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Pflegekonzept der Umweltbetriebe: Auf den Straßen soll es sauberer werden

Größere Kapazitäten haben ab dem kommenden Jahr die Ahlener Umweltbetriebe zur Verfügung, um Verkehrsanlagen im Stadtgebiet sauber zu halten. Mit dem neuen Wirtschaftsjahr nimmt ein eigens dafür zusammengestelltes Team die Arbeit auf, um Straßenrandbereiche oder Verkehrsinseln dauerhaft zu pflegen.

„Mit vier Leuten, einer Kehrmaschine und einem Pritschenwagen wird die Truppe unterwegs sein“, kündigt der Einsatzleiter für die Stadtreinigung, Matthias Krätzig, an. Nach dem Winterdienst gehe die Arbeit mit Einsetzen der Vegetationsperiode und unter Einsatz einer leistungsfähigen „Wildkrautbürste“ richtig los. Verstärkt werde das Team durch eine zusätzliche Saisonkraft.

„Wir wollen die Anlagen in einen vernünftigen Zustand bringen und auch halten“, ergänzt Umweltbetriebsleiter Bernd Döding. Seit anderthalb Jahren sei ein entsprechendes Konzept in einem dazu einberufenen Arbeitskreis beraten worden. Für Döding steht fest, dass bei der Stadtreinigung Zuständigkeiten keine Rolle spielen dürfen. Die meisten Verkehrsinseln im Stadtgebiet liegen nämlich in der Straßenbaulast des Landesbetriebes Straßen NRW. Dennoch wird die Stadt auch diese Flächen in das Pflegekonzept einbinden, „weil es schließlich unsere Stadt ist, die einen ordentlichen Eindruck machen soll“, so Döding. Über die Kostenregelung werde man sich mit dem Landesbetrieb einig werden.

Nicht zu unterschätzen ist die Gefahr, der sich Straßenwärter bei Arbeiten im Verkehrsraum aussetzen. Bernd Döding erinnert an Kolleginnen und Kollegen, die jedes Jahr in Deutschland bei vergleichbaren Arbeiten zu Schaden kommen. Für den Betriebsleiter steht die Verkehrssicherheit an erster Stelle. In den letzten 25 Jahren sind allein in Nordrhein-Westfalen 19 Straßenwärter im Dienst ums Leben gekommen. Mal eben mit der Schüppe auf die Verkehrsinsel gehen und sauber machen, wie es sich manche vorstellten, sei für Döding strikt ausgeschlossen. „Das erfordert die Sperrung der Straße für die Dauer der Reinigung.“ Einen halben Meter neben einem durchrauschenden 40-Tonner-Lkw Unkraut zu zupfen, sei verantwortungslos. Das Konzept sehe deswegen auch sehr frühe bzw. sehr späte Reinigungszeiten vor.

Aufmerksamkeit auf das Thema hat aktuell eine Aktion des Vereins „Ahlener Stadtbildmacher“ gelenkt. Mit Aufstellern, die vor Rutschgefahr auf Laub und Unkraut warnen, erinnern sie Eigentümer an ihre Verantwortung zur Pflege von Wegen und Straßen. Auch Stadt und Land seien in der Pflicht, dem nachzukommen, so Erste Vorsitzende Silke Büscher-Wagner. „Es wäre schön, wenn es besser wird“, setzt sie ihre Hoffnungen in das städtische Pflegekonzept. 

Foto: Wollen gemeinsam ein besseres Straßenbild, wie hier an der Hammer Straße: (v.l.) Silke Büscher-Wagner, Bernd Döding, Matthias Krätzig

Wollen gemeinsam ein besseres Straßenbild, wie hier an der Hammer Straße: (v.l.) Silke Büscher-Wagner, Bernd Döding, Matthias Krätzig