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Lehrkräfte machen sich auf den digitalen Weg

Die Fritz-Winter-Gesamtschule macht sich auf den Weg zur digitalen Schule. Im kommenden Schuljahr geht’s im elften Jahrgang mit elternfinanzierten iPads los. Anlass genug für alle Lehrerinnen und Lehrer der Gesamtschule sich auf einem Fortbildungstag mit den Möglichkeiten digitaler Unterrichtsdurchführung oder Planung und Dokumentation zu beschäftigen.

„Wir wollen uns als Schule zukunftsorientiert aufstellen und die Schülerinnen und Schüler auf Studium und Beruf optimal vorbereiten“, begründet Schulleiter Alois Brinkkötter den digitalen Aufbruch an der Gesamtschule. Die Schulkonferenz der Schule hat dem Konzept der elternfinanzierten iPads in der kommenden Jahrgangsstufe 11 zugestimmt. Damit ist die Fritz-Winter-Gesamtschule die erste Ahlener Schule, die mit einem kompletten iPad-Jahrgang in der gymnasialen Oberstufe arbeiten und lernen wird. Und in den folgenden Jahren schließen sich die Jahrgänge 12 und 13 an, sodass in zwei Jahren die komplette Oberstufe eine iPad-Oberstufe ist.

In der Lehrerschaft herrscht eine große Bereitschaft für die Auseinandersetzung mit den neuen Formen der Unterrichtsvorbereitung und -durchführung. Bereits über 50 Lehrerinnen und Lehrer haben solch ein Tablet-Gerät angeschafft. Auch das notwendige Medienkonzept hat die Schule schon erstellt. Die Stadt Ahlen stellt einen Server, Apps und ein Funknetz zur Verfügung.

„Außerdem wünscht sich das Land NRW die Digitalisierung der Schule“, erklärt Brinkkötter. Es sei indes schade, dass zum Beispiel nicht geregelt sei, wie die digitalen Endgeräte der Lehrer finanziert würden. Andere Stimmen kritisieren zudem, dass mit dem Kauf eines I-Pads durch die Eltern das Prinzip der Lehrmittelfreiheit verletzt würde.

Ungeachtet dieser Diskussionen hatte die „Steuergruppe“ der Fritz-Winter-Gesamtschule um Claudia Buchartowski, Julia Himmel, Kathrin Kattler, Rainer Legant und Norbert Ostermann mit der Planungsgruppe „Unterrichtsentwicklung“ und der Medien-AG den Fortbildungstag organisiert. In verschiedenen, von Kolleginnen und Kollegen mit passender Expertise durchgeführten, Workshops ging es um Apps wie „Teachertool“ als Lehrerkalender-Ersatz, „Geogebra“ für den Matheunterricht oder weitere fachspezifische Anwendungen etwa für den Fremdsprachenunterricht. Im Workshop „Knöpfchenkunde“ kamen aber auch die Lehrkräfte zu ihrem Recht, die bislang wenig Erfahrung mit Tablet und Co. gesammelt hatten.

Das Fazit am Ende des Fortbildungstages fiel für die Didaktische Leiterin Claudia Buchartowski positiv aus: „Die Lehrerinnen und Lehrer wollen verstärkt digitale Medien im Unterricht einsetzen und auch mehr auf entsprechenden Plattformen mit den Kollegen zusammenarbeiten.“ Wie das ganz praktisch vor der Klasse oder im Lehrerzimmer funktionieren kann, das soll Schwerpunkt des nächsten Fortbildungstages an der Gesamtschule werden.

Foto: In zahlreichen Workshops setzten sich die Lehrerinnen und Lehrer der Fritz-Winter-Gesamtschule mit den Einsatzmöglichkeiten der iPads im Unterricht auseinander.

In zahlreichen Workshops setzten sich die Lehrerinnen und Lehrer der Fritz-Winter-Gesamtschule mit den Einsatzmöglichkeiten der iPads im Unterricht auseinander.