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Mal ruhig, mal betriebsam – Aktuelle Situation in Verwaltung, Schulen und Kitas

„Es klingelt fast ununterbrochen“, sagt Carsten Rheker, der am Dienstag die „Corona“-Hotline der Stadtverwaltung betreut. Um halb 12 sind schon fast genauso viele Anrufe wie am gesamten Montag bei ihm eingetrudelt. „Oft geht es vor allem darum, zuzuhören und an Fachstellen weiterzuvermitteln, vor allem, wenn es um medizinische Sachen geht“, erklärt Rheker.

Zudem würden sich viele Gaststättenbetreiber melden, die nach den erlaubten Öffnungszeiten fragen: „Wir können ihnen dann den aktuellen Stand sagen, weisen aber auch darauf hin, dass sich die Betreiber weiterhin regelmäßig über die Homepage der Stadt Ahlen informieren sollen, da es laufend neue Entwicklungen gibt.“ Weitere Fragen gibt es von Rückkehrern aus Risikogebieten wie Österreich oder Frankreich. Bei einigen Nachfragen muss Rheker allerdings schmunzeln: „Es gab auch einen Anruf einer Supermarkt-Kundin, weil dort im Laden jemand gehustet hätte. Oder es gab einen Anruf, weil die Person ein Kratzen im Hals verspüre, da können wir natürlich nicht weiterhelfen.“

Weitaus entspannter als an der Hotline ist die Situation derweil in den Schulen und Kitas. „Ich habe gestern gut die Hälfte der Kitas durchtelefoniert. Der Tenor war insgesamt, dass es nur ganz wenige Betreuungen gebe“, berichtet Andre Deppe, Gruppenleiter der Tagesbetreuungen für Kinder. Allerdings erwartet Deppe, dass es in den nächsten Tagen und Wochen durchaus noch schwieriger werden könnte: „Je länger es dauert, desto problematischer wird es wahrscheinlich. Irgendwann sind mögliche Überstunden oder Urlaubstage, die die Eltern jetzt nehmen, aufgebraucht.“ Dennoch appelliert er weiter eindringlich an die Kitas, die jeweiligen Nachweise der Elternteile, die in kritischen Infrastrukturbereichen arbeiten, genauestens zu überprüfen: „Einige Betriebe, beispielsweise auch aus dem Handwerksbereich, sollen wohl sehr großzügig solche Nachweise ausstellen“, so Deppe.

In den Schulen sei die Situation momentan „relativ ruhig“, skizziert Brigga Kazmierczak (Gruppenleiterin Schulverwaltung) die Lage. „Wir haben einzelne Fälle von Betreuungen, aber das klappt alles vernünftig und ist besser als befürchtet. Die Eltern zeigen viel Verständnis, auch wenn es natürlich eine gewisse Unsicherheit gibt.“ Ausdrücklich möchte Sie deshalb auch ein „großes Dankeschön“ an die Eltern und Schulen richten. Im Rathaus selbst ist die Stimmung durch die Schließung für den Publikumsverkehrs ebenfalls auffallend ruhig. Auch der Eingang im Untergeschoss (Druckerei), der derzeit als einziger Zugang zum Rathaus dient, ist wenig frequentiert. Zum Schutz von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Beschäftigten der Stadtverwaltung schränkt die Stadt Ahlen seit Dienstag die Erreichbarkeit ihrer Dienststellen ein. Publikumsverkehr ist nur noch nach telefonischer Voranmeldung möglich. Die Fachbereiche bleiben grundsätzlich weiter telefonisch oder per Email erreichbar.

Hintergrund:

Besuche städtischer Dienststellen können nur noch nach vorheriger Anmeldung erfolgen. Die Öffentlichkeit wird gebeten, Terminanfragen auf absolut notwendige und nicht zu verschiebende Angelegenheiten zu beschränken. Es wird um Verständnis gebeten, dass die Fachbereiche nur mit begrenzter Kapazität besetzt sind, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Der Zugang zum Rathaus erfolgt seit Dienstag ausschließlich über den Eingang im Untergeschoss (Druckerei). Personen, die mit ihrem Sachbearbeitenden einen Termin vereinbart haben, werden gebeten, sich dort anzumelden. Am Eingang werden auch gelbe Wertstoffsäcke abgegeben.

Verschlossen bleibt das Baudezernat (Technisches Rathaus) an der Südstraße. Besuchende, die mit ihrem Sachbearbeitenden einen Termin vereinbart haben, werden zum abgesprochenen Zeitpunkt am Haupteingang in Empfang genommen. Nach telefonischer Vereinbarung vergeben ebenso die Ahlener Umweltbetriebe und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Termine. Beide sind untergebracht im „gdz Office plus“ an der Beckumer Straße.

Das Standesamt führt ab sofort Trauungen ausschließlich noch im Heimatmuseum durch. Zusätzliche Gebühren entstehen dadurch nicht. Die Anzahl der Anwesenden ist auf zehn Personen einschließlich der vollziehenden Standesbeamtin beschränkt.

Wichtige Kontakte:

Für Terminvereinbarungen mit der Stadtverwaltung kann über die zentrale Telefonnummer 02382 59-0 angerufen werden, sofern die Durchwahlen nicht bekannt sind. Von dort erfolgt die Vermittlung in die jeweiligen Fachbereiche. Je nach Anliegen können die Kontaktdaten der zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch auf der Homepage der Stadt Ahlen im „Serviceportal“ aufgerufen werden.

Der Bürgerservice (Personalausweise, Ummeldungen etc.) kann für die Vereinbarung von Terminen unter der Telefonnummer 02382 59-401 erreicht werden.

Das Bürgertelefon hat seine Sprechzeiten ausgedehnt. Von Montag bis Freitag ist es zwischen 08.00 und 18.00 Uhr besetzt unter der Telefonnummer 02382 59-444.

Die Verbraucherzentrale im Rathaus hat die persönliche Beratung bis auf weiteres geschlossen. Zu den üblichen Öffnungszeiten bleibt sie telefonisch (02382 961313 01) und per Email (ahlen@verbraucherzentrale.nrw) erreichbar.

Foto: Wo sonst die Plätze im Wartebereich besetzt sind, herrscht Leere. Termine im Bürgerservice gibt es nur noch nach vorheriger Vereinbarung.

Wo sonst die Plätze im Wartebereich besetzt sind, herrscht Leere. Termine im Bürgerservice gibt es nur noch nach vorheriger Vereinbarung.