Zum Hauptinhalt springen

Persönlichkeiten, die prägend waren – Stadt verabschiedet Ruheständler

Zwei über lange Jahre in der Stadtverwaltung beschäftigte Mitarbeiter hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger in den Ruhestand verabschiedet. „Beide waren in ihren Aufgabengebieten prägende Persönlichkeiten, deren Weggang man sich noch gar nicht richtig vorstellen kann“, so Berger in einer Feierstunde.

Mit Heino Hilbert verlasse ein Fachmann die Stadt Ahlen, der stets als „der Verkehrsexperte“ galt. Ob Verkehrsplanung, Anordnung von Verkehrsregelungen oder die Koordination des öffentlichen Personennahverkehrs: Kaum ein Thema der Mobilität sei ohne Hilbert gestaltet worden. „Er war wohl einer der Mitarbeiter, die am häufigsten in den Gremien des Rates Rede und Antwort stand“, dankte Berger Heino Hilbert für dessen Expertise und Hartnäckigkeit, mit der er sein Fachgebiet auch oft gegen Widerstände vertreten habe. Am Ende langer Diskussionen sei es dem Stadtamtsrat in der Regel immer gelungen, mit guten Argumenten durchzudringen und zu überzeugen.         

Ebenso mit der Kraft der Worte und einer gehörigen Portion Tatkraft und Ideenreichtum sei auch Hans Beckmann seinen Aufgaben nachgegangen, so Berger. Der Diplom-Sozialarbeiter stand 35 Jahre im Dienst der Stadt Ahlen, hatte seinen Renteneintritt wiederholt verschoben. „Einfach, weil ihm seine Aufgaben so viel Freude bereitet haben und wir auch auf seine Qualitäten nur ungern verzichten wollten.“ Schon in den 70er-Jahren gehörte Beckmann zu den Gründern eines Kinderhauses in Ahlen. Seinen Sachverstand und das Wissen um die sozialen Strukturen Ahlens brachte er auch ein als Geschäftsführer beim „Jugendarbeit Ahlen e.V.“ und als ehrenamtlicher Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Innosozial.      

Auf 25 Jahre im öffentlichen Dienst zurückblicken kann Birgit Ewerszumrode. Die staatlich geprüfte Erzieherin leitet im Familienzentrum Kita Ostwall das Projekt „Sprach-Kitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist.“ Bürgermeister Berger würdigte ihre Arbeit als erfolgreiches Beispiel dafür, „wie die Stadt Ahlen allen Kindern gleiche Startchancen ins Leben ermöglichen will.“ Erfolge auf dem späteren Bildungsweg hingen erheblich vom gelungenen frühkindlichen Spracherwerb ab, zu dem Ewerszumrode einen wichtigen Beitrag leiste.

„Sprache ist auch das wichtigste Handwerkzeug meines persönlichen Referenten Frank Merschhaus“, begann der Bürgermeister seine Laudatio auf den städtischen Pressesprecher, der seit einem Vierteljahrhundert im öffentlichen Dienst beschäftigt ist. Bevor der Städtische Verwaltungsrat vor acht Jahren in die Funktion als „Stadtsprecher“ wechselte, übte er nach dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Tätigkeiten in der Wirtschaftsförderung der Stadt Ahlen und im früheren Fachbereich für Recht, Sicherheit und Ordnung aus. Noch heute nützlich in seiner täglichen Arbeit seien für den Diplom-Verwaltungswirt die journalistischen Erfahrungen, die er vor der Zeit bei der Stadt Ahlen in verschiedenen Redaktionen gesammelt habe, so Berger.

Den Wünschen Bergers für einen entspannten Ruhestand und weitere erfolgreiche Jahre im Berufsleben schlossen sich Personalrats-Vize Klaus Marquardt und der stellvertretende Personalleiter Michael Köhler an.

Foto: Jubilarehrung und Verabschiedung in den Ruhestand bei der Stadtverwaltung: (v.l.) Heino Hilbert, Frank Merschhaus, Michael Köhler, Hans Beckmann, Birgit Ewerszumrode, Klaus Marquardt, Dr. Alexander Berger

Jubilarehrung und Verabschiedung in den Ruhestand bei der Stadtverwaltung: (v.l.) Heino Hilbert, Frank Merschhaus, Michael Köhler, Hans Beckmann, Birgit Ewerszumrode, Klaus Marquardt, Dr. Alexander Berger