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Politisch-kulturelle Wochen: 30 Jahre deutsche Einheit in Vorträgen, Lesungen, Film und Musik

Wärmstens legt Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger allen, die sich für die deutsch-deutsche Geschichte interessieren, das Programm der diesjährigen „Politisch-kulturellen Wochen“ ans Herz. Untere Federführung der Volkshochschule Ahlen widmen sich im Januar und Februar zahlreiche Veranstaltungen dem Thema „30 Jahre deutsche Einheit“.

In Ahlen, Sendenhorst und Drensteinfurt behandele der Reigen aus Vorträgen, Lesungen, Filmen und kulinarischen Ausflügen „ein praxisnahes Thema, das nicht verwissenschaftlicht wird, sondern die Menschen berührt“, sagte Berger bei der Programmvorstellung. Besonders freut das Stadtoberhaupt, das mit Bürgermeisterkollege Thomas Schmidt aus Ahlens brandenburgischer Partnerstadt Teltow „ein Freund und guter Bekannter“ an mehreren Veranstaltungen teilnehmen wird. Schmidt gehörte zur Wendezeit 1989/90 dem Bürgerprotest an, der den Anfang vom Ende der früheren DDR und damit die Wiederherstellung der deutschen Einheit einleitete.

Zum Programm:

30 Jahre deutsche Einheit bieten die Gelegenheit zum Rückblick auf die Geschehnisse der Wiedervereinigung im Jahr 1990. Welche politischen und kulturellen Ereignisse führten zum Mauerfall 1989? Welche landschaftliche, kulturelle und kulinarische Vielfalt bieten Ost- und Westdeutschland? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es bis heute – auch in der Sichtweise auf die politischen Entwicklungen und Entscheidungen, die zur Wiedervereinigung geführt haben? Diesen und weiteren Fragen wird im Rahmen der Politisch-kulturellen Wochen 2020 nachgegangen. Unterschiedlichste Veranstaltungen greifen das Thema des Jubiläumsjahres auf und bieten die Möglichkeit, sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit den Geschehnissen vor und nach der Wiedervereinigung Deutschlands zu beschäftigen.
 
Die Eröffnungsveranstaltung findet am Mittwoch, 8. Januar, um 19.30 Uhr in der Stadthalle Ahlen statt. In seiner Multivision „Abenteuer Grünes Band – vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ führt Mario Goldstein die Zuschauer entlang der ehemaligen Grenze. Am „Grünen Band" stellt sich der Fotograf zum ersten Mal dem dunkelsten Kapitel seiner wechselvollen Lebensgeschichte - der gescheiterten Flucht aus der ehemaligen DDR. Zu Fuß unterwegs und nur von seiner Hündin Sunny begleitet, trifft er auf fast 1393 Kilometern außergewöhnliche Menschen und erlebt hautnah, wie aus dem ehemaligen Todesstreifen eine Lebenslinie wurde.
 
Weiter geht es am Donnerstag, 9. Januar, im Alten Rathaus (VHS). In seinem Vortrag „Sehnsuchtsvolle Tage 1989/90“ berichtet der Dokumentarfotograf Bernd Blumrich um 19.30 Uhr über die bewegten Tage der Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung. Der aus der Nähe von Teltow stammende Fotograf hat als Zeitzeuge die Wendemonate in Potsdam, Kleinmachnow und Teltow mit der Kamera festgehalten und eindrucksvolle Zeitzeugnisse geschaffen. Die gleichnamige Fotoausstellung von Blumrich ist ab dem 10. Januar in der Stadtbücherei Ahlen zu sehen. Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 10. Januar, um 17 Uhr. Zu Gast ist neben dem Fotografen auch der Bürgermeister der Ahlener Partnerstadt Teltow, Thomas Schmidt.
 
Auch der traditionelle Ahlener Erzählsalon greift bei seiner 11. Auflage am Montag, 13. Januar um 19.30 Uhr das Thema „30 Jahre Mauerfall und Wiedervereinigung" auf. Die Reihe bietet die einmalige Gelegenheit, Zeitzeugen und ihre persönlichen Erinnerungen an bestimmte Ereignisse kennenzulernen. Obwohl die innerdeutsche Grenze mehrere hundert Kilometer von Ahlen entfernt liegt, hat der Mauerfall auch auf Ahlener Bürger erheblichen Einfluss gehabt. Drei Personen, unter ihnen Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt, werden an diesem Abend interviewt und erzählen ihre Erlebnisse aus dieser Zeit. Der Erzählsalon wird von der Journalistin Lisa Voß-Loermann moderiert und findet im Alten Rathaus in Ahlen statt.
 
Ebenfalls im Alten Rathaus (VHS) präsentiert Manfred Kehr am Dienstag, 14. Januar, um 19 Uhr bei seinem Liedervortrag politische Lieder der DDR. Die sehr aktive Liedermacherszene der DDR wird ebenso vorgestellt wie die DDR-Pop- und Kulturszene. Ein ganz besonderer Lieder-Vortrag, der zum Mitsummen, Nachdenken, Erinnern und kritischen Hinterfragen einlädt.

Weitere Programmpunkte der Politisch-kulturellen Wochen 2020 finden im Januar und Februar 2020 statt. Das ausführliche Programm, das gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern in Ahlen gestaltet wird, ist an den bekannten Auslagestellen erhältlich. Zu finden ist das Programm auch unter www.vhs-ahlen.de.

 

Foto: Die Kooperationspartner bei der Programmvorstellung: (v.l.) Lars Koenig (Familienbildungsstätte), Nadine Köttendorf (VHS-Leiterin), Christiane Busmann (Bürgerzentrum Schuhfabrik), Ewa Salamon (Stadtbücherei), Peter Schneider (Verein für Städtepartnerschaft), Dr. Alexander Berger, Christoph Wessels (Fachbereichsleiter Kultur), Andreas Bockholt (Stadthalle)

Die Kooperationspartner bei der Programmvorstellung: (v.l.) Lars Koenig (Familienbildungsstätte), Nadine Köttendorf (VHS-Leiterin), Christiane Busmann (Bürgerzentrum Schuhfabrik), Ewa Salamon (Stadtbücherei), Peter Schneider (Verein für Städtepartnerschaft), Dr. Alexander Berger, Christoph Wessels (Fachbereichsleiter Kultur), Andreas Bockholt (Stadthalle)


Foto: Sehnsuchtsvolle Tage - 1989/1990 (Foto: Bernd Blumrich)

Sehnsuchtsvolle Tage - 1989/1990 (Foto: Bernd Blumrich)


Foto: Manfred Kehr präsentiert "Das politische Lied in der DDR"

Manfred Kehr präsentiert "Das politische Lied in der DDR"


Foto: Abenteuer grünes Band (Foto: Mario Goldstein)

Abenteuer grünes Band (Foto: Mario Goldstein)