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Nezamuddins Behandlung im St. Franziskus-Hospital Ahlen ist abgeschlossen

Der sechseinhalbjährige Nezamuddin kommt aus Afghanistan. Er wohnt mit seinen Eltern und mehreren Geschwistern auf dem Land in einem kleinen Dorf. Seine Reise begann im August 2019 in Kabul Richtung Düsseldorf. Aus dem Flieger ging es für ihn direkt zur Behandlung in die Kinder- und- Jugendklinik am St. Franziskus-Hospital Ahlen.

Der Junge litt unter einer schweren Knocheneiterung am Unterschenkel. Wegen der schwierigen politischen Lage im Kriegsgebiet Afghanistan und den unzureichenden medizinischen Versorgungsmöglichkeiten konnte er in seiner Heimat nicht behandelt werden. Zur ersten Verständigung dolmetschte Chirurgin Hanifa Lalee. Sie konnte mit Parsi für Erstuntersuchungen die Sprachbarrieren überwinden. Mittlerweile spricht Nezamuddin schon Deutsch.

„Gerade am Anfang war die Trennung für den kleinen Jungen von der Familie sehr schwierig. Es war erst kaum möglich ihn zu pflegen oder gar zu behandeln, so dass wir ihn für kurze Zeit ins benachbarte Friedensdorf nach Oberhausen zurückgeschickt haben. Nach der kurzen Pause umgeben von anderen afghanischen Kindern, konnten wir dann mit der Behandlung beginnen!“ beschreibt Bereichsleiter Andreas Sentker die Herausforderungen.

„Nachdem durch Unterstützung der radiologischen Praxis Karl A. Balhorn mit Hilfe einer MRT Untersuchung die OP-Planung erfolgen konnte, folgten im November und Dezember Behandlungen der Knocheneiterung von Nezamuddin. Die Heilung ist nach erfolgreicher operativer und medikamentöser Infektbehandlung, vollständiger Wundheilung und fortschreitendem Wiederaufbau des Knochens abgeschlossen, eine dauerhafte Infektfreiheit in der Zukunft bleibt für Nezamuddin jetzt zu erhoffen“, fasst der operierende Unfallchirurg Dr. med. Hubertus Rustige die Behandlung zusammen.

Nezamudin konnte noch vor Weihnachten mobil auf seinen Krücken ins Friedensdorf entlassen werden. Im Februar wird er gesund in seine Heimat zurückkehren.

„Es ist so wichtig und großartig, dass wir so viele Unterstützer der Aktion Benjamin haben. Diese finanzielle Hilfe für Kinder wie Nezamuddin ermöglichen solche Behandlungserfolge.“, so Pater Hermann-Joseph Schwerbrock. Die Aktion Benjamin ermöglicht jedes Jahr ein bis drei Kindern die Behandlung im St. Franziskus-Hospital Ahlen. Jede Spende wird zu 100% für die Kinder eingesetzt. Das Team der Unfallchirurgie um Chefarzt Dr. Thomas Krohn und Pater Hermann-Joseph Schwerbrock halten stetig Kontakt zum Friedensdorf Oberhausen.

Der Dank der Aktion Benjamin geht an alle Menschen, die die Behandlung unterstützen wie: Spender, Unterstützer, Schwestern und Pfleger der Kinderklinik und alle anderen Mitarbeiter/innen des St. Franziskus Hospitals, die Nezamuddin betreut haben, die radiologische Praxis Balhorn für unentgeltliche Diagnostik, die Firma Künzelt Orthopädie-Technik, niedergelassene ärztliche und zahnärztliche Kollegen, die konsiliarisch helfen und viele andere.

Foto: (v.l.) Maria Theresia Müller, Meike Prinz und Nezamuddin und Andreas Sentker

(v.l.) Maria Theresia Müller, Meike Prinz und Nezamuddin und Andreas Sentker