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Mit dem Kulturrucksack: Jugendliche erfahren Kunst in der Landeshauptstadt

In der ersten Ferienwoche machten sich 15 Jugendliche aus Ahlen, Sendenhorst und Drensteinfurt auf den Weg nach Düsseldorf, um dort das K21 zu besuchen. Bei strahlendem Sonnenschein führte sie dieser „Kulturrucksack-Ausflug“ dabei in die Kunstsammlung NRW. Organisiert hatte das Tagesprogramm das Kulturbüro der Stadt Ahlen.

Sven Henric Olde, ein junger freischaffender Künstler, begleitete den Ausflug und brachte den Kids die Kunst näher. Zu Beginn führte er die Gruppe durch das Museum und machte auf einige der dort präsentierten Künstler aufmerksam. Ein besonderes Spektakel war dabei die Installation „Social … Quasi Social … Solitary … Spiders … On Hybrid Cosmic Webs“ von Tomás Saraceno. In einem abgedunkelten Raum waren in zwei gläsernen würfelförmigen Gebilden Spinnennetze zu sehen, inklusive der Spinnen selbst. Das Besondere: bei den Gebilden handelte es sich lediglich um Rahmen, es waren jedoch keine Glasscheiben vorhanden. Da die Spinnen dort gefüttert werden und ihre Netze befeuchtet werden, bleiben sie aber in diesen Gebilden, wie Sven Olde erklärte. Mit einer Mischung aus Furcht und Faszination betrachteten die Kinder die Spinnen, waren aber auch froh, als sie den Raum wieder verlassen konnten.

Im Anschluss daran schickte Sven Olde die Kinder in Kleingruppen auf eine Rallye durch das Museum. Neben Fragen zu bereits gesehenen Kunstwerken führte die Rallye auch zu noch ungesehenen Werken, forderte die Kreativität heraus oder fragte einfach nur nach der Anzahl der Schließfächer. So lernten die Kinder nicht nur die ausgestellte Kunst, sondern auch das Haus selbst kennen.

Das Highlight am Ende des Besuchs im Museum war die Installation „inOrbit“ von Tomás Saraceno unter der Kuppel des Museums. Auf mehreren Netzen können die Besucher sich im Raum frei bewegen, entweder über einem Kubus mit dem Boden knapp unter sich oder in der freien Fläche über dem Foyer mit dem Boden mehrere Meter entfernt. Mit viel Freude bewegten sich die Kinder durch die Netze, kletterten in die höheren Ebenen oder lagen ruhig auf den Netzen und spürten die Bewegungen der anderen. Nach dem spannenden Besuch im Museum durften sich die Jugendlichen noch in Kleingruppen durch Düsseldorf bewegen, bevor es dann zurück in die Heimatstädte ging.

Foto: Das Staunen blieb nicht aus: Begegnungen mit Kultur machten in den Ferien bei einer Fahrt nach Düsseldorf Jugendliche aus Ahlen und Umgebung.

Das Staunen blieb nicht aus: Begegnungen mit Kultur machten in den Ferien bei einer Fahrt nach Düsseldorf Jugendliche aus Ahlen und Umgebung.


Foto: Interessierte Jugendliche aus Ahlen und Umgebung.