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Sitzung in Ahlen: Türkischer Bund NRW für Offenheit und Vielfalt

Zu ihrer jüngsten Vorstandssitzung hieß Bürgermeister Dr. Alexander Berger in den Sitzungsräumen des „gdz Office Plus“ Mitglieder des „Türkischen Bundes in Nordrhein-Westfalen“ in Ahlen willkommen.

Der Türkische Bund NRW ist die regionale Gliederung der „Türkischen Gemeinde in Deutschland“, die sich 1995 mit dem Ziel gegründet hat, als Interessenvertretung türkeistämmiger Menschen gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung zu wirken. Vorsitzender des Türkischen Bundes NRW ist der Ahlener Ratsherr Serhat Ulusoy.

Berger begrüßte das Engagement des Türkischen Bundes, in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft Sprachrohr der zahlenmäßig größten Migrantengruppe zu sein. „Teilhabe schafft Vertrauen und ist der beste Anfang für ein gelingendes Zusammenleben“, forderte Berger die Vereinsvertreter auf, sich aktiv am Prozess der Integration zu beteiligen. Ahlens Bürgermeister unterstützt die Ausrichtung des Bundes, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Sie sei Grundvoraussetzung für Identifikation und emotionale Verbindung mit dem Land, in dem die türkeistämmigen Menschen zuhause seien. Unter den Zugewanderten bildet in Ahlen die türkische Community die größte Gruppe. Deren Anteil unter den Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen, wünschten sich die Vorstandsmitglieder in der Diskussion mit Ahlens Bürgermeister.

„Nur wenn wir in unserem Verband alle mitnehmen können, haben wir das Recht, unsere Forderungen nach einer gleichberechtigten Gesellschaft nach außen zu tragen“, appellierte Vorsitzender Serhat Ulusoy an die Sitzungsteilnehmer zu Offenheit und Akzeptanz von Vielfalt. Dass der Türkische Bund in diesem Jahr seinen Sitz von Krefeld nach Ahlen verlegt habe, könne nur positive Impulse für die Verbandsarbeit auslösen. „Hier sind wir mit Integration und Teilhabe schon deutlich weiter als anderswo“, stellte Ulusoy fest. In Ahlen, wo vierzig Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner einen Migrationshintergrund hätten, bestehe Konsens, „dass türkeistämmige Menschen nicht Objekte der deutschen Geschichte seien, sondern sie aktiv mitschreiben.“ Erkennbar sei das beispielsweise in der Wirtschaft. So hätten nicht wenige der erfolgreichen Ahlener Unternehmen Inhaber mit türkischen Wurzeln.

Foto: Bürgermeister und Vorstand des Türkischen Bundes: stehend (v.l.) Kübra Cekirge, Ismail Erkul, Seref Caglar, Dr. Alexander Berger, Serhat Ulusoy, Sadik Cicin, Erkan Temizkanoglu. Sitzend von links: Hülya Coskun, Sabriye Supcun.

Bürgermeister und Vorstand des Türkischen Bundes: stehend (v.l.) Kübra Cekirge, Ismail Erkul, Seref Caglar, Dr. Alexander Berger, Serhat Ulusoy, Sadik Cicin, Erkan Temizkanoglu. Sitzend von links: Hülya Coskun, Sabriye Supcun.