänomexx Bocholt), Dr. Alexander Berger (Bürgermeister der Stadt Ahlen) sowie vordere Reihe (v.l.): Dorothee Feller (Regierungsvizepräsidentin), Anna Moros (matrix GmbH & Co.KG Düsseldorf), Reinhardt Böhm (Vors. PhänomexX e.V.)

hintere Reihe (v.l.): Anna Weber (didaktische Leiterin Phänomexx), Karl-Heinz Siehoff (Schreiner PhänomexX-Werkstatt), Roland Klein (Sparkasse Münsterland Ost), Berthold Hufnagel (Phänomexx Ibbenbüren), Stephan Krems (Bezirksregierung Münster), Cornelia Ebert (Beigeordnete der Stadt Ibbenbüren), Bernd Kemper (Geschäftsführer des Verbandes Münsterländischer Metallindustrieller/VMM), Sandra Schulz Kügler (Phänomexx Bocholt), Dr. Alexander Berger (Bürgermeister der Stadt Ahlen) sowie vordere Reihe (v.l.): Dorothee Feller (Regierungsvizepräsidentin), Anna Moros (matrix GmbH & Co.KG Düsseldorf), Reinhardt Böhm (Vors. PhänomexX e.V.)