Neuer Baubetriebshof: Fläche wird baureif

Deutlich erkennbar sind die Fortschritte auf der Baustelle für den künftigen Baubetriebshof. An Daimlerstraße und Ostberg drehen sich nicht nur die Bagger im Akkord, auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst erledigt seine Routinearbeit.

Das Gelände des früheren Güterbahnhofs war zu Zeiten des letzten Weltkriegs für die Ahlener Industrie sehr bedeutend. „Auch die Wehrmacht nutzte den Güterbahnhof, genauso wie die Rüstungsbetriebe“, weiß Betriebsleiter Bernd Döding. Damit war der am östlichen Ende der Stadt gelegene Bahnhof zwangsläufig ein bevorzugtes Ziel alliierter Bomberverbände. Zwar gibt es nach Auswertung von Luftbildern keinen konkreten Verdacht auf einen oder mehrere Bombenblindgänger. „Aber das kann keine absolute Garantie dafür sein, dass wirklich nichts im Erdreich schlummert“, so Döding. Es gilt: Sicher ist sicher.

Zwei Stunden brauchte am Donnerstag die vom staatlichen Kampfmittelbeseitigungsdienst bei der Bezirksregierung Arnsberg beauftragte Fachfirma Schollenberger, um das erste Baufeld abzugehen. Mit einem GPS gesteuerten geomagnetischen Verfahren sind die 6000 Quadratmeter sondiert worden, auf denen das künftige Verwaltungsgebäude des Ahlener Baubetriebshofes stehen wird. Das empfindliche Messgerät registrierte zwar Ausschläge, aber keine eindeutigen Indizien für womöglich gefährliche Sprengmittel. „Da müssen wir schon die genaue Auswertung abwarten, die in den kommenden Tagen am Rechner erfolgen“, rechnet Bernd Döding mit etwa einer Woche, bevor klare Ergebnisse bekannt sind.

Wie wichtig die Arbeit der Kampfmittelräumer ist, zeigte der Fund einer 250-Kilo-Fliegerbombe vor vier Jahren. Im Zuge der Abrissarbeiten der alten Bahnhofsgebäude stießen die Kampfmittelräumer nach Auswertung von Luftbildern auf das Kriegsrelikt, das nur wenige Meter neben dem Gleisbett die letzten 70 Jahre unversehrt überdauerte.

Foto: Mit Hilfe eines geomagnetischen Verfahrens werden Messpunkte registriert, die womöglich auf Kampfmittel hinweisen.

Mit Hilfe eines geomagnetischen Verfahrens werden Messpunkte registriert, die womöglich auf Kampfmittel hinweisen.


Foto: 6000 Quadratmeter werden im ersten von vier Bauabschnitten untersucht

6000 Quadratmeter werden im ersten von vier Bauabschnitten untersucht