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Sogar Restmüll ist ein Wertstoff

Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema „Wir schützen das Meer – Upcycling und Reduzierung von Plastikmüll“ besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5.5 der Fritz-Winter-Gesamtschule die Müllsortieranlage des Unternehmens „Ecowest“ in Ennigerloh. Dort machten sie sich ein Bild darüber, was mit dem Restmüll aus den Kreisen Warendorf und Gütersloh passiert und trennten an Geräten Müll auf unterschiedliche Weise selbst.

Das Thema Plastikmüll hatten sich die Fünftklässler dabei zuvor ausgesucht und schon im Vorfeld ihrer Projektwoche gelernt, warum besonders Kunststoffmüll ein Problem für die Umwelt ist. Denn nur ein Teil kann recycelt werden, während ein etwa so großer Teil anderweitig entsorgt werden muss. Vor allem Kunststoffmüll, der stark verschmutzt ist oder nicht sortenrein ist, weil er wie bei der Verpackung von Käse und Wurst aus unterschiedlichen Kunststoffsorten zusammengesetzt ist, wird meist thermisch verwertet, also verbrannt.

„Ecowest“ stellt in Ennigerloh vor allem aus dem Restmüll der Kreise Warendorf und Gütersloh einen so genannten Ersatzbrennstoff her. Dieser enthält alle leicht brennbaren Stoffe des Restmülls, die nicht weiter recycelt werden können. Dazu gehören zum Beispiel verschmutzte Folien aus der Verpackung von Lebensmitteln, Kaffeebecher, Materialien aus mehreren Kunststoffen und aluminiumbeschichtete Verpackungen. Aufgrund eines ähnlich hohen Brennwerts wie dem von Kohle oder Erdöl kann dieser Müllrest als Ersatzbrennstoff im nahe gelegenen Zementwerk zum Heizen verwendet werden.

Besonders anschaulich wurden die Verfahren zur Mülltrennung an eigens für Schüler entwickelten Geräten vermittelt. So enthält auch Restmüll noch Stoffe, die nicht verbrannt werden können. Dazu gehören zum Beispiel Glas, das auf der Deponie landet und Metalle wie Aluminium und Eisen. An mehreren Stationen lernten die Schülerinnen und Schüler, wie unterschiedliche Trennverfahren funktionieren. So konnten sie aus einem Müllgemisch mit Hilfe eines Magnetabscheiders Deckel von Konservendosen vom Rest des Mülls trennen. An einer anderen Station wurden leichte Folien von schwerem Müll mit Hilfe von Wind getrennt.

In der Nachbesprechung freuten sich „Ecowest“-Betreuer Michael Dierkes und die beiden Klassenlehrer Vivian Goltz und René Poloczek darüber, dass das gesamte Angebot so gut bei den Jungen und Mädchen ankam.

Foto: Die Klasse 5.5 der Fritz-Winter-Gesamtschule informierte sich bei „Ecowest“ in Ennigerloh über Mülltrennung und –recycling.

Die Klasse 5.5 der Fritz-Winter-Gesamtschule informierte sich bei „Ecowest“ in Ennigerloh über Mülltrennung und –recycling.


Foto: Niklas Schreiber (links) und Tim Nülens simulieren die Mülltrennung

Niklas Schreiber (links) und Tim Nülens simulieren die Mülltrennung