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Sachlich und lösungsorientiert: Bürgerinnen und Bürger diskutieren über Mobilität in Ahlen

Bald 300 Anregungen und Hinweise sind bereits eingetragen worden in die interaktive Karte zur Mobilität in Ahlen. Unter www.mobilitaet-ahlen.de kann noch bis zum 12. Februar jeder Vorschläge machen, wie der Verkehr besser laufen kann.

„Klicken Sie dafür einfach auf die entsprechende Position auf der Karte, setzen Sie einen Punkt oder zeichnen Sie eine Linie und beschreiben Sie Ihre Anregung“, erklärte Stadtplanerin Angelika Schöning, wie einfach es geht. Mit der Kommentarfunktion in der Detailansicht besteht zudem die Möglichkeit, von anderen Bürgerinnen und Bürgern eingetragene Anregungen zu kommentieren.

Überwiegend sind bis jetzt Hinweise zum Radverkehr eingetragen worden. Beispielsweise zum Buschhoff-Kreisverkehr an der Hammer Straße. Zehn Kommentatoren teilen die Meinung, dass Radfahrer auf dem Hochbord leicht übersehen werden, weil die Aufmerksamkeit der Autofahrer der Straße gilt. Dass das nicht so sei, finden fünf Diskussionsteilnehmer. Ohne Gegenrede kritisieren zwanzig Diskutanten, dass Busse in Ahlen zu selten fahren und das Angebot zu unattraktiv sei. Um Menschen von der Flexibilität mit dem Pkw zu entfernen, reiche es nicht, wenn Busse nur alle 60 Minuten fahren würden. Mit der Qualität der Beiträge ist Angelika Schöning hoch zufrieden. „Durch die Bank sachliche und lösungsorientierte Vorschläge.“ Selten habe sie eine Diskussion um den Verkehr erlebt, die so frei von Polemik war.

Die interaktive Diskussionsplattform ist freigeschaltet worden, um Anregungen für das Mobilitätskonzept der Stadt Ahlen zu finden. Es will Antworten geben auf die Frage, wie die Mobilität von Menschen in Ahlen sichergestellt werden kann, wie der Verkehr in Zukunft aussehen soll und welche Maßnahmen erforderlich sind, um dies zu erreichen. Betrachtet werden dabei der öffentliche Verkehr mit Bussen und Bahnen, aber auch der Autoverkehr sowie Radfahrer und Fußgänger.

Hintergrund:

Mit der Erstellung eines kommunalen Mobilitätskonzeptes verfolgt die Stadt Ahlen den Anspruch, eine ganzheitliche Strategie für die künftige nachhaltige Mobilitätsentwicklung zu entwickeln. Schwerpunkte der Betrachtung sind der ÖPNV (Bus- und Bahnverkehr) und die Weiterentwicklung vernetzter Verkehrsangebote. Insbesondere der Bahnhof Ahlen als zentrale Schnittstelle zwischen den Mobilitätsangeboten im Stadtgebiet soll in Augenschein genommen werden.
Dabei bestehen heute bereits viele Möglichkeiten, in Ahlen unterwegs zu sein. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Bus, mit dem Auto oder mit dem Zug. Diese werden ebenso wie Liefer- und Wirtschaftsverkehre sowie aktuelle Entwicklungen wie die Elektromobilität, Car-Sharing, Maßnahmen zum Klimaschutz oder auch Zukunftsthemen wie autonomes Fahren im Rahmen des Erarbeitungsprozesses des Konzeptes behandelt. Nachhaltige Mobilitätsangebote sollen für die Menschen in Ahlen ausgebaut sowie die Infrastruktur bedarfsgerecht und bezahlbar weiterentwickelt werden. Eine Sonderrolle nimmt dabei der Bahnhof Ahlen als zentrale Schnittstelle zwischen den Mobilitätsangeboten im Stadtgebiet ein.
Bis voraussichtlich Mitte 2020 wird in einem intensiven Beteiligungsprozess ein tragfähiges und zukunftsfähiges Konzept für die gesamtstädtische Mobilität in der Stadt Ahlen erarbeitet.

Foto: Mobil sein in Ahlen: Bürgerinnen und Bürger füllen die interaktive Karte mit Ideen und Kommentaren.

Mobil sein in Ahlen: Bürgerinnen und Bürger füllen die interaktive Karte mit Ideen und Kommentaren.