Parkerleichterung aG

Menschen mit besonderen Schwerbehinderungen können einen „Parkausweis für Behinderte“ erhalten. Dieser Ausweis räumt dem Inhaber besondere Parkrechte im öffentlichen Verkehrsraum ein.  Die Ausnahmegenehmigung ist in der Regel 5 Jahre gültig und wird in allen Staaten Europas anerkannt.

 

Voraussetzungen:

  • Schwerbehinderte Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung, die sich wegen der Schwere des Leidens nur mit fremder Hilfe oder nur mit großer Anstrengung außerhalb des Kraftfahrzeuges bewegen können. Im Schwerbehindertenausweis ist das Merkzeichen „aG“ vermerkt. Das gleiche gilt für Schwerbehinderte Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung, auch wenn sie keine Fahrerlaubnis besitzen.
  • Blinde, die sich nur mit fremder Hilfe bewegen und auf die Benutzung eines Kraftfahrzeuges angewiesen sind. Im Schwerbehindertenausweis ist das Merkzeichen „Bl“ eingetragen.
  • Menschen mit beidseitiger Amelie bzw. Phokomelie  

Wo dürfen Ausweisinhaber parken / Was ist erlaubt:

  • an Stellen, an denen das eingeschränkte Haltverbot (Zeichen 286, 290 StVO) angeordnet ist, bis zu drei Stunden. Es muss eine Parkscheibe ausgelegt werden.
  • im Bereich eines Zonenhaltverbots (Zeichen 290 StVO), in dem durch Zusatzzeichen das Parken zugelassen ist. Die zugelassene Parkdauer darf überschritten werden,
  • an Stellen, die durch Zeichen „Parkplatz“ (Zeichen 314 StVO) oder „Parken auf Gehwegen“ (Zeichen 315 StVO) gekennzeichnet sind und für die durch ein Zusatzzeichen eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus,
  • in Fußgängerzonen (Zeichen 242 StVO), in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeit,
  • an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten, ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung,
  • auf Parkplätzen für Bewohner bis zu 3 Stunden. Es muss eine Parkscheibe ausgelegt werden.
  • in verkehrsberuhigten Bereichen (Zeichen 325 StVO) außerhalb der gekennzeichneten Flächen, ohne den durchgehenden Verkehr zu behindern.
  • Auf Parkplätzen für Schwerbehinderte, die mit dem Zusatzzeichen mit einem Piktogramm „Rollstuhl“ gekennzeichnet sind.

Besondere Hinweise:
Der Schwerbehindertenparkausweis darf nur von dem Ausweisinhaber genutzt werden. Angehörige, die Erledigungen/Besorgungen für den Behinderten durchführen, dürfen den Ausweis nicht nutzen. Er ist ausschließlich an den Inhaber gebunden.

Verwaltungsgebühr:
Für die Bearbeitung wird keine Gebühr erhoben.

Antragstellung:
Antragsformular
Die Ausnahmegenehmigung ist im Bürgerservice des Rathauses zu beantragen.

Mitzubringende Unterlagen:

  • Vollständig ausgefüllter Antrag (Verknüpfung herstellen)
  • Schwerbehindertenausweis oder der letzte Bescheid des Versorgungsamtes
  • 1 aktuelles Lichtbild (Größe 35 x 45 mm) auf der Rückseite mit Namen versehen.

Nach Genehmigung des Antrages kann der Parkausweis auch im Bürgerservice wieder abgeholt werden. Unter normalen Voraussetzungen kann der Ausweis am Freitag abgeholt werden, wenn der Antrag vollständig bis spätestens den Mittwoch davor im Bürgerservice eingereicht wurde.