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Pony-Station erhält den Spendencent

Mit der Pony-Station am Oestricher Weg kommt in diesem Jahr eine stadtweit bekannte und nicht minder beliebte Einrichtung in den Genuss des „Spendencents“ der Stadtverwaltung Ahlen. Gut die Hälfte ihrer Beschäftigten verzichtet zugunsten eines wohltätigen Zwecks auf den monatlichen Centbetrag der Gehaltsüberweisung.

Die Personalratsvorsitzenden Jörg Adomat und Klaus Marquardt überreichten nun einen Scheck über die so zusammengekommenen 2000 Euro an den Vorsitzenden Thorsten Pälmke und dessen Stellvertreterin Miriam Pott. Auf die volle Summe aufgerundet hatte Bürgermeister Dr. Alexander Berger die Spende. „Den städtischen Bediensteten sagen wir ganz herzlich Danke“, freute sich Pälmke über die großzügige Geste.

„Als wir im Sommer von der Futternot gelesen haben, kam uns ziemlich schnell die Idee, hier zu helfen“, verriet Personalratsvorsitzender Jörg Adomat bei der Spendenübergabe. Unter den Kolleginnen und Kollegen im Personalrat sei ohne große Diskussion und einstimmig der Beschluss dazu gefallen. Heu und Stroh war für Pferdehalter in diesem Jahr knapp und teuer wie nie. Zum einen lag das am vergangenen Winter, der extrem nass war. Verschärft wurde die Situation durch die anhaltende Trockenheit in den Sommermonaten.

Für Bürgermeister Berger ist die Pony-Station eine Einrichtung, „die einfach zu Ahlen dazugehört.“ Generationen von behinderten und nicht behinderten Kindern hätten hier Kontakt zu Pferden und zur Reiterei bekommen, lange bevor Begriffe wie Inklusion oder Integration eingeführt worden seien. Sie sei ein wahrer Glücksfall, „denn wo gibt es das sonst, mitten in der Stadt?“ Legendär seien auch die inklusiven Veranstaltungen im Kinderkarneval, die Sitzung von „Po-Ki-Ka“ gehöre zu den Höhepunkten der Ahlener Session.

Im Ahlener Westen ist die 1970 gegründete Ponystation „Toni Hämmerle“ mehr als nur eine beliebte Pferdeanlage. Thorsten Pälmke nennt sie „einen echten Treffpunkt in der Nachbarschaft und eine Orientierungsmarke.“ Wolle man Ortsunkundigen den Weg weisen, heiße es häufig nur „fahr Richtung Ponystation.“ Über weitere Spenden würde sich der Vorstand des gemeinnützigen Vereins sehr freuen. Denn: „Das Gebäude kommt in die Jahre, das merken wir jetzt schon“, sehen Pälmke und Pott an manchen Stellen aufkommenden Sanierungsbedarf, der ohne finanzielle Hilfe nicht in den Griff zu bekommen sei.   

Hintergrund (aus www.pony-station.de):
„Auf unserem idyllisch gelegenen Gelände am Stadtrand von Ahlen (dieses wird uns dankenswerter Weise von der Stadt Ahlen zur Verfügung gestellt), das sich aus Weiden und einer Reitbahn zusammensetzt, stehen das Hauptgebäude mit großem Gemeinschaftsraum und Behindertensanitäranlagen, zwei Nebengebäude mit Küche, Lager- und Aufenthaltsraum, zwei Stallungen sowie eine Scheune.
Den sieben Ponys, angefangen von Adamo bis hin zu Obelix bieten wir neben der Unterkunft und Verpflegung eine Rundumbetreuung vom Hufschlag bis zur tierärztlichen Versorgung. Stolz sind wir auch auf unseren kleinen Fuhrpark, zu dem nicht nur eine kleinere Kutsche und ein Pferdetransporter, sondern auch ein kleiner Traktor der Marke „John Deere“ gehört. Zielgruppe unserer gemeinnützigen Arbeit sind in erster Linie Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen sowie Mehrfachbehinderungen. Allen diesen blinden, hörgeschädigten, spastisch gelähmten Kindern oder Kindern mit Down-Syndrom, die auf unsere besondere Zuwendung und gesellschaftliche Solidarität angewiesen sind, bieten wir den unmittelbaren Kontakt zu unseren Tieren. Dabei bemühen wir uns stets um die gute Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Behindertenorganisationen, Selbsthilfegruppen, Elternverbänden und betroffenen Familien. Diese Kooperationen reichen weit über die Grenze der Stadt Ahlen hinaus.

Engen Kontakt pflegen wir beispielsweise zu der Kinderheilstätte Nordkirchen, der Vincent-von-Paul-Schule in Beckum, der Spina- & Bifida-Gruppe in Dortmund und Münster, der Behindertensportgruppe Herdecke, den Behindertenwerkstätten Lüdenscheid, der Gehörlosenschule Münster, dem St. Christophorus-Haus Ennigerloh. Des Weiteren führen wir in jedem Jahr mit großem Erfolg und mit mehr als 1500 Teilnehmern zwei traditionelle Großveranstaltungen durch. Dieses ist zum einen der Kinderkarneval „Po-Ki-Ka“ für behinderte und nichtbehinderte Kinder in der Stadthalle und zum anderen das Sommerfest, das alljährlich im September an der Pony-Station stattfindet.“ 

Foto: 2000 Euro für die Pony-Station spendeten die Beschäftigten der Stadtverwaltung: Bei der Übergabe (v.l.): Dr. Alexander Berger, Hafflinger Adamo, Thorsten Pälmke, Jörg Adomat, Klaus Marquardt, Miriam Pott

2000 Euro für die Pony-Station spendeten die Beschäftigten der Stadtverwaltung: Bei der Übergabe (v.l.): Dr. Alexander Berger, Hafflinger Adamo, Thorsten Pälmke, Jörg Adomat, Klaus Marquardt, Miriam Pott