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Schüleraustausch verbindet Ahlen und Barcelona

Was verbindet die Fritz-Winter-Gesamtschule in Ahlen mit Barcelona? Ein Schülerinnen- und Schüleraustausch! 17 Schülerinnen und Schüler aus dem 11. Jahrgang, begleitet von den Spanischlehrerinnen Karoline Kriebel und Beate Retkowski, fuhren jetzt in die katalanische Metropole.

Die Begegnung mit den Austauschpartnern war lange vorher vorbereitet worden, etwa durch Lebensläufe, die die Ahlener an die spanischen Partner verschickt hatten. Die rasche Antwort per Mail ließ das Eis schon vor der Reise brechen.

„Barcelona lockt viele Touristen an, doch Gast einer echten spanischen Familie zu sein und gleichaltrige spanische Gastgeber an seiner Seite zu wissen, hat einen besonderen Reiz“, hebt Lehrerin Beate Retkowski hervor, die an der Gesamtschule für den Austausch verantwortlich ist.

Alles war neu und galt zu entdecken. So war es für einige Teilnehmer der erste Flug und natürlich waren alle gespannt auf die Familie, in der man alleine eine ganze Woche verbringen sollte. Auch wollten alle die Schule der Austauschpartner und Austauschpartnerinnen kennenlernen. Und dann waren da noch die Ausflüge: Dank des Jugendstilarchitekten Antoni Gaudí konnten die Schülerinnen und Schüler die imposante Sagrada Familie und den Parque Güell bestaunen. Lluís Domènech i Montaner, Lehrer von Gaudí, wusste aber auch, wie man Menschen durch Architektur bezaubern kann. Sein Krankenhaus Hospital de San Pau und der Palau de la Música Catalana sowie sieben weitere Gebäude von Gaudí stehen in Barcelona auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO.

Beate Retkowski zeigt sich vor allem davon begeistert, dass man Schülern und Schülerinnen in dem Hospital de San Pau vermitteln konnte, dass es Zeiten gab, in denen man durch prunkvolle Architektur und fantasievolle Gartengestaltung die Genesung von Kranken aller Gesellschaftsschichten unterstützt hat.

Doch Kultur und Bildung ist eine Sache, Herzenswärme eine andere. Maren Varis fasst zusammen, was alle empfanden: "Zu Beginn hatte ich Angst, dass ich mich nicht mit der spanischen Austauschpartnerin und ihrer Familie verstehen würde; nicht wegen der Sprache, sondern wegen der Unterschiedlichkeiten. Am Flughafen wurden wir dann so herzlich begrüßt, dass man sich sofort wie ein Teil der Familie fühlte."

Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule sind sich einig, der Austausch war etwas ganz Besonderes und so freuen sie sich jetzt schon auf den 24. Juni, an dem sie ihre spanischen Gäste zum Gegenbesuch in Ahlen willkommen heißen.

Foto: Die Austauschschüler und -schülerinnen waren vom Krankenhauses Hospital de Sant Pau fasziniert.

Die Austauschschüler und -schülerinnen waren vom Krankenhauses Hospital de Sant Pau fasziniert.