Grundsätzliches zur Abfallentsorgung

Die Bürgerinnen und Bürger haben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um eine reibungslose Abfallentsorgung ohne Zeitverlust zu sichern.

  1. Die Abfallbehälter müssen rechtzeitig an der Bürgersteigkante bzw. an dem Straßenrand (nicht auf Privatgrund) zur Abholung bereitgestellt werden.
  2. Alle Abfallbehälter müssen mit einer Müllmarke der Stadt Ahlen versehen sein. Ohne Marke erfolgt keine Leerung.
  3. Um eine ordnungsgemäße Leerung zu ermöglichen, dürfen die Abfallbehälter nur so weit befüllt sein, dass der Deckel schließt. Überfüllte oder falsch befüllte Mülltonnen werden nicht geleert. Zudem ist zu beachten, dass Bauschutt nicht in die Restmülltonne gehört, sondern am Wertstoffhof entsorgt werden muss.
  4. Bei Straßensperrungen bzw. Baustellen sind die Abfallbehälter vor der Straßensperre bzw. Baustelle so aufzustellen, dass sie für die Müllfahrzeuge gut erreichbar sind.

Die Biotonne im Sommer

  1. Den Boden der Biotonne jeweils recht dick mit einer Zeitung oder einem Stück Pappe auslegen
  2. Feuchte Bioabfälle aus dem Küchenbereich, wie Essensreste, in mehrere Lagen Zeitungspapier einwickeln. Kleine Einheiten sind dabei besser. Sie schränken die Bildung von Maden (Larven von Fliegen) ein.
  3. Papiersäcke, die im Handel erworben werden können, in die Biotonne hängen. Sie reduzieren die Verschmutzung und sind voll kompostierbar. Sonstige kompostierbare Tüten sind nicht zugelassen!
  4. Die Biotonne im Sommer möglichst in den Schatten stellen.

Falschbefüllung der Mülltonnen

  1. Die Tonne ist überfüllt, und der Deckel lässt sich nicht mehr schließen
    Nur bei geschlossenem Deckel lässt sich die Tonne sauber entleeren, da ansonsten beim Leerungsvorgang die Hälfte des Inhaltes auf der Straße landen könnte oder der Behälter sich in der Entleerungsmechanik verklemmt. Aus diesem Grund bleibt die Tonne stehen. Diese Regelung gilt für alle Abfallarten!
  2. Die Tonne ist zu schwer, da mit Bauschutt oder Erde gefüllt
    In der Abfallsatzung der Stadt Ahlen ist ausdrücklich eine Gewichtsbeschränkung für die Mülltonnen verankert, da die Mechanik der Müllfahrzeuge nur ein bestimmtes Maximalgewicht leeren kann. Bei schwereren Tonnen besteht die Gefahr eines Schadens am Leerungsmechanismus, und die Reparaturkosten fließen in die Abfallgebühren ein.
  3. Die Tonne ist falsch befüllt
    In der Restmülltonne befinden sich biologische Abfälle oder in der Biotonne normaler Restmüll. Da am Entsorgungszentrum Ennigerloh jedes Müllfahrzeug kontrolliert wird und bei zuviel Bioanteil im Restmüll bzw. zuviel Restmüll im Bioabfall die vierfache Müllgebühr berechnet wird, sind die Müllwerker verpflichtet, falsch befüllte Tonnen nicht zu entleeren. Dies geschieht im Interesse aller Gebührenzahler.

Verwendung von kompostierbaren Kunststoffbeuteln

Die Ahlener Umweltbetriebe weisen darauf hin, dass in letzter Zeit die städtische Müllabfuhr häufig Biomülltonnen stehen lassen musste, weil kompostierbare Kunststoffbeutel verwendet wurden. Diese sind jedoch im Kreis Warendorf nicht zulässig und stellen am Kompostwerk in Ennigerloh Störstoffe dar.

Hintergrund ist, dass in Ennigerloh ein Verfahren angewendet wird, das die Bioabfälle innerhalb weniger Wochen in Humus verwandelt. Die Biomüllsäcke benötigen aber eine wesentlich längere Zeit – von bis zu einem Jahr - zur Zersetzung.
 
Verwendet werden sollten daher nur Beutel aus Papier, die ebenfalls im Handel angeboten werden, oder Zeitungspapier.

Nicht geleerte Mülltonnen

Aufkleber für falsch befüllte Mülltonnen - Es kommt immer wieder vor, dass die städtischen Mülllader Abfallgefäße stehen lassen, da diese falsch befüllt waren, die falsche Tonne zur Abholung bereit gestellt wurde oder zum Zeitpunkt der Abholung gar nicht bereit gestellt war. Anschließend rufen dann die Betroffenen bei der Stadt Ahlen an und fordern die Leerung ihrer Tonnen. Bisher wurde im Zweifelsfalle immer nachgefahren und die Tonnen, falls möglich, geleert. Durch diese Extratouren fallen jedoch auch höhere Kosten an, die sich anschließend in höheren Müllgebühren niederschlagen.

Im Interesse einer gerechten Gebührengestaltung und zur Entlastung der Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr werden in Zukunft nicht geleerte Mülltonnen mit einem Aufkleber versehen, auf dem genau angegeben ist, aus welchem Grund die Tonne nicht geleert wurde und von den Müllwerkern alle Besonderheiten separat dokumentiert. So können die städtischen Mitarbeiter immer nachweisen, warum eine Tonne nicht geleert wurde.

Die Stadt Ahlen erhofft sich durch diese Maßnahme eine effizientere Müllabfuhr, die dazu beiträgt, die Gebühren möglichst gering zu halten. Informationen zur richtigen Befüllung der Abfallbehälter sind im Abfallkalender und im Internet auf der Seite www.ahlen.de bzw. werden in der Presse veröffentlicht.