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Volksbund sammelt für die Jugendarbeit

Die Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) steht auch in diesem Jahr ganz im Zeichen seiner Jugend- und Bildungsarbeit. Den Auftakt macht wie immer die sogenannte Prominentensammlung.

Am Samstag, 1. Dezember, warten Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie kommandierende Offiziere und Unteroffiziere der Bundeswehr an publikumsintensiven Plätzen im Stadtgebiet mit Sammeldosen auf. In Vorhelm erfolgt die Sammlung wie in jedem Jahr unter der Regie der Vereine.

„Was der VDK in seinen Einrichtungen leistet, ist beispielhafte Friedensarbeit“, ruft Bürgermeister Dr. Alexander Berger die Ahlener Bevölkerung zu einer großzügigen Spende auf. Der vor 100 Jahren zu Ende gegangene Erste Weltkrieg habe mindestens 17 Millionen Menschen das Leben gekostet und unermessliches Leid über Soldaten und Zivilbevölkerung in ganz Europa gebracht. Nur wenige Zeitzeugen könnten aus eigenem Erleben und Erleiden von der Grausamkeit des Krieges berichten. Umso wichtiger sei es, „sich schon in jungen Jahren in Museen und Gedenkstätten eine Vorstellung vom Ausmaß der Tragödie zu machen, die Krieg und Hass über die Menschheit bringen.“

Gelegenheit dazu bieten die Gräber der 2,8 Millionen Kriegstoten auf mehr als 800 Friedhöfen in 45 Staaten Europas und Nordafrikas, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge pflegt. Neben der Pflege der Gräber sorgt der Volksbund dafür, dass die Gräber jährlich von bis zu 20.000 jungen Menschen aus 30 Staaten besucht werden. Damit trägt er dazu bei, besonders bei den jüngeren Generationen das Bewusstsein für den unschätzbaren Wert des friedlichen Zusammenlebens aller Menschen zu schaffen, gleich wo, gleich welcher Herkunft und gleich welchen Glaubens.

Wer als Sammlerin oder Sammler die Arbeit des Volksbundes unterstützen möchte, kann sich dazu mit VDK-Ortsgeschäftsführer Wilfried Hejnal in Verbindung setzen. „Auch Vereine sind herzlich eingeladen, wenn sie unserer Kampagne unter die Arme greifen wollen“, sagt Hejnal, der für weitere Auskünfte telefonisch unter 02382 82358 zu erreichen ist.

Foto: Deutscher Soldatenfriedhof in Ysselstein (Niederlande)

Deutscher Soldatenfriedhof in Ysselstein (Niederlande)