Tag des offenen Denkmals 2016

"Gemeinsam Denkmale erhalten"

Sonntag, 11. September 2016

Das diesjährige Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ ist ein Beispiel dafür, wie es gelingen kann die Kräfte aller Beteiligten am Erhalt unseres kulturellen baulichen Erbes zu vereinen und zu einer positiven Wahrnehmung der engagierten Arbeit vieler für den Denkmalschutz und die Denkmapflege zu machen.

Denn ohne das Zusammenspiel von Initiativen, Vereinen, Eigentümern, Gemeinden, Amtlicher Denkmalpflege und Fachleuten wie Architekten, Restauratoren und qualifizierten Handwerkern werden Denkmale nur selten erhalten.

So bezieht sich das Programm in Ahlen in diesem Jahr auf diese bunte Ausrichtung an
Engagement vieler Beteiligter in unterschiedlichen Konstellationen.

Noch einmal bieten wir den Blick auf das Zechengelände an.
Das Grubenwehrmuseum öffnet seine Türen und sorgt für das leibliche Wohl der Besu- cher.
Die vom Förderverein Fördertürme geführte Besteigung der Fördertürme ist immer wie-
der ein Highlight für die Besucher.

Seit dem letzten Jahr hat sich zudem in der ehemaligen Schmiede, Fa. Weigelt vieles verändert. Der beeindruckende „Saal“ im Obergeschoss des Gebäudes war 2015 noch ungenutzt und somit im Rohbau belassen.
Heute befindet sich hier die Kreativ-Abteilung der Firma LR Health and Beauty.

Gemeinschaftliche Arbeit ganz anderer Art hat in dem Fachwerkgebäude Steingasse 11 in der Innenstadt Ahlens stattgefunden. Mit viel Engagement und hunderten von Arbeits- stunden wurde das Gebäude behutsam und denkmalgerecht von dem Privateigentümer mit seiner Familie zu einer attraktiven Wohnung saniert, die auch den Anforderungen an Energieeinsparung gerecht wir

Gesamtprogramm

Das Programm ist so angelegt, dass man die unterschiedlichen Standorte an diesem Tag alle besichtigen kann. Die Besucher können selbstständig ihr Programm gestalten.

 

Grubenwehr-Museum

Zeche Westfalen 1

In Trägerschaft des Bergbautraditionvereins e.V. bewahrt das Museum die Erinnerung an die Arbeit vor Ort und die damit verbundenen Risiken auf der Zeche Westfalen im Ge- dächtnis. Es bietet im ehemaligen Übungshaus Raum für Simulationsübungen und erstreckt sich im Startergebäude über drei Stockwerke. Das Museum führt in eine Welt des Bergbaus, die in Ahlen Teil der Geschichte ist, aber nicht vergessen werden soll.

Es werden zwei große Führungen angeboten. Ausgangspunkt ist das Museum des Bergbau-Tradition-Vereins zu den Fördermaschinen und in die Maschinenzentrale, anschließend nach oben auf das Fördergerüst Westfalen Schacht 1.
Davor besteht jeweils die Möglichkeit das Obergeschoss der Fa. Weriflex zu besichtigen.

Programm
Öffnungszeiten von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Start– und Zielort für die Führungen ist das Grubenwehrmuseum
Angebote:Kaffee, Kuchen, kalte Getränke, Grillwurst
Ansprechpartner: Theo Janssen, Tel.: 02382/ 65019 theo-janssen@gmx.net

Fördertürme

Die Fördertürme Schacht I und II auf der ehemaligen Zeche Westfalen sind die Wahrzei- chen des Bergbaus in Ahlen und der gesamten Region. Neben dem blauen Wasserturm bilden sie die Leuchttürme der Technik – und Industriekultur und sind Markenzeichen des neuen Gewerbegebietes "Zeche Westfalen".
Das Projekt "Förderverein Fördertürme" wird vom Verein Initiativkreis für Denkmalpflege, Stadterhaltung und Stadtbildpflege in Ahlen e.V. getragen. Der Verein setzt sich für den bedingungslosen Erhalt der Fördertürme und des Wasserturms ein, die sich im Eigentum der Stadt Ahlen. befinden.

Programm
1. Führung
14.00 Uhr                         Start am Grubenwehrmuseum
Dauer ca.1 ½ Stunden
mit Werner Danzer vom Förderverein Fördertürme
 
2. Führung
16.00 Uhr                         Start am Grubenwehrmuseum
Dauer ca.1 ½ Stunden
mit Werner Danzer vom Förderverein Fördertürme

"Alte Schmiede"

Zeche Westfalen 11

Die Firma LR Health & Beauty Systems hat sich als Mieterin der Fläche im Obergeschoss mit dem Eigentümer des Gebäudes ein besonderes Refugium für ihre Kreativabteilung geschaffen.
Mit modernen Einbauten wurden die historischen Details, wie die alten Ziegelwände, die Kranbahn und auch der Blick durch die großen Fenster auf das Zechengelände und die Osthalde gewürdigt und in Szene gesetzt.
Die verschiedenen Räume sind so eingebaut, dass die Größe der historischen Halle weiterhin erlebbar bleibt und auch ihre konstruktiven Details erkennbar sind.
Dies macht das Obergschoss der ehemaligen Schmiede zu einem besonderen Erlebnis.

Programm
13.00 Uhr und 15.00 Uhr: Führungen im frisch sanierten Obergeschoss mit Herrn Weigelt und einem Vertreter der Fa. LR
Treffpunkt Seiteneingang

Steingasse 11

Das frisch sanierte Fachwerkhaus wurde nach einem  jahrelangen Dornröschenschlaf durch die Familie Uhlmann wieder zu neuem Leben erweckt. Mit viel persönlichem Engagement der gesamten Familie wurde das Baudenkmal fachgerecht saniert
Das Wohnhaus aus Fachwerk mit ursprünglichem Wirtschaftsteil wurde ca. 1860 errichtet. Der Wirtschaftsteil wurde 1931 zu einem Künstleratelier umgebaut und in diesem Zusammenhang wurde das Fachwerk überputzt. Die relativ schlichte Bauweise mit einem Querflurgrundriss und der hinten liegenden Küche ist typisch für das 19. Jahrhundert.
Die Steingasse wie auch die parallel laufende Wandmacherstiege stellen eine bereits mittelalterliche Stadterweiterung dar und sind durch kleine Parzellen mit Fachwerkhäusern der einfacheren Bevölkerungsschichten geprägt, während sich nach Norden zu Freiheit die Grundstücke aufweiten zum ehemaligen Burgmannshof und dem großen ackerbäuerlichen Anwesen an der Kampstraße.

Programm
zwischen 11 – 17 Uhr ist das Haus geöffnet und die Eigentümer stehen für kleine Führungen und Fragen zur Verfügung.

2011                                                                                 2016