Skip to main content

„Kummerkasten“ für die Innenstadt: Koordinatoren mit festen Sprechzeiten vor Ort

Regelmäßige Sprechzeiten für Bürgerinnen und Bürger, Kaufleute und sonstige Gewebetreibende bietet ab sofort der Innenstadtkoordinator im Stadtwachtbüro an der Bahnhofstraße an. Nach den Weihnachtsferien beginnen die regelmäßigen Sprechzeiten am Donnerstag, 7. Januar, von 10.00 bis 13.00 Uhr, danach immer mittwochs von 14.00 bis 17.00 Uhr und donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr.

Eröffnung des Büros der Innenstadtkoordinatoren am 15. Dezember: (v.l.) Andreas Frenz (Pro Ahlen), Jörg Hakenesch (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ahlen), Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Horst Hücking, Thomas Weyland, Stadtbaurat Andreas Mentz, Markus Gantefort und Christian Kruthoff (Fachbereich Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Ahlen)

Erreicht werden können die Fachleute auch telefonisch unter 0170 8101336 (E-Mail: info@innenstadt-ahlen.de; www.innenstadt-ahlen.de ).

Die Innenstadtkoordination arbeitet seit April für die Stadt Ahlen, um Projekte, die im Masterplan Ahlener Innenstadt vorgesehen sind, im direkten Kontakt mit den Einzelhändlern, den Eigentümern und den Bürgerinnen und Bürgern in der Innenstadt umzusetzen. Nachdem bisher im Hintergrund gearbeitet wurde, erfolgt nun mit der neuen Anlaufstelle der Schritt an die Öffentlichkeit. Genutzt werden dazu die Räume im Büro der Stadtwacht an der Bahnhofstraße 8.  Zweimal wöchentlich sind dort der Architekt Horst Hücking und Stadtplanerin Nathalie Liese anzutreffen, die für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.

Mit der Innenstadtkoordination hat die Stadt die Büros der Wohnbund-Beratung NRW GmbH und der ORG.Beratung Schulten und Weyland beauftragt, die Erfahrungen aus Projekten in ganz NRW mitbringen. Zu Beginn werden die beiden Fachleute zwei Programme in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen, „die für die Innenstadt zu schnellen sichtbaren und spürbaren Verbesserungen und Belebungen führen sollen“, sagt Horst Hücking. Ein Fassaden- und Hofprogramm soll die Eigentümer unterstützen bei der Veränderung des Erscheinungsbildes ihrer Häuser. Hierfür können Zuschüsse zu den Kosten, die durch die Handwerker entstehen, beantragt werden.

Im sogenannten City-Verfügungsfonds geht es um die Unterstützung von privaten Initiativen und Ideen für eine Belebung der Innenstadt oder für die Verbesserung der Aufenthaltsqualitäten oder z.B. der Orientierung in der Innenstadt. Nathalie Liese kommt auf ein vermeintlich kleineres, aber dennoch für die Stadt wichtiges Problem zu sprechen: „Weitere wichtige Themen sind die mit den Bürgerinnen und Bürgern abzustimmenden Standorte und Typen für Sitz- und Ruhebänke in der Innenstadt.“ Im neuen Jahr sollen alle Ahlenerinnen und Ahlener zum Probesitzen und Auswählen eingeladen werden.

Ein Hauptinstrument des Büros, das sich selbst als „Kummerkasten“ versteht, soll der Verfügungsfonds werden. Dieser soll Maßnahmen und Vorhaben ermöglichen, die von der klassischen Städtebauförderung nicht berücksichtigt werden. Zweites Standbein ist ein Fassadenprogramm. „Aus ihm können Zuschüsse an diejenigen gezahlt werden, die etwas für das Erscheinungsbild der Innenstadt tun wollen und wo privates Kapital nicht ausreicht“, erklärt Hücking. Aber auch Freiflächen im Übergang zu öffentlichen Flächen können davon profitieren.

Mit den potenziell Förderberechtigten will Nathalie Liese nun das Gespräch suchen, „mal abwarten, was daraus noch wird“, ist sie selbst gespannt auf die Vorschläge und Wünsche der Ahlener. Als „hilfreiche Unterstützung für uns“ sieht WFG-Chef Jörg Hakenesch die Arbeit der Koordinatoren. „Sie können sich um Bereiche kümmern, die wir nicht abdecken.“ Dafür seien gerade die Fassaden ein gutes Beispiel, „worauf wir immer wieder angesprochen werden, aber nicht weiterhelfen können“.