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Simon Büscher ist Ansprechpartner für Ehrenamtliche

Zu Beginn des neuen Jahres hat die Stadt Ahlen mit Simon Büscher einen Beauftragten für das Ehrenamt installiert. Bedingt durch die vom Coronavirus erzwungene Sitzungspause der letzten Wochen konnte er sich am Donnerstag nun auch den Mitgliedern des Ausschusses für Soziales, Familien, Frauen und Senioren vorstellen.

Mit der zunächst befristet besetzten halben Stelle will die Stadt der zunehmenden Bedeutung des Ehrenamts gerecht werden. Seine erste Bewährungsprobe hat der 27-Jährige bereits mit Bravour gemeistert: Während der ersten Hochphase der Corona-Pandemie bündelte er mit einem Team in der Leitstelle „Älter werden in Ahlen“ Hilfsangebote und Hilfsnachfragen, um Kontakte zu vermitteln und Menschen bei Einkäufen Unterstützung zu geben. „Dabei habe ich einen guten Eindruck davon gewonnen, wie hilfswillig und aktiv das Ehrenamt in der Not einspringt und Strukturen stützt“, spricht Büscher über seine Erfahrungen der letzten beiden Monate. Neben seiner neuen Tätigkeit schreibt Büscher derzeit an der Universität Vechta im Fach Gerontologie an der Masterarbeit „Freiwilliges Engagement von älteren Menschen mit Migrationshintergrund“.

Im Ahlener Ehrenamt ist Büscher, der als Fünfjähriger mit dem Fußballspielen anfing, kein Unbekannter. Seit letztem Sommer trainiert er als „Co“ die 1. Mannschaft von Westfalia Vorhelm und trat für den Verein zwölf Jahre lang als Spieler in Junioren- und Seniorenmannschaften gegen den Ball.

Nach einer ersten Sichtung der bestehenden Angebote will der Ehrenamtsbeauftragte Kooperationen mit verschiedenen Trägerinnen und Träger intensivieren, die in Ahlen mit dem Thema Ehrenamt betraut sind. „Dazu möchte ich weitere Akteure kennenlernen und Schnittmengen herausfinden, bestehende Strukturen stärken oder gegebenenfalls auch noch erweitern“, erläutert Büscher seine Agenda. Kooperationen oder gemeinsame Veranstaltungen könnten dabei mit verschiedenen Bereichen entstehen. „Das Ehrenamt ist ein riesiges Feld“, so Büscher. Egal ob im Bereich Sport, Kultur, Schule, bei Wohlfahrtsverbänden, in Politik und Kirche oder bei der Feuerwehr - überall verdiene ehrenamtliche Tätigkeit eine große Anerkennung. Ulla Woltering freut sich als zuständige Fachbereichsleiterin, „dass wir die zahlreichen städtischen Aktivitäten nun bündeln und ausbauen können.“

Als eine bereits bestehende Anerkennung hebt Büscher die 2012 von der Stadt Ahlen eingeführte Ehrenamtskarte hervor: „Mit ihr bekommt man verschiedene Vergünstigungen in Ahlen, aber auch in vielen anderen Städten in NRW.“ Voraussetzung für den Erhalt der Ehrenamtskarte sind mindestens fünf Stunden ehrenamtliche Tätigkeit pro Woche. Hierbei inbegriffen sind allerdings auch Vor- und Nachbereitungs- sowie eventuelle Fahrtzeiten. Derzeit versucht die Stadt, neue Partner für Vergünstigungen in Ahlen zu gewinnen, um die Attraktivität der Karte weiter zu erhöhen. Eine weitere Anerkennungsform ist die Ehrenamtsfeier, die im letzten Jahr ins Leben gerufen worden ist und zukünftig in jedem Jahr stattfinden soll. „Ehrenamtlich tätige Personen arbeiten das ganze Jahr über unentgeltlich und leisten einen großen Beitrag für die Lebensqualität in unserer Kommune. Deshalb ist es wichtig, dieses Engagement durch solche Veranstaltungen oder auch durch die Ehrenamtskarte zu würdigen.“

Der neue Ehrenamtsbeauftragte ist zudem Ansprechpartner bei allen Fragen oder Wünschen zum Thema Ehrenamt. Zu erreichen ist Simon Büscher er in der Regel vormittags unter T. 02382 59450 oder per Mail (bueschers@stadt.ahlen.de).

Foto: Simon Büscher ist bei der Stadt Ahlen Ansprechpartner für Ehrenamtliche.

Simon Büscher ist bei der Stadt Ahlen Ansprechpartner für Ehrenamtliche.