Klärschlammentsorgung

Zentrifugen zur Klärschlammentwässerung
Zentrifugen zur Klärschlammentwässerung

Die Abfallmengen und Entsorgungswege

Bei der Abwasserreinigung fallen pro Jahr:

ca.    250 Tonnen Sandfanggut,
ca.    100 Tonnen Rechengut und
ca. 2.500 Tonnen Klärschlamm an.

Das Sandfanggut wird zur Zeit zur Rekultivierung verschiedener Halden und Deponien genutzt und das Rechengut einer Müllverbrennungsanlage verbrannt. Der ausgefaulte Klärschlamm wird auf der Kläranlage Ahlen mit Hilfe von Zentrifugen entwässert, um verbesserte Transporteigenschaften zu ereichen. Der stabilisierte Klärschlamm kann derzeit noch als Dünger verwertet werden. 

Inhaltsstoffe des Klärschlamms

Klärschlamm enthält Stickstoff, Kalium und Phosphor in boden- und pflanzenverfügbarer Form. Wer mit Klärschlamm düngt, kann entsprechend den Einsatz von Mineraldüngern reduzieren und damit natürliche Ressourcen schonen. Dank moderner Technik hat sich der Klärschlamm zu einem wertvollen Dünger entwickelt.

Das Thema Klärschlamm war nicht immer positiv besetzt - in den 70er Jahren gab es viele Negativ-Schlagzeilen wegen hoher Schwermetallgehalte. Durch verschiedene Maßnahmen, z. B. die verbesserte Klärtechnik, die intensive Überwachung der Indirekteinleiter und die Aufklärung der Bevölkerung über die Giftigkeit bestimmter Chemikalien hat sich die Qualität inzwischen erheblich verbessert.

Die Klärschlammverordnung und das Düngemittelgesetz schützen die Landwirte sowie letzendlich die Verbraucher vor negativen Folgen der Klärschlammverwertung. Kein anderer Dünger wird so häufig und so ausführlich untersucht wie der Klärschlamm. Der Ahlener Klärschlamm unterschreitet die vom Gesetzgeber festgelegten Schadstoff-Grenzwerte mittlerweile im Durchschnitt um 71 Prozent.

Entsorgung des Klärschlamms

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz gibt der Verwertung des Klärschlamms Vorrang gegenüber der Deponierung und der Verbrennung. Entsprechend gelangt der Ahlener Klärschlamm zu je einem Drittel in folgende Verwertungsschienen:

  • Verwertung als Dünger in der Landwirtschaft,
  • Verwertung in der Rekultivierung,
  • Kompostierung und anschließende Verwertung im Garten- und Landschaftsbau.

Dabei erfolgt der Einsatz aus ökologischen Gründen möglichst ortsnah, in jedem Fall aber innerhalb Deutschlands.

Es ist zu erwarten, dass das Thema Klärschlamm bzw. Klärschlammverwertung künftig wesentlich kritischer betrachtet wird, da zusätzliche Gefahrstoffe zur Untersuchungsliste hinzukommen und die Grenzwerte verschärft werden. Das wird zur Konsequenz haben, dass ein Großteil des Klärschlamms in kostenintensiveren Verbrennungsanlagen entsorgt werden muss.